Begleitet wurden sie dabei von Studiengangsleiter Prof. Christian Bruns, der die Aktivitäten des Studiengangs im Rahmen der Berlin Fashion Week koordinierte und organisierte.
Die Beteiligung an etablierten Formaten wie der Berliner Salon und Berlin Curated unterstreicht die überregionale Präsenz des Studiengangs und zeigt zugleich die Qualität und Eigenständigkeit der Ausbildung am Campus Gestaltung der Hochschule Trier.
Melanie Limberg – „The Garden of Forgotten Things“ im Berliner Salon
Eine besondere Bühne erhielt die Masterstudentin Melanie Limberg mit ihrer Arbeit „The Garden of Forgotten Things“ im Rahmen des Berliner Salon in der Orangerie des Schloss Charlottenburg.
Melanie Limbergs Masterarbeit entstand im Rahmen des Semesterprojekts Master Entwurfsprojekt 4 | Digitales Gestalten – 3D Entwurf – DOB Modedesign bei Prof. Dipl.-Des. Christian Bruns.
„The Garden of Forgotten Things“ ist eine poetische Auseinandersetzung mit dem Verlorenen, dem Verblassten und dem, was in der Erinnerung weiterwächst.
Die Kollektion verwebt florale Elemente, kindliche Assoziationen und theatralische Überzeichnungen zu einer emotional aufgeladenen Modewelt – irgendwo zwischen Traum und Vergangenheit.
Der Berliner Salon gehört zu den wichtigen Förder- und Präsentationsplattformen der deutschen Modebranche. Das Format präsentiert ausgewählte Designer:innen und versteht sich als Plattform für zeitgenössisches, zukunftsorientiertes Modedesign und hochwertige Gestaltung. In der Ausgabe 2026 wurde der Salon erneut in einem musealen Kontext präsentiert: In der Gemäldegalerie am Kulturforum traten zeitgenössische Modeentwürfe in einen direkten Dialog mit Meisterwerken der europäischen Kunstgeschichte. Die Ausstellung wurde von der Berliner Senatsverwaltung gefördert und von Christiane Arp, Vorstandsvorsitzende des Fashion Council Germany, geleitet.
Christiane Arp zählt zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Modebranche. Sie war 17 Jahre lang Chefredakteurin der deutschen Ausgabe der Vogue und prägte in dieser Funktion die Wahrnehmung deutscher Mode maßgeblich. Heute engagiert sie sich insbesondere für die Förderung junger Designer:innen und die Weiterentwicklung des deutschen Modestandorts. DER BERLINER SALON wurde von ihr gemeinsam mit dem Veranstalter Marcus Kurz initiiert und hat sich zu einer wichtigen Plattform für deutsche Nachwuchs- und Independent-Designer:innen entwickelt.
Nils Krapf - „MÄRCHENKÖNIG“ in der Show von Berlin Curated
Auch bei Berlin Curated war der Studiengang Modedesign der Hochschule Trier vertreten. Masterstudent Nils Krapfpräsentierte Outfits aus seiner Masterthesis „MÄRCHENKÖNIG – a tale of castles, closets & kinks“, betreut von Prof. Dirk Wolfes und Dorothe Follmann.
In seiner Masterthesis setzt sich Nils Krapf mit der Figur Ludwig II. von Bayern, dessen Faszination für militärische Macht, heroische Männlichkeit und historische Inszenierung auseinander.
Unter dem Titel „MÄRCHENKÖNIG – a tale of castles, closets & kinks“ untersucht die Arbeit, wie Macht, Männlichkeit und gesellschaftliche Rollen durch Kleidung konstruiert und performativ dargestellt werden.
Militärische Ästhetiken werden dabei nicht als funktionale Bekleidung verstanden, sondern als Inszenierung von Stärke, Autorität und Kontrolle. Verzerrte Proportionen, dekorative Ärmelaufschläge und Trompe-l’œil-Jacquards erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Rüstung und Illusion. Autorität erscheint dadurch nicht als unveränderliche Eigenschaft, sondern als fragile Konstruktion.
Aus einer queeren Perspektive thematisiert die Arbeit den gesellschaftlichen Druck, dominante Vorstellungen von Männlichkeit zu erfüllen, um Anerkennung und Sicherheit zu erfahren. Die Uniform wird dabei zugleich zu Schutzschild und Maske – einer äußeren Konstruktion, hinter der sich Unsicherheit, Sehnsucht und Verletzlichkeit verbergen.
Berlin Curated ist ein vergleichsweise neues Förderformat der Berlin Fashion Week, das sich gezielt der Förderung aufstrebender Modetalente aus ganz Deutschland widmet. Ausgewählte Studierende und Alumni erhalten eine professionelle Präsentationsplattform und die Möglichkeit, ihre Arbeiten im Rahmen einer kuratierten Runway Show einem nationalen und internationalen Fachpublikum vorzustellen. Ergänzt wird das Format durch Networking, Showroom- und Mentoring-Angebote.
Modedesign aus Trier auf überregionalen Bühnen
Die Beteiligung von Melanie Limberg und Nils Krapf an den Formaten der Berlin Fashion Week zeigt eindrucksvoll, dass die Arbeiten des Studiengangs Modedesign der Hochschule Trier auch außerhalb der Hochschule und der Region wahrgenommen werden.
Dabei geht es nicht allein um die Präsentation fertiger Kleidungsstücke. Die Arbeiten zeigen vielmehr die Bandbreite des Studiengangs: von digitalem 3D-Entwurf und experimenteller Gestaltung über konzeptionelles Arbeiten bis hin zu gesellschaftlich relevanten und persönlichen Fragestellungen.
Dass studentische Arbeiten auf Plattformen wie dem Berliner Salon und Berlin Curated präsentiert werden, ist zugleich ein wichtiger Schritt beim Übergang vom Studium in die professionelle Modebranche. Beide Formate verstehen sich ausdrücklich als Förderplattformen für junge Talente und schaffen Möglichkeiten für Kontakte zu Presse, Industrie und internationalen Akteur:innen der Modewelt.
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