Die Liste der Herkunftsländer reichte von A wie Angola, über Ägypten, Algerien, Armenien, Brasilien, Ecuador, Indonesien, Italien, Irak, Irland, Jordanien, Kenia, Kolumbien, Kirgisistan, Libanon, Liberia, Litauen, Malysia, Mexico, Oman, Pakistan, Peru, Philippinen, Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Taiwan, Thailand, Tunesien, Türkei, Ungarn und Usbekistan bis Z wie Zypern.
Der internationale Workshop zu UI GreenMetric ist ein globales Forum, das sich der Förderung von Nachhaltigkeit in Hochschulen widmet. Das 2010 von der Universitas Indonesia ins Leben gerufene UI GreenMetric-Ranking für nachhaltige Universitäten hat sich zu einem wegweisenden und weithin anerkannten Rahmen für die Bewertung und Förderung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen an Hochschulen weltweit entwickelt. Mithilfe eines umfassenden Bewertungssystems hebt das Ranking die Bemühungen der Hochschulen in Schlüsselbereichen wie Campus und Infrastruktur, Energie und Klimawandel, Wasser, Abfall, nachhaltige Mobilität, Lehre und Forschung sowie Governance und Digitalisierung hervor.
Über seine Rolle als Ranking-Instrument hinaus hat sich UI GreenMetric zu einem dynamischen globalen Netzwerk entwickelt, das Universitäten, Führungskräfte und Fachleute zusammenbringt, um Wissen auszutauschen, Innovationen zu teilen und gemeinsam die drängenden ökologischen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen. Dieser Geist der Zusammenarbeit unterstreicht die entscheidende Rolle der Hochschulen als Katalysatoren für einen nachhaltigen Wandel.
Beim letzten GreenMetric-Ranking Ende 2025, mit einem neuen Teilnehmerrekord von 1.745 Hochschulen aus 105 Ländern belegte der Umwelt-Campus Birkenfeld in der Kategorie „Lehre und Forschung“ Platz 1 und kam auf Platz 4 in der Gesamtwertung weltweit. National bleibt der Umwelt-Campus seit 2017 auf Platz 1. Eine Riesenerfolg für den kleinen Hochschulstandort, der darüber hinaus in drei Kategorien den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 gewinnen konnte. Gespannt wartet man am Umwelt-Campus auf die Bekanntgabe der Ergebnisse des UI GreenMetric Rankings 2026 Ende September in Baku, Aserbaidschan. Die Chairperson des UI GreenMetric-Rankings, Prof. Dr. Vishnu Juwono, hat in Birkenfeld angekündigt, dass diesmal mehr als 2000 Hochschulen teilgenommen haben.
Am 24. August fand in Birkenfeld zunächst eine Sitzung des UI GreenMetric Steering Committees statt, bevor die Präsidentin der Hochschule Trier, Prof. Dr. Dorit Schumann, die Teilnehmenden zum Welcome Dinner im Kommunikationsgebäude am Umwelt-Campus begrüßen könnte. In einer Dinner Speech begrüßte zudem der Landrat des Nationalparklandkreises Birkenfeld die Gäste aus aller Welt und unterstrich dabei die wichtige Rolle des Umwelt-Campus für die Region. Musikalisch umrahmt wurde das Welcome Dinner durch André Mertens von der Kreismusikschule.
Am 25. August eröffnete der Wissenschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch, mit einem Videogrußwort den UI GreenMetric Workshop und unterstrich die wichtige Rolle von Universitäten bei der nachhaltigen Transformation der Gesellschaft. Aus diesem Grund sei Nachhaltigkeit auch im Hochschulgesetz des Landes verpflichtend verankert. Das Ministerium fördere nicht nur die Konferenz in Birkenfeld, sondern viele weitere Nachhaltigkeitsprojekte an den Hochschulen des Landes. Die erste Keynote hielt Prof. Dr. Klaus Helling, der als Nachhaltigkeitsbeauftragter des Umwelt-Campus Birkenfeld die Entwicklung der letzten 30 Jahre vom Militärlazarett hin zu einem global vernetzten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten innovativen Lehr- und Forschungsstandort darstellte und die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Implementierung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung, Transfer, Governance und Betrieb von Hochschulen in den Mittelpunkt stellte. An den beiden Konferenztagen gab es über 40 Vorträge, die vielfältige Best Practice Beispiele zur Umsetzung von Nachhaltigkeit veranschaulichten und viel Raum zum Austausch und zum Lernen von den anderen Hochschulen boten. Die Gäste hatten die Gelegenheit den Umwelt-Campus im Rahmen von Führungen in kleinen Gruppen kennenzulernen und der Tag klang mit einem Grillabend am Campus Restaurant Culinaria aus, der von den Globus Markthallen in St. Wendel und Idar-Oberstein großzügig unterstützt wurde.
Der zweite Konferenztag am 26. August wurde mit einer Keynote des geschäftsführenden Direktors des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), Prof. Dr. Peter Heck, eingeleitet. Das IfaS feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und Heck stellte Highlights aus den vielfältigen Forschungsprojekten des Instituts vor. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Idee des Stoffstrommanagements, das ökologische Probleme mit Hilfe von neuen, ökonomisch tragfähigen Geschäftsmodellen lösen möchte, die dann auch Arbeitsplätze und regionalen Mehrwert schaffen. Die zweite Keynote hielt Prof. Dr. Nadine Kammerlander von der WHU Otto-Beisheim School of Management Vallendar zum Thema „Female Leadership for Sustainability“. Sie machte deutlich, warum Frauen in Führungspositionen empirisch nachweisbar das Thema Nachhaltigkeit häufig besser voranbringen als Männer.
Im Anschluss an die vielen spannenden Inputs in den Hörsälen des Umwelt-Campus Birkenfeld stand noch eine Exkursion auf dem Programm, die die Workshopteilnehmer zunächst in den jüngsten Nationalpark Deutschlands führte. Sie konnten den Nationalpark Hunsrück-Hochwald begleitet durch Dr. Martin Mörsdorf und Jan Rommelfanger entweder auf einer geführten Wanderung oder am Nationalparktor am Erbeskopf kennenlernen. Darüber hinaus führte die Exkursion in die älteste Stadt Deutschlands nach Trier, wo in einer Stadtführung die Highlights wie Porta Nigra, Dom und Basilika erkundet wurden.
Am letzten Tag boten drei Round Tables Gelegenheit zur weiteren Vernetzung der Teilnehmenden untereinander und mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld. Prof. Dr. Klaus Helling, der die Tagung federführend organisiert hatte zog ein positives Fazit: „Es sich gelohnt, den 12. UI GreenMetric Workshop in Birkenfeld zu veranstalten, denn für uns haben sich viele neue Kooperationsmöglichkeiten ergeben und wir konnten den Teilnehmenden viele Impulse und Anregungen mitgeben. Ich bedanke mich bei allen Unterstützern der Tagung, aber vor allem bei den vielen Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre großartige Mithilfe das Event für alle Teilnehmenden zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.“
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