Umwelt-Campus Birkenfeld

Don’t just prompt. Build.

Umwelt-Campus zeigt Zukunftskompetenzen auf der Maker Faire Hannover. Stromnetz stabil halten, eine intelligente Steckdose bauen oder mit dem Internet der Dinge (IoT) vor Starkregen warnen: Auf der Maker Faire Hannover zeigte der Umwelt-Campus Birkenfeld, wie aus Wissen, Kreativität und Technik konkrete Lösungen entstehen.

Anfassen, ausprobieren, verstehen und am besten gleich selbst bauen: Unter dem Motto „Don’t just prompt. Build.“ präsentierte sich der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier auf der Maker Faire Hannover. 17.500 Teilnehmende besuchten an zwei Tagen die drittgrößte Maker Faire weltweit. Auch am Stand des Umwelt-Campus herrschte reger Betrieb. Die Standbesatzung hatte alle Hände voll zu tun, Fragen zu beantworten, die Mitmachprojekte zu erklären und mit den Besucherinnen und Besuchern über Technik, Nachhaltigkeit und die Studienmöglichkeiten am Campus ins Gespräch zu kommen. Denn gerade in Zeiten generativer Künstlicher Intelligenz bekommt das „Machen“ eine neue Bedeutung. KI kann Texte, Bilder und Programmcode erzeugen. Kreativität, das Erkennen realer Probleme und die Entwicklung neuer Ideen bleiben jedoch entscheidende Fähigkeiten. Genau diese Kompetenzen spielen deshalb auch in den Studiengängen des Umwelt-Campus eine zentrale Rolle: Technologien nicht nur nutzen, sondern verstehen, hinterfragen und selbst gestalten.

Bei der Frage: 50 Hertz – schaffst du das? konnten Besucherinnen und Besucher beim Projekt ZUKI selbst ausprobieren, wie anspruchsvoll die Energiewende ist. In einem haptischen Spiel mussten sie verschiedene Energiequellen so steuern, dass die Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz blieb und gleichzeitig möglichst wenig CO₂ entstand. Damit wurde spielerisch erfahrbar, was Netzbetreiber in Echtzeit leisten müssen: Erzeugung und Verbrauch im Gleichgewicht halten und dabei möglichst viel erneuerbare Energie integrieren.

Auf die Frage: Wann ist der beste Zeitpunkt für die Waschmaschine? gab es ebenfalls eine Antwort. Die IoT²-Werkstatt mit MakeyLab zeigte, wie aus Energiedaten eine praktische Alltagshilfe werden kann. Eine intelligente Steckdose nutzt Daten der SMARD-Plattform und zeigt die CO₂-Intensität des aktuellen Stroms ganz einfach in Rot, Gelb oder Grün an. Grün heißt: Jetzt steht besonders klimafreundlicher Strom zur Verfügung. So können flexible Verbraucher gezielt zu Zeiten genutzt werden, in denen der Strommix weniger CO₂ verursacht.

Ein weiteres Thema lautete: Selber bauen und gemeinsam vor Starkregen vorsorgen. Beim vom BMFTR geförderten Projekt DigiSelfTrans hilft IoT-Technologie bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Ultraschallsensoren messen die Pegelstände kleiner Fließgewässer und übertragen die Werte digital in die Cloud (messpegel.de). Und hier wird der Maker-Gedanke besonders konkret: Jugendliche von DRK und Feuerwehr haben im Vulkaneifelkreis bereits mehr als 20 Pegelmessstationen selbst gebaut und montiert. Aus Lernen wird Machen und aus Technik ein konkreter Beitrag zur Starkregenvorsorge.

Ganz nach dem Motto: Don’t just prompt. Build. Ob Energiewende, KI oder Klimaanpassung: Die Projekte zeigen, was Studium am Umwelt-Campus ausmacht. Nicht nur über Zukunft reden, sondern sie selbst gestalten. Denn vielleicht beginnt die nächste gute Idee mit einem Prompt - selbstwirksam wird sie erst, wenn man daraus selbst etwas macht.

Wer nun neugierig geworden ist hat die Gelegenheit den Umwelt-Campus und seine Studiengänge beim Infoabend am 19. August 2026 von 16 bis 18 Uhr kennenzulernen, mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch zu kommen und bei Campus-Touren einen Blick in Labore, Lernräume und Ausstattung zu werfen.

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