Nadja Stefer BFA

Bachelor-Thesis: "Zwischen Beständgikeit und technischem Fortschritt - Nachhaltigkeit der Materialien im Schmuck"

Betreuung: Prof. Theo Smeets, Prof. Ute Eitzenhöfer

"Kunststoffe sind aus unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Sie begegnen uns in allen Bereichen des Lebens und brachten ebenfalls innovative Ideen im Bereich des Designs und der Kunst. Auch im Bereich des Schmucks fand er großen Anklang. Die Schmuckszene wurde immer vielseitiger, da neben den klassischen Materialien wie Gold, welches eine weit zurückreichende Historie des Schmückens aufweist, auch Kunststoffe mit der Zeit Verwendung fanden und somit neue Möglichkeiten geschaffen wurden. Trotz der Beliebtheit beider Materialien weisen diese jedoch erhebliche Probleme im Bereich der Nachhaltigkeit auf. Die Gewinnung von Gold führt zu Konflikten und massiven Umweltschäden. Jedoch gewinnt nachhaltig abgebautes Gold immer mehr Beliebtheit auf dem Weltmarkt. Kunststoffe werden mit dem Fokus auf deren Eigenschaften wie Stabilität und Langlebigkeit produziert. Diese sind in den meisten Fällen nicht biologisch abbaubar und hinterlassen Spuren von Mikroplastik in der Erde, welche dem Ökosystem schaden. Ziel der praktischen Arbeit war es, biologisch abbaubare Kunststoffe zu entwickeln, die die Materialeigenschaften von Kunststoff wie beispielsweise Aussehen, Struktur, Haptik und Stabilität aufweisen, jedoch keine Rückstände beim Zerfall hinterlassen. Durch Experimente mit biobasierten Bindemitteln, Weichmachern und verschiedensten Wegen der Färbung entstanden trotz einiger auftretender Probleme unterschiedliche Materialproben, welche auch im Bereich des Schmucks ihren Einsatz finden könnten und eine nachhaltige Richtung hin zu temporärem Schmuck eröffnen."

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