Schumann beschreibt, dass ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften eine solide Grundlage für ihre heutige Tätigkeit geschaffen hat. Was ihr im Studium noch fehlte, war vor allem interkulturelle Erfahrung – eine Kompetenz, die sie später unter anderem als Vizepräsidentin der Deutsch-Jordanische Universität in Amman sowie durch ihre Forschung im Bereich humanitärer Logistik vertiefen konnte. Entscheidungen in Leitungsfunktionen, so Schumann, entstehen heute nicht allein rational, sondern im Zusammenspiel von Kopf, Bauch und Herz.
Prägend war für sie auch ein Forschungsaufenthalt als Visiting Scholar an der Rutgers University in Newark (New Jersey). Besonders beeindruckt habe sie dort die Offenheit und Gastfreundschaft im internationalen akademischen Umfeld – Erfahrungen, die sie heute bewusst in die Willkommenskultur ihrer eigenen Hochschule einbringt.
Auch ihre Lektüre spiegelt wissenschaftliche und persönliche Orientierungspunkte wider: Besonders geprägt hat sie das Buch „The Challenge for Africa“ der kenianischen Nobelpreisträgerin Wangari Maathai, das für sie sowohl als Frau in einer Führungsposition als auch in ihrem Forschungsfeld wichtige Impulse gesetzt hat.
Mit einem politischen Appell endet ihr kurzer Fragebogen: Als ehemalige Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz für Transfer und Nachhaltigkeit stellt Schumann die Frage an die Bundesregierung, welchen Stellenwert diese Themen künftig in der deutschen Wissenschaftspolitik einnehmen werden.
Den vollständigen Beitrag lesen Sie im Interviewformat der ZEIT:
„3½ Fragen an… Dorit Schumann“.
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