
Die Therapieberufe Ergotherapie und Logopädie bilden eine tragende Säule in der qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung von Personen aller Altersgruppen. Therapeut:innen treffen täglich Entscheidungen im Sinne ihrer Klient:innen bzw. Patient:innen, basierend auf dem Konzept der Evidenzbasierten Praxis und des Professional bzw. Clinical Reasonings (Haring & Siegmüller, 2018).
Ziel des Projekts ist die Integration von Fachwissen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Präferenzen der Klient:innen und Patient:innen zur bestmöglichen therapeutischen Versorgung. Ergotherapie und Logopädie sind essenziell für eine hochwertige Gesundheitsversorgung.
Die Umsetzung dieser Ansätze in Deutschland wird durch veraltete Ausbildungsverordnungen, unzureichende Akademisierung und strukturelle Hürden erschwert. Diese Barrieren werden für die Studierenden der Bachelorstudiengänge Ergotherapie (dual) und Logopädie (dual) bereits im Studium deutlich, vor allem in den Modulen der „Praktischen Studienphasen I und II“. In beiden Modulen soll die Implementierung aktueller Theorien, Diagnostik- und Interventionsverfahren in den therapeutischen Alltag, begleitet durch geschulte Mentor:innen, umgesetzt werden. Um als Mentor:in zu fungieren, benötigen praktizierende Therapeut:innen Nachweise über Kenntnisse der Evidenzbasierten Praxis und des Professional bzw. Clinical Reasonings. Fortbildungen zu diesen Themen sind jedoch kostspielig und werden selten angeboten. Als Folge stehen nur in wenigen therapeutischen Einrichtungen der Region geeignete Mentor:innen für die „Praktischen Studienphasen I und II“ zur Verfügung. Dies beeinträchtigt die Qualität der Lehre in der praktischen Ausbildung erheblich.
Mit dem Ziel die Lehrqualität maßgeblich zu erhöhen, möchten die Projektleiter:innen mit dem Projekt das Modulangebot so anpassen und erweitern, dass die Studierenden der Ergotherapie und Logopädie nicht nur auf die eigene praktische Tätigkeit als akademisierte Therapeut:innen vorbereitet, sondern als zertifizierte Mentor:innen für zukünftige Studierende ausgebildet werden. In der Rolle als Mentor:innen werden die Therapeut:innen weiterhin durch die Hochschule begleitet. Damit schaffen die Projektleiter:innen ein Netzwerk für eine zeitgemäße Ausbildung von Ergotherapeut:innen und Logopäd:innen mit dem Ziel, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung der Menschen in der Großregion Trier langfristig zu sichern.
| Laufzeit | Juli 2024 – März 2026 |
| Gefördert durch | Nikolaus Koch Stiftung |
| Fördersumme | 27.000 € |



Sie verlassen die offizielle Website der Hochschule Trier