Campus Gestaltung

Ausstellung "Der Tod und Wir – Erinnerungskultur in Raum und Zeit"

"Bongard" ©Frank Burelbach

Wie lässt sich Erinnerungskultur heute gestalten? Was ist angemessen, was ist zeitgemäß? Im Rahmen eines Seminars setzten sich Masterstudierende aus der Fachrichtung Architektur der Hochschule Trier konzeptionell mit der Thematik der Erinnerungskultur auseinander und entwickelten neue Ausdrucks- und Gestaltungsformate für eine zeitgemäße Bestattungskultur.

Donnerstag | 17.06.2021 || Vernissage ||| 18:30 Uhr
Ausstellung 2. OG | TUFA e.V.| Eintritt frei

Ausstellungsdauer: 17.06. bis 11.07.2021

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr: 14:00 bis 17:00 Uhr
Do: 17:00 bis 20:00 Uh, Sa, So und Feiertage: 11:00 bis 17:00 Uhr


Besucher*innen können sich ihren Ausstellungstermin unkompliziert über www.ticket-regional.de buchen und kostenfrei zum gewünschten Zeitpunkt vorbeikommen. Das Ticket kann sowohl auf dem Smartphone oder in gedruckter Form mitgebracht werden.
(Buchbar ab 3. Mai – Der genaue Link wird hier noch bekanntgegeben)

Der Umgang mit Verstorbenen und einer angemessenen Erinnerungskultur unterscheidet sich im religiösen, aber auch internationalen Kontext. Die Bestattungskultur in Deutschland und in Europa ist schon seit einigen Jahrzehnten tiefen Veränderungen unterworfen. Traditionelle Bestattungsformen weichen immer mehr individualisierten und pluralisierten Formen der Beisetzung mit verschiedensten Kombinationen neuer Rituale. In der Vielfalt des Umgangs mit Tod und Sterben spiegelt sich der soziokulturelle Wandel einer Gesellschaft wieder, die von digitalen Medien beeinflusst und zunehmender Mobilität und Individualität geprägt ist. Das hat Auswirkung auf jedem Gebiet dieser Kultur, auf die Gebäude, angefangen bei den Kirchen, über die Leichenhallen bis hin zu den Krematorien, auf die Friedhöfe, die unterschiedlichste Grabformen anzubieten und unterschiedliche Beerdigungsformate zu ermöglichen haben. Kommunen müssen sich Gedanken über die Modernisierung von Friedhofsordnungen machen, müssen landschaftsgärtnerische Konzepte entwickeln, und demnächst auch klimaneutral agieren und nachhaltigen Anforderungen entsprechen.

Unter der Betreuung von Prof. Andrea Wandel und Prof. Dr. Matthias Sieveke setzten sich Architekturstudierende theoretisch und konzeptionell mit der komplexen Thematik auseinander. In einer theoretischen Annäherung wurden Bestattungsformen und Riten im internationalen Kontext und Bauliche Beispiele analysiert. Aufbauend auf diesen Grundlagen konnten die Studierenden mit eigenen Ideen neue Ausdrucks- und Gestaltungsformate suchen, die den zeitgemäßen Ansprüchen an eine würdige Bestattungskultur gerecht werden. Entstanden sind visionäre Objekt- und Raumkonzepte, die im Rahmen der Ausstellung „Der Tod und Wir“ präsentiert werden.

Ort: TUFA – Kultur- und Kommunikationszentrum, 2. OG Wechselstr. 4-6, 54290 Trier
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