Umwelt-Campus Birkenfeld

Veröffentlichung ArcGIS StoryMaps im MonAHR-Projekt

Aufstellung eines E-Befischungsteams zur Erhebung des Fischbestandes in der Ahr.
Aufstellung eines E-Befischungsteams zur Erhebung des Fischbestandes in der Ahr (Foto: (Isabel Janke)

Das Forschungsprojekt „Monitoring der Gewässerwiederherstellungsmaßnahmen an der Ahr nach der Flutkatastrophe (MonAHR)“ hat eine interaktive ArcGIS StoryMaps veröffentlicht, die ab sofort online verfügbar ist. Sie bietet Interessierten einen anschaulichen Zugang zu dem laufenden Forschungsprojekt im Ahrtal und macht wissenschaftliche Inhalte gebündelt und interaktiv erlebbar.

Das MonAHR-Projekt ist eine Forschungskooperation des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier, der Universität Koblenz und der Hochschule Koblenz. Finanziert und unterstützt wird es durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz, den Landkreis Ahrweiler und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Nach dem extremen Hochwasser 2021 an der Ahr sind umfangreiche Maßnahmen zum Wieder- und Neuaufbau der Infrastruktur erforderlich. In diesem Zusammenhang werden auch Maßnahmen zur Gewässerwiederherstellung durchgeführt. Im Mittelpunkt des Forschungsprojekts steht die Frage, wie sich die ökologischen Prozesse und der Zustand der Ahr aus wissenschaftlicher Sicht entwickeln.

Die nun veröffentlichte ArcGIS StoryMaps erklärt das Forschungsvorhaben und angewandte Methoden. Besonders hervorzuheben sind interaktive Karten, die Veränderungen in der Region vor und nach der Flut auf Luftbildern sichtbar machen. Nutzer*innen können so die dynamischen Entwicklungen im Ahrtal unmittelbar nachvollziehen. Darüber hinaus veranschaulicht die ArcGIS StoryMaps die wissenschaftlichen Methoden des Projekts und stellt die verwendeten Messgeräte vor. Aussagekräftige Bilder und begleitende Texte zeigen, wie Daten erhoben werden und welche Technologien dabei zum Einsatz kommen.

Mit der Veröffentlichung der ArcGIS StoryMaps schafft das MonAHR-Projekt einen offenen Zugang zu seiner Forschungsarbeit und stärkt den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit. Perspektivisch wird die Plattform kontinuierlich erweitert: Zukünftig sollen hier auch aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlicht und geteilt werden.

Weiterführende Informationen zum MonAHR-Projekt
Mit Fokus auf den am stärksten betroffenen Mittel- und Unterlauf der Ahr wird das bereits existierende behördliche Monitoringnetz von den wissenschaftlichen Partner*innen ergänzt. Laufend werden Daten zur Entwicklung der Gewässerstrukturen, physikalisch-chemischen Wasserqualität und Entwicklung der Artgemeinschaften erhoben. Dadurch wird die Entwicklung der Ahr während der Umsetzung der Wiederherstellungsmaßnahmen wissenschaftlich begleitet.

Das Ziel von MonAHR ist ein genaues Verständnis der Entwicklung des Lebensraums Ahr mit seinen Strukturen, Prozessen und Artgemeinschaften sowie der sich daraus ergebenden Ökosystemleistungen und des ökologischen Bewertungszustands. Ein solches Verständnis ist notwendig, um Handlungsalternativen bei Neubau- und Wiederherstellungsmaßnahmen bewerten und Prognosen zu zukünftigen Entwicklungen an der Ahr geben zu können.

Zur Ermittlung verschiedener physikalisch-chemischer Messgrößen, werden diese über Messelektroden direkt im fließenden Gewässer gemessen (z.B. Sauerstoffgehalt, Leitfähigkeit) oder Wasserproben für eine spätere Analyse entnommen.
Zur Ermittlung verschiedener physikalisch-chemischer Messgrößen, werden diese über Messelektroden direkt im fließenden Gewässer gemessen (z.B. Sauerstoffgehalt, Leitfähigkeit) oder Wasserproben für eine spätere Analyse entnommen (Foto: Sumita Thapa)
Als Vorbereitung für Nährstoffmessungen, werden die Wasserproben direkt am Gewässer filtriert und für den Transport abgefüllt.
Als Vorbereitung für Nährstoffmessungen, werden die Wasserproben direkt am Gewässer filtriert und für den Transport abgefüllt (Foto: Sumita Thapa)
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