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Duales Informatikstudium an der Hochschule Trier erhält Landesförderung

Der duale Bachelorstudiengang Informatik an der Hochschule Trier erhält eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro vom Land Rheinland-Pfalz. Damit ist er Teil einer landesweiten Initiative, mit der insgesamt fünf neue oder weiterentwickelte duale Studiengänge unterstützt werden. 

Ziel des Programms ist es, praxisnahe Studienangebote auszubauen und die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte in Zukunftsbereichen wie Informatik, Künstliche Intelligenz oder Cybersecurity zu stärken.

Duales Studium als Brücke zwischen Hochschule und Wirtschaft
Duale Studiengänge verbinden ein Hochschulstudium eng mit praktischen Phasen in Unternehmen. Genau darin sieht auch das Wissenschaftsministerium einen entscheidenden Vorteil: Studierende erwerben nicht nur akademisches Wissen, sondern gleichzeitig berufspraktische Kompetenzen und können früh in betriebliche Abläufe eingebunden werden. 

Für Unternehmen bedeutet das die Chance, Nachwuchskräfte gezielt auszubilden und langfristig zu binden. Gleichzeitig trägt das Modell zur Fachkräftesicherung in der Region bei.

Schwerpunkt: Ausbildungsintegriertes Studium stärker sichtbar machen
An der Hochschule Trier sollen die Fördermittel gezielt eingesetzt werden, um insbesondere das ausbildungsintegrierte duale Informatikstudium bekannter zu machen. Während das praxisintegrierte Modell bereits gut angenommen wird, nutzen bislang nur wenige Studierende die Möglichkeit, eine Ausbildung direkt mit einem Studium zu kombinieren.

Genau hier setzt das Projekt an: Viele Auszubildende kennen diese Option bislang nicht. Künftig sollen sie gezielt darüber informiert werden – etwa direkt in Betrieben oder während der Ausbildung. Ziel ist es, leistungsstarken Auszubildenden den Einstieg ins Studium zu ermöglichen. 

Auch andere Studieninteressierte, die ein duales Studium in Betracht ziehen, sollen über die Möglichkeit einer parallelen Berufsausbildung weiter aufgeklärt werden. 

Mit diesem Zweck ist ein zentraler Bestandteil der Förderung die aktive Ansprache von Schulen, Arbeitsagenturen und Unternehmen. 

Denn noch immer bestehen viele Vorurteile: Informatik gilt häufig als besonders schwierig oder rein mathematisch geprägt. Die Hochschule Trier verfolgt dagegen bewusst einen niedrigschwelligen Ansatz. Studierende können „bei null“ beginnen – Vorkenntnisse in Informatik oder Programmiererfahrung sind nicht erforderlich.

Praxisnahes Studium mit individuellem Profil
Ein weiterer Grund für die Förderung liegt in der starken Praxisorientierung des Studiengangs. Die Hochschule Trier arbeitet bereits eng mit zahlreichen Unternehmen zusammen und bietet Studierenden vielfältige Einblicke in reale Arbeitsprozesse.

Inhaltlich verbindet der Studiengang einen festen Kern an informatischen Grundlagen mit flexiblen Wahlmöglichkeiten. Studierende können eigene Schwerpunkte setzen, etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz oder IT-Sicherheit. Durch neue Module wie „Einführung in die Künstliche Intelligenz“ oder „Grundlagen der Mensch-Computer-Interaktion“ wird das Angebot kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst. Damit wird der ständig voranschreitenden Digitalisierung und dem daraus resultierenden technologischen Wandel Rechnung getragen. 

Die Förderung zeigt: Der Studiengang trifft einen Nerv. Informatik ist ein Schlüsselbereich für die Zukunft und duale Studiengänge verbinden diese Zukunft direkt mit der Praxis.

Für Prof. Dr. Georg Rock, Prodekan und Studiengangsleiter, steht dabei eines klar im Vordergrund: „Ein solcher Erfolg ist immer Teamarbeit. Er entsteht aus dem Engagement vieler – hier an der Hochschule, in den Unternehmen und unter den Studierenden.“

In Trier versteht man die Förderung deshalb nicht nur als Auszeichnung des Studiengangs, sondern auch als Einladung: an alle, die ihre Zukunft nicht nur digital erleben, sondern selbst mitgestalten wollen.