
Das CoCARA-Projekt vertieft die DAAD-gestützte Kooperation zwischen dem Labor für Kognitive Systeme und Robotik der Hochschule Trier (Prof. Dr. Jürgen Graf) und dem Department Mechatronics Engineering and AI der Deutsch-Jordanischen Universität Amman (Prof. Sahar Qaadan) und überführt bisherige Austauschformate in wiederholbare Strukturen mit gemeinsamem Kurskonzept und definierten Anschlussmechanismen.
Technischer Kern
Ziel ist ein reproduzierbarer Demonstrator für Assistenzrobotik, der drei Module integriert: (i) sichere, assistive Bewegungsplanung unter Unsicherheit in dynamischen Umgebungen; (ii) semantische Szeneinterpretation mit Kontextverständnis für Alltagsszenarien; (iii) eine BCI- und AI-basierte Nutzendenschnittstelle zur robusten Intentionserfassung. Verknüpfendes Element ist die zuverlässige Überführung erfasster Nutzerintentionen in sichere Assistenzentscheidungen. Die Maßnahme bündelt die BCI- und AI-Expertise der GJU mit der Robotik- und Systemkompetenz Triers (Humanoid Robotics, „Wheelchair of the Future", Planung und Entwicklung kognitiver Systeme).
Team und Partner
Ein binationales Projektteam mit je drei Studierenden und vier Promovierenden setzt das Vorhaben um. Promovierende verantworten die Arbeitspakete Navigation, Szeneinterpretation, Integration sowie Evaluation/Safety; Studierende liefern wiederverwendbare Artefakte. Trierer Industriepartner schärfen Use-Cases und bewerten Ergebnisse im Review (Letters of Intent beigefügt).
Umsetzung
Es wird ein hybrides Vorgehen gewählt, nämlich die gemeinsame Spezifikation (Use-Cases, Metriken, Daten- und Ethik-Check für BCI) und anschließend Remote-Co-Development-Sprints im Simulation-first-Ansatz, wobei Hardware optional ist. Höhepunkt ist die Summer School an der GJU mit Integration, Hands-on-Labs und Demo-Day; ergänzend wird je ein einwöchiger On-Site-Kurs als Co-Teaching durchgeführt. Mobilitäten werden klimasensitiv auf Schlüsseltermine fokussiert.
Ergebnisse und Wirkung
Es entstehen ein erprobtes Materialpaket (Syllabus, Slides, Übungen, Bewertungsraster), ein gemeinsames Repository mit reproduzierbarer Umgebung sowie ein evaluierter Demonstrator. Strukturell adressiert das Vorhaben curriculare Anschlussfähigkeit, Co-Supervision von Abschlussarbeiten und einen mittelfristigen DFG-International-Antrag und stärkt die Potenzialbereiche Mobilität und assistive Medizintechnik.
| Konsortium | Prof. Dr. Jürgen Graf - Labor Kognitive Systeme und Robotik - FB Informatik - HAW Trier; Prof. Dr. Sahar Qadan - Mechatronics and AI - Department of Mechatronic Engineering - German Jordan University |
| Gefördert durch | DAAD; Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt |
| Im Programm | HAW International |
| Fördersumme | 83.350 €; Anteil der Hochschule Trier: 39.850 € |
| Laufzeit | Juni 2026 - Dezember 2026 |

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