Fachgebiete

Geschäftsprozessmodellierung und Workflowmanagement

Analyse, Dokumentation und Modellierung betrieblicher Abläufe werden nicht erst seit dem Aufkommen von Workflowmanagementsystemen (WFMS) betrieben, sondern stehen unabhängig davon im Mittelpunkt betriebswirtschaftlicher Betrachtungen. Während sich die Geschäftsprozessmodellierung (GPM) vorrangig mit dem Ziel organisatorischer Änderungen in Unternehmen beschäftigt, fand die Entwicklung von WFM-Systemen mit dem Ziel der Einführung prozessorientierter, betrieblicher Anwendungssysteme statt. Die beiden Forschungsgebiete haben sich zunächst unabhängig voneinander entwickelt, da sie aus verschiedenen Richtungen (BWL bzw. Informatik) vorangetrieben wurden und unterschiedliche primäre Zielrichtungen hatten. Eine Kombination der beiden Ansätze GPM und WFM zu einem durchgängigen Ansatz von der Modellierung über die Analyse und Simulation von Geschäftsprozessen bis hin zu deren Ausführung wurde erst Mitte der 90er Jahre in der Literatur zum Gegenstand der Diskussion gemacht. Diese Kombination von GPM und WFM wird oft auch als ganzheitliches Geschäftsprozessmanagement (GPM) bezeichnet.

Geschäftsprozessmodellierung beschreibt Abläufe in Unternehmen auf einer hohen Abstraktionsebene und verbirgt Details über die darunterliegende technologische Infrastruktur. Aus Sicht der GPM stellt WFM eine konsequente Weiterführung im Sinne einer direkten Umsetzung der optimierten Geschäftsprozesse durch prozessorientierte Anwendungssysteme dar. Hauptvorteil von WFMS ist hierbei die flexible Anpassung der Anwendungssysteme bei einer Änderung des unterstützten Geschäftsprozesses.

1. April 2015