Unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried besuchten Studierende des Masterstudiengangs Lebensmittelwirtschaft – darunter Louisa Hoff, Lea Adamus und Eric Englert – zwei der bedeutendsten akademischen Institutionen des Landes: die renommierte öffentliche Universidad de Buenos Aires (UBA) sowie die führende private Universidad Argentina de la Empresa (UADE).
Ziel der Reise war der Auf- und Ausbau strategischer Partnerschaften, die Vorbereitung künftiger Austauschprogramme für Studierende aller Fachbereiche der Hochschule Trier sowie das Anstreben eines gemeinsamen Memorandum of Understanding (MoU) zur formalen Festlegung der Kooperation.
An der Fakultät für Agronomie (FAUBA) der UBA erwartete die Delegation ein dichtes Programm aus Lehre, Laborpraxis und Fachaustausch:
Praxisnahe Lehre & Sprachlicher Austausch: Die Masterstudierenden nahmen an Vorlesungen zur Sensorik teil (inklusive Verkostung lokaler Spezialitäten wie Ranch Dressing) sowie am Seminar Competitive Management of Agri-Food Chains unter der Leitung von Prof. Gustavo Mozeris. Ein besonderes Highlight war die Gastvorlesung der bekannten Köchin Alina Ruiz über die nachhaltige Nutzung von Algarroba-Mehl (Johannisbrotbaum) aus den ariden Regionen Nordost-Argentiniens.
In den Gesprächen mit den einheimischen Studierenden zeigte sich eine erfreuliche Brücke: Ein Teil der argentinischen Studierenden sprach Deutsch. Deutsch wird im argentinischen Bildungssystem als Fremdsprache geschätzt und angeboten, was die Anbahnung persönlicher Kontakte und den künftigen Studierendenaustausch enorm erleichtert.
Forschung & Infrastruktur: Neben Führungen durch das Labor für Genomik und molekulare Marker hinterließ vor allem das biochemische Labor für PCR-Sequenzierung einen nachhaltigen Eindruck. Abgerundet wurde das Programm durch eine Besichtigung der tiermedizinischen Fakultät mit ihren umfangreichen Versuchs- und Haltungseinrichtungen (u. a. Pferde, Schafe, Schweine).
Mit über 320.000 Studierenden gilt die 1821 gegründete UBA als die größte Hochschule Lateinamerikas und zählt weltweit zu den fünf größten Universitäten der Welt. Aus ihren 13 Fakultäten gingen bislang 17 argentinische Präsidenten sowie vier Nobelpreisträger hervor, was ihren akademischen Spitzenrang unterstreicht.
Zusätzlich besuchte die Delegation das Department für Food Technology an der Universidad Argentina de la Empresa (UADE) in Buenos Aires.
Die UADE ist eine der führenden Privatuniversitäten Argentiniens mit rund 40.000 Studierenden und zeichnet sich durch eine besonders praxis- und wirtschaftsnahe Ausbildung aus. Ihr Studiengang in Lebensmitteltechnologie (Tecnología Industrial de los Alimentos) ist international durch das US-amerikanische Institute of Food Technologists (IFT) akkreditiert. Ein Aushängeschild der Universität sind die UADE Labs – ein hochmodernes Universitätslabor-Gebäude auf über 9.000 m², das den Studierenden Spitzentechnologie für angewandte Forschung im Lebensmittelbereich bietet.
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