Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften (M.Sc.)

Die Vernetzung der Disziplinen ist ein grundlegender Baustein zur Schaffung neuer Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung. Viele Anwendungen wären ohne eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete nicht denkbar. Gleiches gilt zunehmend in Wirtschaft und Industrie: Erst durch die Zusammenführung vieler verschiedener Kenntnisse und Denkweisen und die Nutzung von Synergieeffekten kann eine hohe Innovationskraft und damit letztlich ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden. Der Blick über den Tellerrand ist gefragt!

Diese Entwicklung greift der Studiengang "Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften" auf und bildet Experten aus, die in außerordentlicher Weise in der Lage sind, vorhandenes und neues Fachwissen in komplexen Zusammenhängen auch disziplinenübergreifend zu integrieren. Inhalte aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Fahrzeugtechnik, Medizintechnik, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik werden kombiniert und ergänzt durch interdisziplinäre (Team-)Projekte und Seminare, die Methoden- und Sozialkompetenz sowie analytische Fähigkeiten fördern. Absolventinnen und Absolventen erhalten somit das nötige Rüstzeug, sich in innovative Schnittstellenbereiche einzubringen. Der Studiengang bietet hervorragende Karrierechancen in Wirtschaft und Forschung und ermöglicht einen Zugang zur Promotion.

NEU zum Wintersemester 2022/2023: Englischsprachiges Studienangebot

Mehr denn je ist in unserer globalisierten Welt die Fähigkeit zu interkultureller Kommunikation gefordert. Aus diesem Grund richten wir den Studiengang international aus und bieten ihn auch in englischer Sprache an. Darüber hinaus sollen Studierende zukünftig die Möglichkeit erhalten, einen Doppelabschluss an der Hochschule Trier und einer Partnerhochschule im Ausland zu erwerben.    

Auf einen Blick

Ziel:
Qualifizierung für eine forschungsnahe berufliche Tätigkeit in interdisziplinären technischen Bereichen

Abschluss:
Master of Science (M.Sc.)

Studienbeginn:
Sommer- oder Wintersemester

Regelstudienzeit:
3 Semester (90 ECTS)
Zulassung möglich mit einem 6- oder 7-semestrigem Erststudium (s. Zulassungsvoraussetzungen)

Unterrichtssprache:
Deutsch oder Englisch

Zulassungsbeschränkung (N.C.):
Nein

Beratungsgespräch:
Terminvereinbarung parallel zur Bewerbung

Studienort:
Hauptcampus

Internationalität:
Auslandssemester (freiwillig)

Studiengebühr:
keine, aber Semesterbeitrag (inklusive Semesterticket)

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Weitere Informationen

Zulassungsvoraussetzungen

Der Master-Studiengang "Interdisziplinäre Ingenieurswissenschaften" steht Bewerberinnen und Bewerbern offen, die einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss mit einer Gesamtnote von in der Regel mindestens 2,5 nachweisen. Die fachliche Orientierung des ersten Hochschulabschlusses muss wesentliche Inhalte eines Studiums der Elektrotechnik, des Maschinenbaus, der Fahrzeugtechnik, der Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik, des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Medizintechnik enthalten.

Voraussetzung für die Zulassung ist weiterhin ein Beratungsgespräch mit der Studiengangsleitung, die dem Zulassungsausschuss auf Grundlage der fachlichen Orientierung und unter Einbeziehung des Beratungsgesprächs die festzulegende Vertiefungsrichtung (Kerndisziplin) empfiehlt: Elektrotechnik, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik, Wirtschaftsingenieurwesen oder Medizintechnik. In der Regel ist die Kerndisziplin identisch mit dem Fachgebiet des ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses.

Bewerberinnen und Bewerber, die in ihrem Erststudium weniger als 210 ECTS-Punkte erworben haben (z.B. sechssemestriger Bachelor-Studiengang), haben die Möglichkeit, spätestens bis zur Anmeldung der Master-Thesis zusätzliche Leistungen zu erbringen, um die für einen Masterabschluss erforderlichen 300 ECTS zu erreichen. Dazu werden geeignete Bachelor- und Mastermodule ("Brückenmodule") in einem Belegungskatalog verbindlich festgelegt. Die Festlegung des Belegungskatalogs ist ebenfalls Gegenstand des Beratungsgesprächs mit der Studiengangsleitung.

Bitte vereinbaren Sie bereits vor oder parallel zu Ihrer Bewerbung einen Termin zum Beratungsgespräch mit der Studiengangsleitung. Weitere Informationen finden Sie unter "Bewerbung und Einschreibung".

Bewerberinnen und Bewerber für den Studiengang Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften mit der Unterrichtssprache Englisch müssen darüber hinaus Sprachkenntnisse in Englisch (s. "Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse") nachweisen.

Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse

Der Studiengang ist in deutscher oder in englischer Sprache studierbar. Für die Belegung des englischsprachigen Studienprogramms ist der Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse durch mindestens eine der folgenden Qualifikationen erforderlich:

  • Abiturzeugnis (Leistungskurs mit mindestens 10 von 15 Punkten im Durchschnitt der letzten zwei Schuljahre, die Abiturnote zählt mit)
  • Abiturzeugnis (Grundkurs mit mindestens 12 von 15 Punkten im Durchschnitt der letzten zwei Schuljahre)
  • TOEFL (Test of English as a Foreign Language) (mindestens 75 Punkte internet based)
  • Cambridge C1 Advanced (mind. 170 Punkte) oder Cambridge Certificate of Proficiency in English (CPE)
  • IELTS (International English Language Testing System) mindestens C1-Niveau (mindestens 6,0 Punkte)
  • TELC (The European Language Certificates) mindestens C1-Niveau
  • Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung in englischer Sprache
  • Abschluss eines Bachelorstudiengangs in englischer Sprache
  • Anerkennung des Nachweises der englischen Sprache an der Partnerhochschule bei einem Double-Degree Studiengang
Bewerbung und Einschreibung

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang ist ein Beratungsgespräch mit der Studiengangsleitung zur Festlegung der Vertiefungsrichtung sowie der zu erbringenden Module und ggf. der zusätzlich zu erbringenden Leistungen ("Brückenmodule"). Bitte vereinbaren Sie bereits vor oder parallel zu Ihrer Bewerbung einen Termin. 

Zur Vorbereitung des Beratungsgesprächs füllen Sie bitte den Antrag auf Zulassung: Beratungsgespräch sowie die Auflistung der zu erbringenden (Brücken)Module soweit wie möglich aus und bringen beide Formulare zum vereinbarten Termin mit.

Die Einschreibung ist sowohl zum Wintersemester als auch zum Sommersemester über unser Online-Portal möglich.

Detaillierte Informationen zur Bewerbung, Zulassung und Einschreibung erhalten Sie im Studienservice der Hochschule Trier.

Ausländische Studienbewerber finden darüber hinaus Information zum Studium an der Hochschule Trier auf den Seiten des akademischen Auslandsamts.

Aufbau des Studiums

Der Masterstudiengang "Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften" kombiniert Kompetenzen aus den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau und Fahrzeugtechnik, Medizintechnik, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Gebäude- Versorgungs- und Energietechnik. Die Regelstudienzeit beträgt drei Semester (90 ECTS). 

Studierende, die einen sechssemestrigen Bachelor-Studiengang abgeschlossen haben, können bis zur Anmeldung der Master-Thesis zusätzliche 30 ECTS im Rahmen eines Belegungskatalogs erwerben, um die für einen Masterabschluss erforderlichen 300 ECTS zu erreichen. Dadurch kann sich die Studiendauer verlängern.

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens wird für jeden Studierenden die im Studiengang geltende Kerndisziplin festgelegt. In der Regel ist sie identisch mit dem Fachgebiet des ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses. Darüber hinaus kann während des Studiums ein von der Kerndisziplin abweichender Schwerpunkt gebildet werden, wenn mindestens 20 ECTS der Lehrmodule sowie die Abschlussarbeit in einem spezifischen Fachgebiet erbracht werden.

Das Studium ist gegliedert in Lehrmodule (45 ECTS) und selbstständiges Arbeiten (45 ECTS). Dabei müssen mindestens 15 ECTS in Mastermodulen aus einer vom Bachelorstudium abweichenden Disziplin (ergänzende Disziplin) erbracht werden. Studierende haben die Möglichkeit, Veranstaltungen unterschiedlicher Fachrichtungen zu kombinieren, um sich in einem Anwendungsfeld breit aufzustellen: Für das Anwendungsfeld "Elektromobilität" könnte das beispielsweise bedeuten, Module aus der Elektrotechnik (Theorie der Antriebstechnik, Regelungstechnik, Lernende Systeme), dem Maschinenbau (Energieeffiziente Fahrzeuge, Fahrzeugtechnik, Fahrzeugsicherheit), sowie der Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik (Regenerative Energiesysteme, Intelligente Netze, Netzintegration Erneuerbarer Energien) zu wählen, um alle Aspekte der Elektromobilität abzudecken.

Nicht nur die Aufteilung der Lehrmodule, sondern auch die organisatorische und inhaltliche Gestaltung der Module im selbstständigen Arbeiten betont den interdisziplinären Charakter des Studiengangs. So sind im zweiten Semester ein interdisziplinäres (Team-)Projekt und ein interdisziplinäres Seminar vorgesehen. Auf diese Weise können Studierende ihr individuelles interdisziplinäres Profil schärfen.

Den Abschluss des Studiums bildet die Master-Thesis (30 ECTS), in der die Studierenden nachweisen, dass sie in der Lage sind, sich wissenschaftlich mit Problemstellungen auseinanderzusetzen und Ergebnisse zu präsentieren. Der akademische Grad "Master of Science" (M.Sc.) ermöglicht einen Zugang zur Promotion und qualifiziert für Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung.

Schwerpunktbildung

Studierende haben die Möglichkeit, zusätzlich zu der im Rahmen des Zulassungsverfahrens festgelegten Kerndisziplin einen Schwerpunkt in einem ergänzenden Fachgebiet zu bilden. Dazu müssen sie mindestens 20 ECTS der Lehrmodule sowie einen Teil der Abschlussarbeit in einem von ihrer Kerndisziplin abweichenden Fachgebiet erbringen. Über die Zulassung der Themenstellung für einen Schwerpunkt entscheidet der Prüfungsausschuss.

Die Lehrmodule setzen sich aus vorhandenen Lehrmodulen der akkreditierten Studiengänge der Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik zusammen. Dadurch ergibt sich ein breites Angebot an ingenieurwissenschaftlichen Modulen aus verschiedenen Kerndisziplinen. Eine detaillierte inhaltliche Beschreibung aller angebotenen Module finden Sie im Modulhandbuch, das im Download-Bereich dieser Seite zur Verfügung steht.

Berufsperspektiven

Interdisziplinarität ist in vielen Unternehmen eine wichtige Grundlage, um komplexe Systeme zu entwickeln. Gefordert sind sowohl fachliche und fachgebietsübergreifende Kompetenzen als auch das Verständnis für andere Disziplinen und ihre Methodik. Daneben wird die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation immer wichtiger, da Projektteams häufig international besetzt sind. Die Mitarbeit in oder die Leitung von interdisziplinären und internationalen Projektteams wird deshalb mehr und mehr zu einer zentralen Aufgabe in vielen Branchen.

Diesem zunehmenden Bedarf trägt der Studiengang Rechnung: Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, die Leitung dieser Projektteams zu übernehmen und sich in innovativen Schnittstellenbereichen einzubringen. Damit bieten sich hervorragende Karrierechancen vor allem in der Industrie und in Forschung und Entwicklung.

Die Einsatzgebiete der Absolventinnen und Absolventen sind vielfältig, da sie über ein vertieftes Wissen in ihrer Kerndisziplin sowie zusätzliche Kenntnisse aus anderen Gebieten verfügen. Bereits während des Studiums haben sie die Möglichkeit, durch eine gezielte Kombination der Lehrveranstaltungen ihre spezifischen Anwendungsfelder selbst festzulegen. So sind berufliche Tätigkeiten in verschiedensten technischen Bereichen denkbar:

  • z.B. Systementwicklung in der Automobilbranche oder der Medizintechnik
  • z.B. Projektleitung im Anlagenbau
  • z.B. Entwicklung softwaregesteuerter Elektronikkomponenten

Generell fällt die Arbeitslosenquote unter Ingenieuren so gering aus wie in kaum einer anderen Berufsgruppe. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist unverändert hoch; Bereiche wie Robotik, Erneuerbare Energien oder Mikroelektronik boomen. In der Medizin, der Automobilbranche, der IT oder Biotechnologie bieten sich nahezu unendliche Tätigkeitsgebiete für Ingenieure.

Der Abschluss "Master of Science" eröffnet zudem den Zugang zur Promotion, die im kooperativen Verfahren auch an der Hochschule Trier möglich ist.

Das Dokumentenarchiv des Fachbereichs Technik finden Sie hier .

Kontakt und Beratung

Prof. Dr. Klaus Peter Koch
Prof. Dr. Klaus Peter Koch
Professor FB Technik - FR Elektrotechnik

Kontakt

+49 651 8103-514
+49 651 8103-514

Standort

Schneidershof | Gebäude C | Raum 1

Sprechzeiten

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