Kulturwerk Frankfurt

Carolin Bermes
Josephine Kaltz
Ennie Merziger
Julia Raible

Bachelorthesis
Carolin Bermes
Josephine Kaltz
Ennie Merziger
Julia Raible

Betreuer & Aufgabenstellung
Prof. Dirk Miguel Schluppkotten
Prof. Sanna Leppäkoski

Projekttyp
Abschlussarbeit Bachelor, Fachrichtung Innenarchitektur
Wintersemester 2022/23

Neue Perspektiven für die FABRIK

... „Die Industrie hat es in der Hand, durch das Zusammenführen von Kunst und Technik Kultur zu schaffen.“ ...

Peter Behrens, 1910

Hintergrund

...“Die 1839/40 von Philipp Peter Heinz als Wein- und Speiseölhandlung gegründete Firma begann sich unter dessen Söhnen ab 1883 auf die Herstellung von Schmiermitteln und technischen Ölen zu konzentrieren. Zu dem 1881 errichteten Anwesen gehörten das mehrgeschossiges Wohnhaus sowie das dahinter liegende Fabrikgebäude mit Backsteinfassaden in Formen der Neurenaissance. Zwischen beiden Gebäuden gibt es eine Remise von ländlichem Charakter mit einem Obergeschoss aus Holzfachwerk. Das gesamte Anwesen gehört der Peter Paul und Emy Wagner-Heinz Stiftung zur Förderung kultureller und sozialer Zwecke. Die Remise wurde der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung für ihr „Atelier Goldstein“ überlassen. Die Fabrik ist heute Heimat der „Kammeroper Frankfurt“. Im großzügigen Gewölbekeller befindet sich ein Restaurant, in dem ebenfalls kulturelle Veranstaltungen stattfinden.“...

Route der Industriekultur Rhein-Main
Lokaler Routenführer Nr. 18 - Frankfurt am Main / Süd

Aufgabe

Was wäre eine zeitgemäße Antwort auf Peter Behrens‘ Aussage zum Verhältnis von Industrie, Kunst, Technik und Kultur?

Aufbauend auf dem im Verlauf des Bachelorseminars erworbenen Wissen um die „Erbanlagen“ der P.P. Heinz-Oelfabrik ist es die Aufgabe der Absolventinnen, im räumlichen und programmatischen Kontext der Gesamtanlage ein Nutzungskonzept für das Fabrikgebäude zu entwickeln. Im Sinne der „Peter Paul und Emmy Wagner Heinz Stiftung“ und in Anbetracht des in großen Teilen bereits umgesetzten Stiftungszwecks gilt es, diesem insbesondere wegen seiner weitgehend erhaltenen Ursprünglichkeit so wertvollen Zeugnis der Industriekultur eine neue und nachhaltige Perspektive zu verleihen. Die bereits in Planung befindliche Umnutzung zu einem Theater- und Konzertsaal mit dem dazugehörigen Nebenraumprogramm ist im Rahmen der Thesis eine, aber nicht die einzige Option, um das vorgenannte Ziel zu erreichen.

Das Konzept sollte die lebendige Kulturszene Frankfurts in den Vordergrund stellen und programmatische wie funktionale Strategien entwickeln, um diese an einem so prominenten Ort wirkungsvoll zu etablieren. Akteure aus dem breit gefächerten Kunst- und Kulturbetrieb der Stadt sollten in der FABRIK nicht nur Raum, sondern auch eine Bühne erhalten. Die gesamte Anlage soll durch die gleichzeitige Präsenz der Produktion und der Präsentation von Kunst und Kultur zu einem noch lebendigeren Ort des Austauschs werden.

Ergänzende Nutzungsangebote sollten ein möglichst breit gefächertes Publikum ansprechen und neben aller Multifunktionälitat und Wandelbarkeit für eine gewisse Kontinuität sorgen, die auch in wirtschaftlicher Hinsicht sinnvoll erscheint. Abgerundet wird das Programm mit einer lebendigen Gastronomie, die in Verbindung mit regelmäßigen, abendlichen Veranstaltungen für neues Leben und progressiven Lebensstil sorgt.

All dies verlangt nach einer Neuinterpretation der vorhandenen Architektur, einem vielschichtigen und dennoch durchgängigen Gestaltungskonzept und der aktiven Einbindung der umgebenden Außenräume. Ziel sollte dabei immer die Vorstellung eines Gebäudeensemles sein, das als Ort des kulturellen und gesellschaftlichen Austauschs ein Zeichen für die Stadt setzt.

Bildergalerie

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