
So wurde Stefan Stumm vom Fachbereich Raum- und Umweltplanung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) zum Dr. rer. pol. promoviert. Seine Dissertation mit dem Titel „Systemische Perspektiven einer resilienten Stadtentwicklung“ wurde mit der bestmöglichen Note „summa cum laude“ bewertet. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Erkenntnis, dass resiliente Stadtentwicklung nicht nur ein technischer oder infrastruktureller Prozess ist, sondern ein komplexes Gefüge, das stark von den Perspektiven und Wahrnehmungen der Akteure geprägt wird. Durch die Integration dieser unterschiedlichen Sichtweisen in den Planungsprozess soll ein nachhaltiger und anpassungsfähiger urbaner Raum geschaffen werden, dessen Stadtgesellschaft sich besser an sich verändernde gesellschaftliche und ökologische Bedingungen anpassen und mit Krisensituationen umgehen kann.
Stefan Stumm absolvierte zuvor seinen Master of Science in „Business Administration and Engineering“ am Umwelt-Campus Birkenfeld. Trotz seiner umfangreichen beruflichen Verpflichtungen als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fachbereich Umweltwirtschaft/Umweltrecht sowie als Koordinator des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Sustainable Change“ am UCB schloss er seine Promotion innerhalb von drei Jahren erfolgreich ab. In der zweiten Hälfte seiner Promotionsphase wurde er dabei durch das Projekt HS Personal – House of Profs unterstützt. Erstgutachter war Prof. Dr.-Ing. Detlef Kurth, Inhaber des Lehrstuhls Stadtplanung an der RPTU, als Zweitgutachter der Dissertation zeichnete sich Prof. Dr. habil. Dirk Löhr, der am Umwelt-Campus Birkenfeld eine Professur für „Steuerlehre und Ökologische Ökonomik“ innehat, verantwortlich.
Ebenfalls erfolgreich promoviert wurde Jackeline Martínez an der Fakultät Umweltwissenschaften im Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der Technischen Universität Dresden (TUD). Die Dissertation der Kolumbianerin mit dem Titel „Entwicklung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaftsstrategie zur Transformation der Siedlungsabfallwirtschaft in Entwicklungsländern“ befasst sich mit innovativen Ansätzen zur nachhaltigen Umgestaltung der Abfallwirtschaft unter besonderen strukturellen, technischen und sozialen Rahmenbedingungen. Die Promotion wurde mit dem Gesamturteil „cum laude“ bewertet. Erster Gutachter und Hauptbetreuerin war Prof. Dr.-Ing. habil. Christina Dornack, Direktorin des Instituts für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der TU Dresden.
Jackeline Martínez absolvierte zuvor ihren Master of Science im Studiengang „International Material Flow Management” am Umwelt-Campus. Nach der Veröffentlichung ihrer Dissertation und der Aushändigung der Promotionsurkunde ist sie berechtigt, den akademischen Grad „Doktoringenieurin” (Dr.-Ing.) zu führen.
Sie arbeitet seit mehr als 20 Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin in internationalen Projekten am Birkenfelder Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), dessen geschäftsführender Direktor Prof. Dr. Peter Heck zweiter Gutachter im Promotionsverfahren an der TU Dresden war.
Der Dekan des Fachbereichs Umweltwirtschaft/Umweltrecht, Prof. Dr. Klaus Helling, gratuliert den beiden frisch gebackenen Promovierten und ihren Betreuern zu den erfolgreich abgeschlossenen Promotionen: „Gerade hat die Landesregierung forschungsstarken Bereichen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften das Promotionsrecht verliehen und drei Promotionscluster eingerichtet. Leider sind die Wirtschaftswissenschaften noch nicht dabei, aber die Tatsache, dass gerade jetzt zwei Kollegen als Zweitprüfer beteiligt waren und sieben weitere Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs derzeit in Promotionsverfahren dabei sind, spricht für sich.“
Sie verlassen die offizielle Website der Hochschule Trier