Hochschule Trier

Promotionsrecht offiziell verliehen

Namen v.l.n.r.: Prof. Dr. Karl Stoffel (HS Koblenz), Prof. Dr. Antje Krause (TH Bingen), Clemens Hoch, Prof. Dr. Hans-Joachim Schmidt (HS Kaiserslautern), Prof. Dr. Dorit Schumann (HS Trier) / ©MWG/Kristina Schäfer

Festakt in Mainz markiert neuen Meilenstein für Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Mit einem Festakt im Großen Sitzungssaal des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz in Mainz hat Wissenschaftsminister Clemens Hoch heute das Promotionsrecht an drei Promotionscluster der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) verliehen. Grundlage ist die Novellierung des rheinland-pfälzischen Hochschulgesetzes sowie eine entsprechende Verordnung, mit der die Landesregierung die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen hat: Nach erfolgreicher Antragstellung können HAWs in ausgewählten Fachrichtungen eigenständige Promotionsverfahren durchführen und Doktorgrade verleihen.

Bislang waren Promotionen in Rheinland-Pfalz für Hochschulen für angewandte Wissenschaften ausschließlich in Kooperation mit Universitäten möglich. Mit der nun erfolgten Verleihung wird ein bedeutender Schritt für die wissenschaftliche Entwicklung und die strukturelle Sichtbarkeit dieses Hochschultyps vollzogen. In der ersten Antragsrunde konnten drei HAW-Promotionscluster eine Begutachtungskommission sowie das Ministerium überzeugen.

Auch die Hochschule Trier ist an allen drei bewilligten Promotionsclustern beteiligt und übernimmt im Cluster „Angewandte Informatik“ die koordinierende Rolle. Beteiligt sind hier neben der Hochschule Trier die Hochschule Kaiserslautern, die Hochschule Koblenz und die Hochschule Mainz. Im Cluster „Medical and Environmental Life Sciences“ liegt die Federführung bei der Hochschule Kaiserslautern. Weitere beteiligte Hochschulen sind die Technische Hochschule Bingen, die Hochschule Koblenz sowie die Hochschule Trier. Das Cluster „Nachhaltige Technik und Naturwissenschaften“ wird von der Hochschule Koblenz koordiniert. Hier wirken die Technische Hochschule Bingen, die Hochschule Kaiserslautern, die Hochschule Mainz sowie die Hochschule Trier mit.

Wissenschaftsminister Clemens Hoch würdigte in seiner Ansprache die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der beteiligten Hochschulen: 

„Dass auf den ersten Schlag fünf Fachrichtungen das Promotionsrecht erhalten, freut mich und ist ein Meilenstein für die weitere Entwicklung unseres Hochschulstandorts. Die neuen Promotionscluster verbinden wissenschaftliche Qualität und Tiefe mit gesellschaftlicher Wirkung. Sie bieten innovative Forschung und eine enge Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft. Damit sind sie besonders attraktiv für Doktorandinnen und Doktoranden, die Theorie und Praxis miteinander verknüpfen wollen.“

„Mit dem eigenständigen Promotionsrecht für forschungsstarke Bereiche an Hochschulen für angewandte Wissenschaften wird eine Lücke in Rheinland-Pfalz geschlossen. Für Studierende und Forschende eröffnen sich neue Perspektiven und die praxisorientierte Hochschulbildung wird gestärkt. Der Start mit drei Promotionsclustern belegt die hohe Forschungsqualität und das große Engagement der Professorinnen und Professoren“, erklärt Professorin Antje Krause, stellvertretende Vorsitzende der Landeshochschulpräsidentinnen- und-präsidentenkonferenz (LHPK).

Im Anschluss überreichte Minister Hoch die Urkunden an die Leitungsgremien und Präsidien der drei Promotionscluster. 

Professorin Dorit Schumann, Präsidentin der Hochschule Trier, betonte:

„Die offizielle Verleihung des Promotionsrechts markiert einen Meilenstein in der Entwicklung unserer Hochschule. Sie ist Ausdruck der hohen wissenschaftlichen Qualität unserer Professorinnen und Professoren und eröffnet im wissenschaftlichen Karriereweg neue Perspektiven in einem strukturierten, qualitätsgesicherten Promotionsumfeld. Dass wir in allen drei Clustern vertreten sind und im Bereich Angewandte Informatik die koordinierende Verantwortung tragen, zeigt die Breite und Leistungsfähigkeit unserer Forschung.“

Professor Henrik te Heesen, Vizepräsident für Forschung der Hochschule Trier, ergänzt:

„Die heutige Verleihung ist das Ergebnis eines mehr als vierjährigen, intensiven Vorbereitungsprozesses, in dem wir beharrlich an den hohen Qualitätsstandards für dieses neue Kapitel gefeilt haben. Es erfüllt uns mit Freude, dass die spezifische Stärke der Hochschulen für angewandte Wissenschaften – die enge Verzahnung von herausragender Forschung und direkter praktischer Anwendung – nun auch formal in einem eigenständigen Promotionsrecht mündet. Wir schaffen damit einen akademischen Qualifizierungsweg, der wissenschaftliche Tiefe mit der Lösung realer, gesellschaftlicher und technischer Herausforderungen vereint."

Mit der feierlichen Urkundenübergabe beginnt nun die konkrete Umsetzung der Promotionsverfahren innerhalb der Cluster. Die Hochschule Trier wird die Entwicklung transparenter Strukturen, verbindlicher Qualitätsstandards und nachhaltiger Kooperationen im Land weiterhin aktiv mitgestalten und so zur Stärkung des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Rheinland-Pfalz beitragen.

Namen v.l.n.r.: Prof. Dr. Andreas Biesdorf, Prof. Dr.-Ing. Percy Kampeis, Prof. Dr. Henrik te Heesen, Prof. Dr.-Ing. Michael Wahl, Clemens Hoch, Dr. Juliane Tatarinov, Prof. Dr. Dorit Schumann, Prof. Dr. Klaus-Peter Koch, Prof. Dr.-Ing. Matthias Vette-Steinkamp, Prof. Dr. Stefan Naumann / ©MWG/Kristina Schäfer
©MWG/Kristina Schäfer
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