Grenzüberschreitende Lehr- und Forschungskooperation für Robotik

Die Produktionstechnik ist die Schlüsselkomponente des größten Wirtschaftszweigs in Deutschland. Die Komplexität der Produkte, hohe Stückzahlen und hoher Kosten- sowie Qualitätsdruck stellen die Unternehmen heute und in Zukunft vor bedeutende Herausforderungen. Diese sind nur mit innovativen Lösungen und Spezialwissen zu bewältigen, so dass neue Lehrkonzepte gefragt sind. Im Rahmen des Interreg Projektes Robotix-Academy organisiert das Team eine grenzüberschreitende, hochschulübergreifende und beispielgebende Blockvorlesung. Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen der Hochschule Trier, saarländischer Hochschulen sowie Studierende aus Luxemburg, Liège und Metz erfahren gemeinsam grundlegendes Wissen zum Thema „Mensch-Roboter-Kooperation in der industriellen Produktion“ in Theorie und Praxis. Die Studierenden profitieren von der Neuartigkeit, der Nachhaltigkeit und der Intensität der Vorlesung, den Übungen, Exkursionen und dem kulturellen Rahmenprogramm.

Zielgruppe der Vorlesung
Ziel der Vorlesung ist es, den Studierenden ein ganzheitliches Verständnis für die Mensch-Roboter-Kooperation in der industriellen Produktion zu geben. Die Vorlesung richtet sich entsprechend an alle Studierenden aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik mit Interesse an der Produktionstechnik, aber auch an der Konstruktion und Produktentwicklung speziell von Automobilen.


Aufbau der Vorlesung
Der Begriff „Industrie 4.0“ als Konzept zur Gestaltung und Organisation von Arbeitsprozessen sowie der intelligenten digitalen Vernetzung von Maschinen, Geräten und Menschen ist in aller Munde. Die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt erfordert Qualifikationen und Kenntnisse im Umgang mit Maschinen und deren Einsatzmöglichkeiten. Daher ist die Vorlesung so aufgebaut, dass zunächst ein Einblick in die allgemeine Robotik gegeben wird. Darauf aufbauend wird den Studierenden ein tieferes Verständnis über die Regelung von Roboterstrukturen, sowie die Grundlagen für die Bahnplanung von Robotersystemen vermittelt. Durch die langjährige Erfahrung der eingebundenen Professoren in dieser Branche können viele anschauliche Beispiele in die Vorlesung eingebracht werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der direkten Mensch-Roboter-Kooperation. Im Zuge der Entwicklung neuer Leichtbaurobotersysteme ist eine direkte Mensch-Roboter-Kooperation ohne zusätzliche Schutzeinrichtungen möglich. Die Projektpartner forschen hier in komplementären Forschungsgebieten. An den dort gesammelten Erkenntnissen können die Studierenden direkt teilhaben. Durch die Kooperation wird nicht nur das Wissen, sondern auch das Equipment geteilt. Um neben der Theorie einen hohen Praxisbezug zu gewährleisten, werden einzelne Vorlesungen von Experten aus der Produktionstechnik gehalten.

Aufbau der Übungen
Neben der Vorlesung werden zusammen mit den Studierenden praktische und anschauliche Übungen an verschiedenen Demonstratoren, die extra für die Vorlesung aufbereitet wurden, durchgeführt. Hier kann das theoretisch Erlernte in sog. Project-Works umgesetzt werden. Gruppen von fünf bis sechs Studierenden können hier an jeweils vier Demonstratoren praktische Übungen durchführen und diese am Ende dem Plenum präsentieren.

Laufzeit WS 2019- SS 2021
Teilnehmende Umwelt- und Hauptcampus

Projektleitung

Prof. Dr.-Ing. Matthias Vette-Steinkamp
Prof. Dr.-Ing. Matthias Vette-Steinkamp, Dipl.-Wirt.-Ing. (FH)
Fachgebiet umweltgerechte Produktionsverfahren und industrielle Robotik

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9925 | Raum 9

Sprechzeiten

Donnerstag, 14:00 bis 16:00 Uhr mit Anmeldung per Mail oder individuell nach Absprache
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