
Das 7. Trierer Waldforum stieß in der Europahalle auf großes Interesse. Rund 500 bis 600 Besucher: innen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis folgten der Einladung, um unter dem Motto „AUF DEM HOLZWEG!? Mit Holznutzung und verstärktem Holzbau unterwegs zu mehr Klimaschutz und gesunden Wäldern?“ zentrale Fragen zur Zukunft von Wald, Holzbau und nachhaltigem Bauen zu diskutieren.
Der Studiengang Architektur des Campus Gestaltung war mit einer umfangreichen und regen besuchten Ausstellung von Studierendenarbeiten zum Thema Holzbau vertreten. Die Projekte zeigten anschaulich, wie sich der nachwachsende Rohstoff Holz konstruktiv, gestalterisch und kreislaufgerecht einsetzen lässt und welchen Beitrag Lehre und Forschung zur Weiterentwicklung nachhaltiger Bauweisen leisten.
Holzbau im Fokus: Chancen für Klimaschutz, Wald und nachhaltiges Bauen
Einen besonderen inhaltlichen Akzent setzte Prof. Petra Riegler-Floors, Professorin für Zirkuläres Bauen, Konstruktion und Material an der Hochschule Trier. In ihrem Vortrag stellte sie die Holznutzung aus einer zirkulären Perspektive vor und betonte, dass Holzbau, Energiewende und Klimaschutz zusammengedacht werden müssen. Holz solle möglichst lange im Nutzungskreislauf verbleiben und vor einer energetischen Verwertung mindestens zweimal genutzt werden. Sie fordert: "Wir müssen weniger bauen und aufhören, Holz zu verbrennen!“
Darüber hinaus brachte Prof. Riegler-Floors ihre Expertise in die Podiumsdiskussion ein. Gemeinsam mit Bundesbauministerin Verena Hubertz, Klimaschutzministerin Katrin Eder, Prof. Dr. Jürgen Bauhus (Universität Freiburg), Sven Selbert (NABU) und Moritz Petry (Deutscher Forstwirtschaftsrat) diskutierte sie die Rolle des Holzbaus für das Erreichen der Klimaziele sowie die zukünftige Nutzung und den Schutz der Wälder. Die Diskussion wurde von Dr. Tanja Busse moderiert.
Zum Abschluss zog Forstamtsleiter Gundolf Bartmann ein positives Fazit. Die große Resonanz zeige das breite Interesse an Wald, Umwelt und nachhaltiger Holznutzung. Organisiert wurde das 7. Waldforum von den Landesforsten Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Trier. Die Veranstaltung verdeutlichte, dass nachhaltiger Holzbau nur im Zusammenspiel mit verantwortungsvoller Waldwirtschaft, geeigneten politischen Rahmenbedingungen und innovativen Ansätzen aus Forschung und Lehre gelingen kann – ein Zusammenspiel, zu dem die Hochschule Trier mit ihrer Expertise im Bereich Holzbau und zirkuläres Bauen einen wesentlichen Beitrag leistet.
Eine Aufzeichnung der Veranstaltung findet sich hier.
Der Trierer Volksfreund berichtet.
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