Fachgebiete

Webbasierte Anwendungen

Das WorldWideWeb hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Diente es zu Beginn seiner Entstehung dem Austausch von Informationen im akademischen Bereich in Form von statischen HTML-Seiten, so hat es sich in der Zwischenzeit zu einem weltweiten Kommunikationsmedium entwickelt. Heute spielen dynamisch generierte Seiten, teilweise mit (bewegten) Bildern und Tönen, eine große Rolle. Weiterhin wird das Web in der letzten Zeit immer mehr für die Kommunikation nicht zwischen Menschen, sondern zwischen Diensten auf unterschiedlichen Rechnern verwandt (z.B. Webservices).
Der Bereich "Webbasierte Anwendungen" umfasst somit technische Grundlagen, wie beispielsweise das HTTP-Protokoll. Ebenso sind die verwandten Konzepte (z.B. URI, SGML) von Interesse. Neben den Sprachen und Technologien zum Publizieren von Inhalten (HTML, CSS) und dem Erstellen von dynamischen Angeboten und Webanwendungen (DOM, Javascript, PHP) stellt die Organisation der Inhalte eine immer stärkere Herausforderung dar. Dem Bereich "XML" kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu. Hiermit wurde auf der einen Seite für den Bereich "Publishing" die Möglichkeit geschaffen, Inhalt und Präsentation strikt zu trennen. Auf der anderen Seite unterstützt diese "Sprachenfamilie" die Erstellung von Webservices, die das Web als "Middleware" zur Kommunikation zwischen (maschinellen) Diensten benutzen.

Ubiquitous Computing

Der Begriff "Ubiquitous Computing" geht auf Mark Weiser zurück, der ihn 1988 als Forscher am "Xerox PARC" in Palo Alto, Kalifornien, USA, prägte. Wörtlich übersetzt heißt "Ubiquitous Computing" soviel wie "Allgegenwärtiges Rechnen". Weiser beschreibt aus der damaligen Sicht eine Vision, bei der Menschen von Computern umgeben sind, ohne dass die Geräte im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Den Begriff, den Weiser hierzu benutzte ist "Calm Technology", also "stille" oder "ruhige Technik". Weiterhin forderte er, dass es für einen Benutzer möglich ist, zu jeder Zeit und an jedem Ort auf die Dienste eines Computers zuzugreifen.
Die Möglichkeit, jederzeit und überall auf Informationen und Daten zuzugreifen, ist mittlerweile bereits Realität geworden. Mobile Geräte, wie Laptops, Tablet PCs, Wearables, Smart Phones, WAP Handys, PDA's tragen hierzu bei, ebenso wie die verbesserten drahtlosen Kommunikationstechnologien z.B. UMTS, Wlan, Bluetooth, etc.. Die Vision des Ubiquitous Computing umfasst jedoch weit mehr als das bisher Erreichte. Ihr Ziel ist es, dass zukünftig verschiedenste Alltagsgegenstände mit miniaturisierter eigener Rechenleistung ausgestattet sind, Sensoren besitzen, und mit anderen Gegenständen kommunizieren, wobei sie sich nahtlos und unsichtbar zum Ziel der Unterstützung des Menschen in die Umwelt einpassen. Folglich ist Ubiqutous Computing ein Querschnittsthema zwischen Gesellschaft, Human Computer Interaction, Künstlicher Intelligenz, Sicherheit, Betriebssysteme, Netzwerke, Übertragungsrotokolle und Hardware. Erfolgversprechende Anwendungsbereiche sind beispielsweise "ortsbezogene Dienste", "mobiles Arbeiten", "mobile Unterhaltung", "m-Commerce".

1. April 2015