OPTOMON

Temperaturgeregelte optische Neurostimulation für die minimalinvasive Chirurgie

Grafik: ChatGPT

Nervenschädigungen zählen zu den wesentlichen Risiken chirurgischer Eingriffe und können insbesondere bei Operationen im Bauch- und Beckenraum zu dauerhaften Funktionsstörungen führen. Das Projekt OPTOMON entwickelt deshalb ein neuartiges Verfahren zur Überwachung gefährdeter Nerven während minimalinvasiver und roboterassistierter Operationen. Im Unterschied zum etablierten elektrischen Neuromonitoring erfolgt die Nervenstimulation durch gepulste Infrarot-Laserstrahlung. Die Laserpulse sollen über das optische System eines Endoskops oder einer robotischen Operationsplattform zum Gewebe geleitet werden. Dadurch kann die Nervenfunktion regelmäßig kontrolliert werden, ohne den Operationsablauf durch zusätzliche Instrumentenwechsel zu unterbrechen. Eine zentrale wissenschaftlich-technische Herausforderung ist die präzise Dosierung der eingebrachten Energie: Während eine zu geringe Energie keine zuverlässige Stimulation auslöst, kann eine zu hohe Energie das Nervengewebe thermisch schädigen. OPTOMON kombiniert die optische Stimulation daher mit einer kontinuierlichen Temperaturmessung und einer automatischen Regelung der Laserleistung. Aufbauend auf erfolgreichen Laborvorarbeiten werden zunächst ein temperaturgeregelter Prototyp entwickelt und an Gewebepräparaten validiert. Anschließend folgen präklinische Untersuchungen, die Integration der Technologie in starre Endoskope und eine abschließende Evaluation unter operationsnahen Bedingungen. Ziel ist ein endoskopisch integrierter Demonstrator mit Technologiereifegrad 5. Die Ergebnisse sollen langfristig in Komponenten für Hersteller von Endoskopen, chirurgischen Robotiksystemen und Neuromonitoring-Lösungen überführt werden. Das Projekt verbindet damit medizintechnische Forschung, Patientensicherheit und wirtschaftlichen Technologietransfer.

Gefördert durch Kofinanziert von der Europäischen Union und dem Land Rheinland-Pfalz
Im Programm EFRE 2021–2027 Rheinland-Pfalz – Inwertsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen (FPG 367)
Fördersumme 351.974 €; Anteil der Hochschule Trier: 299.178 €
Laufzeit Juli 2026 - Juni 2029

Projektleitung der Hochschule Trier:

Prof. Dr. Klaus Peter Koch
Professor FB Technik

Kontakt

+49 651 8103-514
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Standort

Schneidershof | Gebäude C | Raum 1

Sprechzeiten

Bitte Sprechzeiten über StudIP reservieren. Vorlesungsfreie Zeit: nach Vereinbarung per E-Mail
Florian Felix Keller
Beschäftigter FB Technik

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Schneidershof | Gebäude Campus | Raum allg.
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