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Die Absolventin Chun Chang war Artist-in-Residence bei der Françoise-van-den-Bosch-Stiftung

Großer Erfolg die Absolventin des Campus Edelstein und Schmuck: Chun Chang wurde für das renommierte Artist-in-Residence-Programm der Françoise-van-den-Bosch-Stiftung in Amsterdam ausgewählt. Während ihres Aufenthalts entwickelte sie eine neue Serie von Arbeiten aus Holz und präsentierte ihre Werke in einer Ausstellung.

Chun Chang, Absolventin des Masterstudiengangs „Edelstein und Schmuck“ am Campus Idar-Oberstein, wurde 2026 für das Artist-in-Residence-Programm der renommierten Françoise-van-den-Bosch-Stiftung in Amsterdam ausgewählt. Seit 1980 setzt sich die Stiftung für die Förderung und Bekanntmachung zeitgenössischer Schmuckkunst ein und lädt jedes Jahr einen internationalen Künstler zu einem mehrmonatigen Arbeitsaufenthalt ein. Chang reiht sich damit in eine Riege renommierter Künstler*innen ein, die in den letzten Jahren am Residenzprogramm teilgenommen haben.

Für Chang bedeutete die Einladung zudem eine Rückkehr an einen vertrauten Ort. Sie hatte zuvor von 2013 bis 2017 an der Gerrit-Rietveld-Akademie in Amsterdam Schmuckdesign studiert und war daher schon seit vielen Jahren mit der Stiftung vertraut. Während eines Praktikums an der Estnischen Kunstakademie stieß sie auf die Ausschreibung für das Residenzprogramm und beschloss spontan, sich zu bewerben. Dass sie tatsächlich ausgewählt wurde, kam für sie völlig überraschend: „Ich habe die E-Mail dreimal gelesen, um sicherzugehen, dass ich sie richtig verstanden hatte – und habe dann in meinem Zimmer einen kleinen Freudentanz aufgeführt“, sagt sie.

Für die Residenz entwickelte Chang ein eigenständiges künstlerisches Konzept, das bewusst mit ihrer bisherigen Arbeit mit Edelsteinen brach. Da es vor Ort nicht möglich war, mit Stein zu arbeiten, entschied sie sich für Holz als Material und widmete sich kleinen Schnitzarbeiten. Ausgangspunkt für ihre Recherche waren japanische Netsuke sowie niederländische Holzschnitztraditionen, wie beispielsweise die Herstellung von Holzschuhen oder der historische Schiffbau. Ihr Interesse galt insbesondere den kulturellen Verbindungen zwischen den Niederlanden und Asien sowie den Geschichten, die in Materialien, Handwerkskunst und Handelsbeziehungen verankert sind. Zudem führte sie weitere Recherchen in Museen und Archiven in Amsterdam durch.

Neben ihrer künstlerischen Arbeit umfasste das Residenzprogramm auch einen öffentlichen Vortrag für den Fachbereich „Jewellery Linking Bodies“ an der Gerrit-Rietveld-Akademie sowie eine Ausstellung im Projektraum „Achter De Ramen“ auf der Insel Borneo in Amsterdam. Während ihres Aufenthalts arbeitete Chang kontinuierlich an neuen Werken, besuchte Museen, Ausstellungen und Veranstaltungen der Kunstszene und nutzte die Zeit, um neue Inspiration für ihre künstlerische Entwicklung zu sammeln.

„Das Residenzprogramm gab mir die Zeit, einen Gang herunterzuschalten, zu beobachten und meine künstlerische Praxis anhand eines völlig anderen Materials zu überdenken. Ich wollte meine Arbeit im Atelier mit neuen Eindrücken aus der Außenwelt verbinden“, beschreibt sie ihren Ansatz. Besonders inspirierend fand sie die vielfältige Amsterdamer Kunstszene und den Austausch mit anderen Künstler*innen. Gleichzeitig war die Rückkehr an ihre ehemalige Hochschule auch ein emotionaler Moment: „Das hat mich dazu gebracht, über meinen eigenen Weg nachzudenken. Es war ein bedeutungsvoller Moment, und ich war sehr dankbar für diese Gelegenheit.“

Chang schloss 2025 ihren Master of Fine Arts im Fach Edelsteine und Schmuck am Standort Idar-Oberstein der Fachhochschule Trier ab. Zuvor studierte sie an der Gerrit-Rietveld-Akademie in Amsterdam und an der Nationalen Pädagogischen Universität Taipeh in Taiwan.

Ihre Auswahl für das Residenzprogramm der Françoise-van-den-Bosch-Stiftung unterstreicht das internationale Niveau der Absolvent*innen des Campus Edelstein und Schmuck und stärkt die engen Verbindungen des Studiengangs zur internationalen Schmuck- und Kunstszene.

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