Forschungsdatenmanagement an der Hochschule Trier

Professionelles Forschungsdatenmanagement gewinnt an Hochschulen für angewandte Wissenschaften zunehmend an Bedeutung. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Forschungsdaten gehört zum Kodex der guten wissenschaftlichen Praxis und wird zunehmend von Forschungsförderern (z.B. EU, DFG, BMBF) bereits bei der Antragsstellung verlangt. Aus beiden Strängen ergeben sich neue Herausforderungen für die Forschenden. Die Hochschule Trier nimmt sich diesem Thema an und unterstützt die Forschenden mit Beratungs- und Serviceangeboten.

Foto: James Lee via Unsplash

Was sind Forschungsdaten?

Forschungsdaten sind alle digitalen Daten, die in einem Forschungsprojekt erhoben werden. Dies können sein:

  • Messergebnisse
  • Interviews
  • Labordaten
  • Bilder
  • Texte
  • Audio- und Videoaufnahmen
  • und vieles mehr.

Was ist Forschungsdatenmanagement?

Forschungsdatenmanagement beschreibt den Umgang mit erhobenen, ausgewerteten, analysierten und (zuletzt) veröffentlichten Forschungsdaten. Grundlegende Kenntnisse im Forschungsdatenmanagement werden während des gesamten Forschungsdaten-Lebenszyklus benötigt. Forschungsdatenmanagement beginnt bereits bei der Projektplanung und der Antragsstellung, streckt sich über die Datenerhebung, -aufbereitung und -analyse bis hin zur Publikation, der Archivierung und Nachnutzung durch Dritte.

Warum überhaupt Forschungsdatenmanagement?

Es ergeben sich viele Vorteile durch ein hochwertiges Forschungsdatenmanagement:

  • Minimierung doppelter Arbeitsschritte und Datenverluste
  • Rechtliche Sicherheit beim Datenschutz (z. B. Einhaltung der DSGVO)
  • Erfüllung der Anforderung von Drittmittelgebern (z. B. EU, DFG, BMBF)
  • Festlegung einheitlicher Strukturen und Handhabung in Forschungsteams und in Verbundprojekten
  • Einhaltung der Forschungsleitlinien der Hochschule Trier
  • Gewährleistung der Zugänglichkeit, Nachprüfbarkeit und Nachnutzbarkeit für Dritte nach den FAIR-Prinzipien
  • Werbung für die Hochschule durch öffentlich zugängliche Publikation und einer Open Science-Mentalität
Forschungsleitlinien und Kodex der guten, wissenschaftlichen Praxis

Forschungsleitlinien und Kodex der guten, wissenschaftlichen Praxis

Gute wissenschaftliche Praxis zeichnet sich durch Qualität in der Forschung, wissenschaftliche Integrität sowie Vertrauenswürdigkeit  und Nachvollziehbarkeit aus. Aus diesen Gründen hat der Senat am 06.07.2022 eine verbindliche Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis beschlossen. Diese Satzung ist fester Bestandteil von Lehre und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Eine Lesefassung der Leitlinien der Hochschule Trier finden sie hier.

Mit diesen Leitlinien wird zudem der Kodex der DFG „Leitlinien guter wissenschaftlicher Praxis“ rechtsverbindlich umgesetzt. Dies ist Voraussetzung, um Fördermittel durch die DFG zu erhalten.

Die FAIR-Prinzipien

Die FAIR-Prinzipien

Zentrale Forderung des Forschungsdatenmanagements ist, dass Forschungsdaten den sogenannten FAIR-Prinzipien folgen. Dies bedeutet im Einzelnen, dass Forschungsdaten folgenden Anforderungen entsprechen müssen:

F für Findable: Die (Meta)Daten müssen mittels einem persistenten Identifikator leicht auffindbar sein.

A für Accessible: Die Daten werden langfristig, z. B. in einem Repositorium gespeichert und sind je nach Lizenz- und Zugriffsbedingungen leicht zugänglich. Dazu werden die verwendeten Methoden bzw. Werkzeuge beschrieben bzw. sind sogar beigefügt.

I für Interoperable: Die Daten liegen in offenen Datenformaten vor, in welchen sie maschinell mit anderen Datensätzen (re-)kombinierbar sind.

R für Reusable: Die Daten liegen in einer Form (z. B. offene Lizenzen oder Fachstandards) vor, in welcher sie für nachfolgende Forschung bzw. maschinelle Weiterverarbeitung genutzt werden können.

Unser Service- und Beratungsangebot

Unser Service- und Beratungsangebot

Das Service- und Beratungsangebot richtet sich standortübergreifend an alle Forschungsinteressierten der Hochschule Trier, an Bachelor- und Masterstudierende, Promovierende und wissenschaftliche Mitarbeiter:innen sowie Professor:innen. Sie erfolgt individuell je nach Bedarf online oder in einem persönlichen Gespräch vor Ort. Beraten wird über alle Themen des Forschungsdatenzyklus:

  • Im Rahmen der Antragstellung von Forschungsprojekten
  • Zur Erstellung von Datenmanagementplänen
  • Metadaten sowie Metastandards
  • Zur Speicherung und Archivierung von Forschungsdaten
  • Zur Veröffentlichung und Nachnutzung von Forschungsdaten.
Weiterführende Links

Landesinitiative Rheinland-Pfalz FDM.rlp

Verbundprojekt FDM@HAW.rlp

Weitere Informationen zu Forschungsdatenmanagement: forschungsdaten.info

Übersicht über Repositorien: https://www.fdmhawrlp.de/?page_id=447

 

Anja Nied
Anja Nied
Forschungsdatenmanagement-Scout

Kontakt

+49 6782 17-1352

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9916 | Raum 135

Sprechzeiten

Nach Absprache
Dr. Johannes Putzke
Dr. Johannes Putzke, Dipl.-Kfm.
Beschäftigter Präsidialbüro

Kontakt

+49 6782 17-1355

Standort

Birkenfeld | Gebäude 9917 | Raum 138

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