
Die Shearografie (Electronic Speckle Pattern Shearing Interferometry, ESPSI) ist ein optisches, zerstörungsfreies Prüfverfahren, das berührungslos, flächenhaft und weitgehend materialunabhängig arbeitet. Durch jüngste Fortschritte in der räumlichen Phasenschiebe-Shearografie konnte die Robustheit erheblich gesteigert und eine industrielle Anwendbarkeit erreicht werden. Das vorliegende Projekt adressiert eine zentrale Limitation konventioneller Systeme: Eine lineare Vershearung führt bei rotationssymmetrischen und gekrümmten Bauteilen zu eingeschränkten Messbereichen und hohem Aufwand durch notwendige Umlagerungen. Im Rahmen des Projektes soll ein demonstratornaher Sensorkopf entwickelt werden, der unter realitätsnahen industriellen Bedingungen mit rotativem Shear validiert wird.
Das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung der optischen Messtechnik am Standort Trier und eröffnet zugleich wirtschaftliche Potenziale für regionale Unternehmen. Das neu entwickelte Verfahren soll die zerstörungsfreie Prüfung in sicherheitskritischen Anwendungsbereichen der Dichtungs-, Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtindustrie verbessern. Durch die frühzeitige Erkennung von Fehlern trägt es zudem zur Ressourcenschonung und zu einer nachhaltigeren Produktion bei.
| Konsortium | Technikum OGKB - Labor für Optische Messtechnik, Gerätebau, Konstruktion und Bauteiloptimierung, Fachbereich Technik |
| Gefördert durch | Kofinanziert von der Europäischen Union und dem Land Rheinland-Pfalz |
| Im Programm | EFRE 2021–2027 Rheinland-Pfalz – Inwertsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen (FPG 367) |
| Fördersumme | 289.883 €; Anteil der Hochschule Trier: 275.388 € |
| Laufzeit | Juli 2026 - Dezemer 2027 |

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