Technische Raumgestaltung II
Stefanie Anders / Alisa Böhme / Hannah Haschick / Laura Mikolajczak
Kilian Barfuß / Marleen Lüdemann / Anneke Schreyer
Yasmin Emontspohl / Pauline Herrmann / Jule Kohlhaas
Andrea Herrhausen / Christina Reinecke / Claudia Sanchez Simon / Noa Schippers Pardo
Amelia Kutz / Max Plattes / Judith Schemann
Carola Reitze / Julianna Szabo / Charleen Theisen
Betreuer & Aufgabenstellung
Prof. Dirk Miguel Schluppkotten
Projekttyp
Seminar / Übung, 5. Semester, Fachrichtung Innenarchitektur
Wintersemester 2025
Hintergrund
Im Spätsommer des Jahres 2004 hat eine Architekturausstellung in der Bogenhalle der Neuen Ministerien in Madrid mit einem ungewöhnlichen thematischen Focus für internationales Aufsehen gesorgt.
Aquitecturas ausentes, zu deutsch abwesende (vielleicht auch fehlende) Architekturen - der Titel ist Programm. Ein Auswahlkommittee aus fünf hochangesehenen spanischen Architekten und -theoretikern - Rafael Moneo, Miguel Fisac, Juan Navarro Baldeweg, Josep Quetglas und Francisco Javier Sáenz de Oìza - hat in Zusammenarbeit mit dem nicht minder bekannten Kurator, Mariano Bayón, eine Reihe von 24 Projekten ausgewählt, die zunächst vor allem eines eint: sie sind als Bauwerke nicht existent. Die meisten Projekte wurden nie realisiert, einige wenige wurden zwar gebaut, sind aber inzwischen verschwunden.
Hinzu kommt selbstverständlich, dass es sich bei den vorgestellten Arbeiten um hervorragende Entwürfe berühmter Architekten handelt. Eine Ausstellung, die verloren geglaubte Höhepunkte der Architektur des 20. Jahrhunderts zusammenträgt, aufarbeitet und in teilweise völlig neuartiger Weise präsentiert.
Mit einem dieser Projekte wollen wir uns in diesem Semester beschäftigen: El Lissitzkys Entwurf einer ebensosehr infrastrukturell wie stadträumlich wirksamen Großform, die sich entlang der ersten Ringstraße Moskaus über wichtigen Verkehrsknoten erhebt.
Aufgabe
Im Zentrum unserer Auseinandersetzung mit dem Wolkenbügel steht die konzeptionelle und planerische Überprüfung einer innenarchitektonisch nachhaltigen Anpassung des als Verwaltungsbau konzipierten Projekts an heutige Wohn- und Gemeinschaftsbedürfnisse.
Ausgehend von der eingehenden Beschäftigung mit El Lissitzkys Entwurf wollen wir den Versuch unternehmen, eine auf diesem architektonischen Konzept aufbauende innenarchitektonische Haltung zu formulieren.
Ziel der Projektarbeit ist die Entwicklung programmatischer und gestalterischer Strategien, die dieser markanten Architektur gerecht werden und darüber hinaus das Gebäude zu einem Ort werden lassen, der heutigen Bedürfnissen - vielleicht auch zukunftsorientierten Szenarien - des Wohnens in der Gemeinschaft entspricht.
In diesem semester- und lehrveranstaltungsübergreifenden Projekt sind die Studierenden des 5. Semsters mit der Konzeption und Neugestaltung der drei Erschließungstürme und der Dachzone des horizontalen Baukörpers betraut. Vor dem Hintergrund der Reprogrammierung des gesamten Gebäudes kommt diesem Beitrag zentrale Bedeutung zu, denn er bildet mit der Gestaltung der Erschließungsflächen und der Gemeinschaftsbereiche die funktionale und atmosphärische Essenz der Gesamtmaßnahme. Das Raumprogramm (Nutzungsangebot, Flächenaufteilung, Standard, Zielgruppe) ist konzeptabhängig und wird daher nicht vorgegeben.
Im Anschluss an die Konzeptfindungs- und Entwurfsphase soll ein ausgewählter Teilbereich auf Aspekte der technischen Gebäudeausrüstung - im 5. Semester betrifft dies schwerpunktmäßig die Lichtplanung und ELT-Installation - untersucht und vertieft werden. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht die Beschäftigung mit dem innenarchitektonischen Potential der technischen Gebäudeausrüstung, die als Bindeglied zwischen Konstruktion und Gestalt unsere Wahrnehmung von Raum maßgeblich beeinflussen kann.
Sie verlassen die offizielle Website der Hochschule Trier