Exkursion zum US-Klinikum Weilerbach
Begleitet von Prof. Dr.-Ing. Stefan Wilhelm
In der ersten Woche stand ein Highlight auf dem Programm: der Besuch der Baustelle des neuen US-Klinikums bei Weilerbach – dem größten US-Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten. Dieses bedeutende Bauprojekt wird in Nachbarschaft zur Air Base Ramstein errichtet und umfasst ein Krankenhaus mit umfassender Infrastruktur und modernster Technik.
Die Studierenden erhielten vor Ort einen Eindruck von den Dimensionen und Herausforderungen eines so großen Bauprojektes. Mit einer Bruttogeschossfläche von mehr als 190.000 m², rund 4.680 Räumen und 120 Behandlungszimmern entsteht hier ein umfangreicher Gebäudekomplex, der später mehrere tausend Mitarbeitende beschäftigen wird.
Im Fokus standen vor allem die gebäudetechnischen Aspekte der Versorgung, Energie- und Brandschutztechnik in einem Krankenhausumfeld. So ermöglichte die Exkursion einmalige Einblicke in technische Planungsprozesse und die Herausforderungen der technischen Gebäudeausrüstung bei Großprojekten.
Besuch am Flughafen Frankfurt am Main
Begleitet von Prof. Dr.-Ing. Beate Massa
In der darauffolgenden Woche startete eine Gruppe interessierter Studierender zum Flughafen Frankfurt am Main, einem der größten Verkehrsdrehkreuze Europas. Hier erhielten die Teilnehmenden exklusive Einblicke in die technischen Anlagen des Flughafens.
Der Rundgang begann in einer modernisierten Lüftungszentrale von Terminal 1, wo Ventilatoren und Wärmerückgewinnungssysteme ebenso begutachtet wurden wie alte, historisch geprägte Technikzentralen. Besonders beeindruckend war die Besichtigung einer der längsten Lüftungszentralen Europas im Terminal 2 mit etwa 800 m Anlagenlänge.
Auch zentrale Brandschutzsysteme wie Brandmeldezentrale, Sprinklertechnik und Feuerwehrinformationszentralen standen im Fokus. Insgesamt bot der Tag eine ideale Ergänzung zum theoretischen Unterricht und vertiefte das Verständnis für anspruchsvolle gebäudetechnische Systeme.
Perspektive und Praxisbezug
Die Exkursionen im Januar zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und anspruchsvoll gebäudetechnische Systeme in der Praxis sind. Ob im Flughafenbetrieb oder auf einer Großbaustelle – die Studierenden konnten live erleben, wie theoretisches Wissen in realen, technisch hoch komplexen Umgebungen angewendet wird. Solche praktischen Erfahrungen sind ein unschätzbarer Baustein in der Ausbildung angehender Ingenieurinnen und Ingenieure der Technischen Gebäudeausrüstung und stärken das Verständnis für technische Zusammenhänge weit über den Hörsaal hinaus.
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