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Delightful Doing 2 – „Artistic Practice: Ways of Questioning the World“

Im Wintersemester 2026/27 präsentiert der Campus Edelstein und Schmuck in Idar-Oberstein erneut die fachübergreifende Vortragsreihe „Delightful Doing“ („Lust am Tun“), offen für Hochschulangehörige und interessierte Gäste von außerhalb.

„Delightful Doing“ ist eine interdisziplinäre, öffentliche Vortragsreihe, die vom Campus Edelstein & Schmuck in Idar-Oberstein organisiert und im Rahmen des Idar-Obersteiner FormDiskurs, einem Kulturprogramm, das sich der Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft, Kunst und der breiten Öffentlichkeit widmet, präsentiert wird. 

Sie findet jedes Wintersemester am Campus in der Saarstraße 2 in Idar-Oberstein statt und widmet sich jeweils einem wechselnden Thema, das künstlerisches Schaffen mit übergeordneten kulturellen, gesellschaftlichen und intellektuellen Fragen verbindet.

Eingeladene Künstler*innen, Forscher*innen und Denker*innen bringen ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen ein. „Delightful Doing“ steht Studierenden, Angehörigen der Hochschule und der breiten Öffentlichkeit offen und schafft einen Raum für Austausch und Diskussion. Die Vorträge werden auf Englisch gehalten und die Teilnahme ist kostenlos.

Artistic Practice: Ways of Questioning the World (Künstlerisches Schaffen: Wege, die Welt zu hinterfragen)

Was bedeutet es, durch künstlerische Praxis zu forschen? Welche Art von Wissen kann dabei entstehen? Die Offenheit des künstlerischen Prozesses – die Unvorhersehbarkeit seines Verlaufs und Ergebnisses sowie seiner Wirkung auf diejenigen, die mit dem Werk in Berührung kommen – birgt ein besonderes Potenzial für neue Erkenntnisse. Weitere Perspektiven ergeben sich, wenn verschiedene Disziplinen und Wissensformen aufeinandertreffen. Was geschieht, wenn ihre Methoden aufeinandertreffen? Welche neuen Fragen können sich aus diesen Begegnungen ergeben?

„Delightful Doing 2“ nähert sich diesen Überlegungen aus verschiedenen Blickwinkeln. Die vier Vorträge folgen weder einer festen Definition noch einem gemeinsamen Verständnis des Fachgebiets. Stattdessen bieten sie mögliche Antworten auf eine offene Frage: Was lässt sich auf diesen unterschiedlichen Wegen entdecken – und wie könnten sie unser Verständnis davon verändern, was Forschung sein kann?

Vortragende und Termine:

  • 28.10.2026, 18:30 Uhr – Jürgen Krause „Before the Work Begins“
    Jürgen Krause beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit Zeichnung, Objekten und Installationen und legt besonderen Wert auf Vorbereitung, handwerkliche Erfahrung und den bewussten Umgang mit Materialien. Tätigkeiten wie das Grundieren von Papier, das Ziehen von Linien oder das Schärfen von Werkzeugen bilden den Ausgangspunkt für einen offenen Arbeitsprozess. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Wissen und Ungewissheit: Vorbereitung schafft die Grundlage, bestimmt aber nicht das Ergebnis. Seine Arbeit fragt danach, welches Wissen notwendig ist, um sich auf das Unvorhersehbare einzulassen – und welches Wissen erst im Prozess entsteht.
  • 11.12.2026, 18:30 Uhr – Nikolas Papadimitriou, Akis Goumas & Biljana Klekachkoska „The Productive Unknown“
    Nikolas Papadimitriou, Akis Goumas und Biljana Klekachkoska verbinden Archäologie, historische Forschung und zeitgenössischen Schmuck in ihrer gemeinsamen Auseinandersetzung mit experimenteller Archäologie. Dabei treffen archäologisches Wissen und historische Quellen auf künstlerische Praxis, Materialerfahrung und offene Experimente. Im Zentrum steht die Frage, was im Austausch zwischen den Disziplinen entstehen kann und wie sich Methoden und Perspektiven dadurch verändern. Klekachkoska, Absolventin des Studiengangs Edelstein und Schmuck in Idar-Oberstein, bringt dabei insbesondere ihre Expertise in der Filigrantechnik und im zeitgenössischen Schmuck ein.
  • 13.01.2027, 18:30 Uhr – Silvia Henke „Rethinking Artistic Research“
    Silvia Henke beschäftigt sich mit der Frage, wie künstlerische Forschung als eigenständige Form des Denkens und der Wissensproduktion verstanden werden kann. Gemeinsam mit anderen Autor*innen entwickelte sie das Manifesto of Artistic Research, das ästhetische Erfahrung und künstlerische Praxis als spezifische Formen des Wissens betrachtet. Ihr Vortrag untersucht, welche Erkenntnisse durch Materialität, Wahrnehmung und künstlerisches Handeln entstehen können und welche davon sich möglicherweise nicht mit klassischen wissenschaftlichen Methoden erfassen lassen. Dabei geht es auch um die Bedeutung künstlerischer Forschung für Bildung, Gesellschaft und neue Formen des Lernens.
  • 20.01.2027, 18:30 Uhr – Patrícia Domingues & Edu Tarín „From Practice to Research – and Back“
    Patrícia Domingues und Edu Tarín beschäftigen sich mit dem Übergang von künstlerischer Praxis zu wissenschaftlicher Forschung und den Veränderungen, die ein Promotionsstudium für die eigene Arbeit mit sich bringen kann. Domingues untersucht in ihrer abgeschlossenen Promotion Stein, Bruch, Landschaft und das Verhältnis zwischen materieller Eigenständigkeit und künstlerischer Kontrolle. Taríns laufende Forschung widmet sich dem Verhältnis von Handwerk und Technologie und verbindet traditionelle handwerkliche Herstellungstechniken mit Maschinen und neuen Produktionsformen. Beide reflektieren, wie Forschungsfragen aus der künstlerischen Praxis entstehen und wie sich diese durch den Eintritt in einen akademischen Kontext verändern können.

Die Vorträge werden auf Englisch gehalten und die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite und im Flyer.
 

Das Studium Generale wird durch die großzügige Unterstützung der Stadt Idar-Oberstein und des Landkreises Birkenfeld ermöglicht und in enger Zusammenarbeit mit der Jakob-Bengel-Stiftung realisiert. FormDiskurs unterstreicht das starke Engagement der Region für Bildung, Kultur und Kulturerbe. Zusammen ermöglichen diese Partnerschaften ein lebendiges und beständiges Forum, das sowohl die Universitätsgemeinschaft als auch das kulturelle Leben der Region bereichert.

Termine: Mittwoch oder Freitag um 18:30 Uhr
Ort: Campus Edelstein und Schmuck, Saarstraße 2, 55743 Idar-Oberstein
Konzept und Organisation: Julia Wild

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