
Diese Semesterarbeit analysiert die energetische und recyclingfähige Sanierung der Villa Winternitz, die von Adolf Loos 1932 im Prager Stadtteil Smíchov, Tschechien, geplant wurde. Das Gebäude repräsentiert die charakteristische Architektur von Loos im 20. Jahrhundert, Villa Winternitz wird auch häufig als die kleine Schwester der „Villa Müller“ bezeichnet. Loos prägte als Vorreiter der modernen Architektur eine klare kubische Formensprache, eine reduzierte Fassadengestaltung und eine verschachtelte, hochwertige Innenraumgestaltung. Sein „Raumplan“ verdeutlicht seinen innovativen Ansatz der Raumkonzeption. Die Villa besteht aus einem Massivbau aus Mauerwerk in Kombination mit Stahlbeton-Elementen und reflektiert damit die Bautechnik und konstruktiven Möglichkeiten der 1930er Jahre. Das grundlegende Konzept der Villa überdauert bis heute durch Zukunftsfähigkeit und Innovation, jedoch entspricht die Materialwahl - besonders bei den Material Fügungen - nicht mehr den energetischen und ökologischen Standards. Das neue Sanierungskonzept bewahrt die charakteristische äußere Erscheinung und die Proportionen des Bestands. Es integriert ressourcenschonende Materialien, rückbaufähige Konstruktionsmethoden und Strategien zur nachhaltigen Energiegewinnung. Diese Maßnahmen schützen und pflegen den kulturellen und historischen Wert der Villa Winternitz zukunftsorientiert und machen einen Neubau überflüssig.






Konstruktion und Bauphysik
Villa Winternitz - Adolf Loos und Karel Lhota
Joelle Biwald, Lena Stappenbacher, Maxime Tapprich
Betreuerin
Prof. Petra Riegler-Floors
Projekttyp
Konstruktion und Bauphysik Master, Architektur
Wintersemester 2024/25
„Das Haus hat allen zu gefallen. Zum Unterschiede vom Kunstwerk, das niemanden zu gefallen hat.“
- Adolf Loos
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