Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften (M.Sc.)

Die Vernetzung der Disziplinen ist ein grundlegender Baustein zur Schaffung neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung. Viele Anwendungen wären ohne eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete nicht denkbar. Gleiches gilt zunehmend in Wirtschaft und Industrie: Erst durch die Zusammenführung vieler verschiedener Kenntnisse und Denkweisen und die Nutzung von Synergieeffekten kann eine hohe Innovationskraft und damit letztlich ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden. Der Blick über den Tellerrand ist gefragt!

Diese Entwicklung greift der Studiengang "Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften" auf und bildet Experten aus, die in außerordentlicher Weise in der Lage sind, vorhandenes und neues Fachwissen in komplexen Zusammenhängen auch disziplinenübergreifend zu integrieren. Inhalte aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik werden kombiniert und ergänzt durch interdisziplinäre (Team-)Projekte und Seminare, die Methoden- und Sozialkompetenz sowie analytische Fähigkeiten fördern. Absolventinnen und Absolventen erhalten somit das nötige Rüstzeug, sich in innovative Schnittstellenbereiche einzubringen. Der Studiengang bietet hervorragende Karrierechancen in Wirtschaft und Forschung und ermöglicht einen Zugang zur Promotion.

Auf einen Blick

Ziel:
Qualifizierung für eine forschungsnahe berufliche Tätigkeit in interdisziplinären technischen Bereichen

Abschluss:
Master of Science (M.Sc.)

Studienbeginn:
Sommer- oder Wintersemester

Regelstudienzeit:
3 Semester (90 ECTS)

Zulassungsbeschränkung (N.C.):
Nein

Studienort:
Hauptcampus

Internationalität:
Auslandssemester (freiwillig)

Studiengebühr:
keine, aber Semesterbeitrag (inklusive Semesterticket)

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Weitere Informationen

Aufbau des Studiums

Der Masterstudiengang "Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften" kombiniert Kompetenzen aus den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Gebäude- Versorgungs- und Energietechnik. Die Regelstudienzeit beträgt drei Semester (90 ECTS). 

Studierende, die einen sechssemestrigen Bachelor-Studiengang abgeschlossen haben, können bis zur Anmeldung der Master-Thesis zusätzliche 30 ECTS im Rahmen eines Belegungskatalogs erwerben, um die für einen Masterabschluss erforderlichen 300 ECTS zu erreichen. Dadurch kann sich die Studiendauer verlängern.

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens wird für jeden Studierenden die im Studiengang geltende Kerndisziplin festgelegt. In der Regel ist sie identisch mit dem Fachgebiet des ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses. Darüber hinaus kann während des Studiums ein von der Kerndisziplin abweichender Schwerpunkt gebildet werden, wenn mindestens 20 ECTS der Lehrmodule sowie die Abschlussarbeit in einem spezifischen Fachgebiet erbracht werden.

Das Studium ist gegliedert in Lehrmodule (45 ECTS) und selbstständiges Arbeiten (45 ECTS). Dabei müssen mindestens 15 ECTS in Mastermodulen aus einer vom Bachelorstudium abweichenden Disziplin (ergänzende Disziplin) erbracht werden. Studierende haben die Möglichkeit, Veranstaltungen unterschiedlicher Fachrichtungen zu kombinieren, um sich in einem Anwendungsfeld breit aufzustellen: Für das Anwendungsfeld "Elektromobilität" könnte das beispielsweise bedeuten, Module aus der Elektrotechnik (Theorie der Antriebstechnik, Regelungstechnik, Lernende Systeme), dem Maschinenbau (Energieeffiziente Fahrzeuge, Fahrzeugtechnik, Fahrzeugsicherheit), sowie der Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik (Regenerative Energiesysteme, Intelligente Netze, Netzintegration Erneuerbarer Energien) zu wählen, um alle Aspekte der Elektromobilität abzudecken.

Nicht nur die Aufteilung der Lehrmodule, sondern auch die organisatorische und inhaltliche Gestaltung der Module im selbstständigen Arbeiten betont den interdisziplinären Charakter des Studiengangs. So sind im zweiten Semester ein interdisziplinäres (Team-)Projekt und ein interdisziplinäres Seminar vorgesehen. Auf diese Weise können Studierende ihr individuelles interdisziplinäres Profil schärfen.

Den Abschluss des Studiums bildet die Master-Thesis (30 ECTS), in der die Studierenden nachweisen, dass sie in der Lage sind, sich wissenschaftlich mit Problemstellungen auseinanderzusetzen und Ergebnisse zu präsentieren. Der akademische Grad "Master of Science" (M.Sc.) ermöglicht einen Zugang zur Promotion und qualifiziert für Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung.

Schwerpunktbildung

Studierende haben die Möglichkeit, zusätzlich zu der im Rahmen des Zulassungsverfahrens festgelegten Kerndisziplin einen Schwerpunkt in einem ergänzenden Fachgebiet zu bilden. Dazu müssen sie mindestens 20 ECTS der Lehrmodule sowie einen Teil der Abschlussarbeit in einem von ihrer Kerndisziplin abweichenden Fachgebiet erbringen. Über die Zulassung der Themenstellung für einen Schwerpunkt entscheidet der Prüfungsausschuss.

Die Lehrmodule setzen sich aus vorhandenen Lehrmodulen der akkreditierten Studiengänge der Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik zusammen. Dadurch ergibt sich ein breites Angebot an ingenieurwissenschaftlichen Modulen aus verschiedenen Kerndisziplinen. Eine detaillierte inhaltliche Beschreibung aller angebotenen Module finden Sie im Modulhandbuch, das im Download-Bereich dieser Seite zur Verfügung steht.

Berufsperspektiven

Interdisziplinarität ist in vielen Unternehmen eine wichtige Grundlage, um komplexe Systeme zu entwickeln. Gefordert sind sowohl fachliche und fachgebietsübergreifende Kompetenzen als auch das Verständnis für andere Disziplinen und ihre Methodik. Die Mitarbeit in oder die Leitung interdisziplinärer Projektteams wird mehr und mehr zu einer zentralen Aufgabe in vielen Branchen.

Diesem zunehmenden Bedarf trägt der Studiengang Rechnung: Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, die Leitung dieser Projektteams zu übernehmen und sich in innovativen Schnittstellenbereichen einzubringen. Damit bieten sich hervorragende Karrierechancen vor allem in der Industrie und in Forschung und Entwicklung.

Die Einsatzgebiete der Absolventinnen und Absolventen sind vielfältig, da sie über ein vertieftes Wissen in ihrer Kerndisziplin sowie zusätzliche Kenntnisse aus anderen Gebieten verfügen. Bereits während des Studiums haben sie die Möglichkeit, durch eine gezielte Kombination der Lehrveranstaltungen ihre spezifischen Anwendungsfelder selbst festzulegen. So sind berufliche Tätigkeiten in verschiedensten technischen Bereichen denkbar:

  • z.B. Systementwicklung in der Automobilbranche oder der Medizintechnik
  • z.B. Projektleitung im Anlagenbau
  • z.B. Entwicklung softwaregesteuerter Elektronikkomponenten

Generell fällt die Arbeitslosenquote unter Ingenieuren so gering aus wie in kaum einer anderen Berufsgruppe. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist unverändert hoch; Bereiche wie Robotik, Erneuerbare Energien oder Mikroelektronik boomen. In der Medizin, der Automobilbranche, der IT oder Biotechnologie bieten sich nahezu unendliche Tätigkeitsgebiete für Ingenieure.

Der Abschluss "Master of Science" eröffnet zudem den Zugang zur Promotion, die im kooperativen Verfahren auch an der Hochschule Trier möglich ist.

Zulassungsvoraussetzungen

Der Master-Studiengang "Interdisziplinäre Ingenieurswissenschaften" steht Bewerberinnen und Bewerbern offen, die einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in Elektrotechnik, Maschinenbau, Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik oder einem verwandten Studiengang mit einer Gesamtnote von in der Regel mindestens 2,5 erworben haben. Die Zulassung setzt außerdem den Nachweis über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse voraus.

Das erste abgeschlossene Hochschulstudium umfasst eine Dauer von mindestens drei Jahren. Bewerberinnen und Bewerber, die in ihrem Erststudium weniger als 210 ECTS-Punkte erworben haben (z.B. sechssemestriger Bachelor-Studiengang), haben die Möglichkeit, bis zur Anmeldung der Master-Thesis zusätzliche Leistungen zu erbringen, um die für einen Masterabschluss erforderlichen 300 ECTS zu erreichen. Dazu werden in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss geeignete Bachelor- und Mastermodule in einem Belegungskatalog festgelegt.

Voraussetzung für die Zulassung ist weiterhin ein Beratungsgespräch mit der Studiengangsleitung, die dem Prüfungsausschuss auf Grundlage der fachlichen Orientierung und unter Einbeziehung des Beratungsgesprächs die festzulegende Vertiefungsrichtung (Kerndisziplin) empfiehlt. In der Regel ist sie identisch mit dem Fachgebiet des ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses.

Der Prüfungsausschuss für den Masterstudiengang ersetzt den Zulassungsausschuss, der die Aufgabe hat, die Zugangsvoraussetzungen von Bewerberinnen und Bewerbern entsprechend der Festlegungen in der Prüfungsordnung zu prüfen und ggfs. über zu erbringende Zusatzleistungen zu entscheiden.

Bewerbung & Einschreibung

Die Einschreibung ist sowohl zum Wintersemester als auch zum Sommersemester über unser Online-Portal möglich.

Detaillierte Informationen zur Bewerbung, Zulassung und Einschreibung erhalten Sie im Studienservice der Hochschule Trier.

Ausländische Studienbewerber finden darüber hinaus Information zum Studium an der Hochschule Trier auf den Seiten des akademischen Auslandsamts.

Downloads

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Kontakt und Beratung

Prof. Dr. Klaus Peter Koch
Prof. Dr. Klaus Peter Koch
Professor FB Technik - FR Elektrotechnik

Kontakt

+49 651 8103-514
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