Architektur

Exkursion „Forst und Säge“: 60 Studierende des SG Architektur zu Besuch im Meulenwald und in den Morbacher Sägewerken

Spannende Einblicke in Forstwirtschaft, Waldumbau und Holzverarbeitung

Fast die gesamte Wertschöpfungskette Holz an einem Tag: kurz vor Weihnachten erkundeten 60 Studierenden aus dem Bachelor- und dem Master-Studiengang Architektur zusammen mit Prof. i.V. Marcel Balsen (Lehrgebiet Nachhaltiger Holzbau) und Prof. Petra Riegler-Floors (Lehrgebiet Zirkuläres Bauen, Konstruktion und Material) zunächst in einem 2-stündigen Rundgang in Kleingruppen den Trierer Meulenwald. Ausgebildete Waldpädagogen sowie Förster des Forstamts Trier-Quint erläuterten die Auswirkungen des Klimawandels auf den heimischen Forst und erklärten verschiedene Maßnahmen des Waldumbaus. Mit allen Sinnen konnten die Studierenden die einzelnen Baumarten sowie das komplexe Ökosystem „Wald“ erfahren.

Nach einer kurzen Stärkung am neuen Meulenwaldhaus des Forstamts von baurmann dürr architekten ging es weiter nach Morbach zu ELKA-Holzwerke und Eugen Decker Holzindustrie. Bei ELKA konnten die Studierenden nach einem informativen Einführungsvortrag der Geschäftsführerin Larissa Kuntz den Weg der Baumstämme von der vollautomatischen Säge-Anlage zur Hobelanlage und ins Spanplattenwerk verfolgen, wo jegliche Sägeabschnitte zu hochwertigen Bauprodukten wie Span- und ESB-Platten verarbeitet werden. 

Im Werk von Eugen Decker wurden die Studierenden von Annette Decker empfangen und konnten dann zunächst an der Leimpresse beobachten, wie aus einzelnen Brettern Brettsperrholz (BSP) herstellt wird und anschließend die Fertigung der entsprechenden BSP- Wand- und Deckenbauteile besuchen. Abschließend konnten sie das noch die fast fertige Baustelle der neuen Firmenzentrale besichtigen - natürlich ein Holzbau!

Rheinland-Pfalz ist das Wald-reichste Bundesland Deutschlands, Trier und sein Umland sind vom Wald und der Holzindustrie geprägt. Forstwirtschaft, Sägewerke, Holzbaufirmen, Fachplanung und Architektur der Region sind eng mit der Wissenschaft und Lehre an der Hochschule vernetzt. Der nachhaltige Holzbau im Kontext der Zirkularität ist ein elementarer Baustein unserer Architekturausbildung. Wie schön, diesen engen Austausch rund um das Thema Holz miteinander zu haben.

Herzlichen Dank an Michael Friedrich und Peter Neukirch, das Forstamt Trier Quint sowie die „Schwerpunktregion Holzbau- Trier“ für die großartige Organisation und die Finanzierung der Exkursion sowie an ELKA Holzwerke und Eugen Decker Holzindustrie für ihre Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke!

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