
Zwei Abende voller Kreativität, Emotionen und außergewöhnlicher Mode: Mit der SHOW2026 präsentierte der Studiengang Modedesign der Hochschule Trier am 16. und 17. Oktober in der historischen Reichsabtei St. Maximin die gestalterische Vielfalt und das innovative Potenzial der nächsten Generation von Modedesignerinnen und Modedesignern. Die Veranstaltung, organisiert vom Verein Stoffwechsel e. V., verband die Präsentation aktueller Abschlusskollektionen und studentischer Semesterarbeiten mit der Verleihung des Modepreises der Stadt Trier und des Publikumspreises.
Die außergewöhnliche Kulisse der ehemaligen Abteikirche bot den passenden Rahmen für zwei abwechslungsreiche Modenschauabende. Auf dem Laufsteg trafen individuelle gestalterische Handschriften auf experimentelle Silhouetten, innovative Materialkonzepte und persönliche Geschichten. Die präsentierten Arbeiten spiegelten die Vielfalt des zeitgenössischen Modedesigns wider und zeigten, wie intensiv sich die Studierenden mit gesellschaftlichen Entwicklungen, Nachhaltigkeit, Identität und den Herausforderungen einer sich wandelnden Modeindustrie auseinandersetzen.
„Die SHOW2026 zeigt eindrucksvoll, wie unsere Hochschule junge Menschen darin stärkt, eigene Ideen zu entwickeln, gesellschaftliche Fragen gestalterisch aufzugreifen und neue Perspektiven zu eröffnen. Solche Formate machen die Qualität unserer Lehre sichtbar und schaffen wertvolle Verbindungen zwischen Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft“, so Prof. Dr. Dorit Schumann, Präsidentin der Hochschule Trier.

Der Freitagabend, 16. Oktober, stand ganz im Zeichen der Abschlusskollektionen der Absolventinnen und Absolventen. Die Graduate Show bot den jungen Designerinnen und Designern eine besondere Bühne, um ihre während des Studiums entwickelten Kollektionen erstmals einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Arbeiten verdeutlichten die gestalterische Eigenständigkeit, das handwerkliche Können und die konzeptionelle Tiefe, die das Studium am Campus Gestaltung der Hochschule Trier auszeichnen. Am Samstag, 17. Oktober, rückten ausgewählte Semesterarbeiten und die Vielfalt studentischer Projekte in den Mittelpunkt. Neben der Präsentation der Kollektionen bildete die Verleihung des Modepreises der Stadt Trier einen Höhepunkt des Abends. Der Wettbewerb würdigt herausragende gestalterische Leistungen und unterstreicht die Bedeutung der Nachwuchsförderung für die regionale und überregionale Mode- und Kreativwirtschaft.
Auch für die Stadt Trier ist die Förderung junger kreativer Talente ein wichtiges Anliegen. Oberbürgermeister Wolfram Leibe zeigte sich begeistert von der Kreativität der jungen Talente an der Hochschule. Leibe: “Es ist großartig, wie in St. Maximin Historie und moderne Mode zusammengebracht worden sind. Das zeigt auch die Begeisterung des fachkundigen Publikums. Die hochkarätig besetzte Jury ist für mich außerdem ein Zeichen, wie erfolgreich die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs in ihrem weiteren Berufsleben in aller Welt sind.”
Ergänzt wurde die Preisverleihung durch den Publikumspreis, bei dem die Besucherinnen und Besucher selbst ihre favorisierte Kollektion wählen konnten.

Die SHOW2026 war zugleich ein Treffpunkt für Studierende, Absolventinnen und Absolventen, Lehrende, Vertreterinnen und Vertreter der Modebranche sowie ein modeinteressiertes Publikum. Das Alumnitreffen machte die Verbindung zwischen dem Studium und den vielfältigen beruflichen Wegen sichtbar, die Absolventinnen und Absolventen in die nationale und internationale Modewelt führen. Ehemalige Studierende arbeiten heute unter anderem für renommierte Unternehmen und Marken wie Chloé, Dior, AIGNER, BOGNER, adidas und H&M.
Die Bedeutung des Campus Gestaltung liegt auch in der Verbindung von kreativer Freiheit, kritischer Auseinandersetzung und handwerklicher Qualität. „Junge Menschen bringen neue Perspektiven und den Mut mit, Bestehendes zu hinterfragen. Die SHOW2026 verdeutlicht, wie unsere Studierenden diese Impulse gestalterisch aufgreifen und in eigenständige Kollektionen übersetzen. Sie zeigen damit, dass Design nicht nur auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert, sondern Zukunft aktiv mitgestalten kann. Es ist großartig zu sehen, wie der Campus Gestaltung jungen Menschen den Raum gibt, ihre Talente zu entfalten, über sich hinauszuwachsen und mit ihren Ideen neue Wege zu eröffnen“, erklärt Dekan Prof. Dr. Matthias Sieveke.
Die Veranstaltung unterstrich damit auch die Bedeutung des Studiengangs Modedesign für den kreativen Nachwuchs und den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft. In einer Branche, die sich durch Digitalisierung, neue Technologien, veränderte Konsumgewohnheiten und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit grundlegend wandelt, kommt der Ausbildung eigenständiger und verantwortungsbewusster Gestalterinnen und Gestalter eine besondere Rolle zu.

Eine Modenschau dieser Größenordnung ist nur durch das Engagement zahlreicher Beteiligter möglich. Neben den Studierenden und Absolventinnen und Absolventen trugen die Models, die Lehrenden und Mitarbeitenden des Studiengangs, die Jury, die Organisationsteams sowie zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer zum Gelingen der SHOW2026 bei.
Die Zusammenarbeit mit der Stadt Trier, der Hochschule Trier, dem Campus Gestaltung, Sponsoren und weiteren Partnern ermöglichte die Umsetzung der Veranstaltung in der besonderen Atmosphäre der Reichsabtei St. Maximin.
„Die SHOW2026 macht sichtbar, was Modedesign an der Hochschule Trier auszeichnet: die Verbindung von gestalterischer Freiheit, konzeptioneller Tiefe, handwerklicher Kompetenz und der Bereitschaft, sich mit den Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Besonders beeindruckend ist, mit welcher Eigenständigkeit unsere Studierenden ihre persönlichen Perspektiven entwickeln und auf die Bühne bringen. Darauf können alle Beteiligten stolz sein“, so Prof. Christian Bruns, Studiengangsleiter Modedesign an der Hochschule Trier.
Mit der SHOW2026 hat der Studiengang Modedesign einmal mehr gezeigt, dass Mode weit mehr ist als Kleidung: Sie ist Ausdruck von Persönlichkeit, Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und ein Experimentierfeld für neue Ideen. Die Veranstaltung setzte damit ein starkes Zeichen für die kreative Zukunft des Modedesigns in Trier.
Preisträgerinnen und Preisträger
1. Platz: Christian Kürsten
2. Platz: Mate Braden
3. Platz: Kyara Bos
Publikumspreis: Therese Dorn
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