Datenschutz im Zeitalter von Big Data
In diesem Jahr wurde die Bachelorarbeit von Moritz Hein mit dem Titel „Personal Big Data“ mit dem Förderpreis der Vet-Concept GmbH & Co. KG ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt besonders innovative und praxisnahe Arbeiten, die einen klaren gesellschaftlichen oder technologischen Mehrwert aufweisen.
Herr Hein verfasste seine Bachelorarbeit im Studiengang Medizininformatik. In seiner Arbeit setzt er sich mit der Frage auseinander, wie Nutzerinnen und Nutzer im Zeitalter von Big Data die Kontrolle über ihre persönlichen Daten zurückerlangen können. Dazu entwickelte er ein System, mit dem individuelle Daten aus verschiedenen alltäglich genutzten digitalen Diensten – etwa Navigationssystemen, Musik-Streaming-Plattformen oder Suchmaschinen – gesammelt werden können. Diese Daten werden in einer persönlichen Timeline zusammengeführt und in einer benutzerfreundlichen Webanwendung anschaulich visualisiert.
„Besonders hervorzuheben ist die umfassende Umsetzung seiner Idee: Von der Datenbeschaffung über die Verarbeitung und Integration bis hin zur Entwicklung einer professionellen Softwarelösung deckt die Arbeit die gesamte technische Wertschöpfungskette ab. Die Qualität und der Umfang der Anwendung gehen dabei deutlich über das hinaus, was üblicherweise von einer Bachelorarbeit erwartet wird,“ betonte Prof. Dr. Christoph Schmitz, Betreuer der Abschlussarbeit.
Automatische Generierung von Lernaufgaben für die japanische Sprache
Daniele Amore wurde mit dem Förderpreis des Förderkreises der Hochschule Trier (WISO-Preis) für seine Bachelorarbeit „Computergestützte Methoden zur intelligenten Distraktorengenerierung im Sprachbereich“ im Studiengang Digitale Medien und Spiele ausgezeichnet. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Softwareentwicklung, Didaktik und Sprachverarbeitung (Natural Language Processing).
Im Zentrum seiner Forschung stand die Entwicklung eines Verfahrens zur automatischen Generierung von Lernaufgaben für die japanische Sprache. Konkret handelt es sich um sogenannte Lückentexte, bei denen Lernende ein fehlendes Wort aus mehreren Antwortmöglichkeiten auswählen müssen. Eine besondere Herausforderung besteht hierbei darin, die falschen Antworten – sogenannte Distraktoren – so zu gestalten, dass sie plausibel wirken, aber dennoch eindeutig falsch sind
Herr Amore übertrug hierfür ein bestehendes Verfahren aus der Forschung, das ursprünglich für das Chinesische entwickelt wurde, auf die japanische Sprache und erweiterte es maßgeblich. Neben der Entwicklung des eigentlichen Generierungsverfahrens umfasste seine Arbeit auch den Aufbau eines Textkorpus, die Erstellung eines Word2Vec-Modells für Japanisch sowie eine Evaluation der generierten Aufgaben mit Testpersonen.
„Diese Arbeit zeichnet sich insbesondere durch ihre praktische Anwendbarkeit im Bereich der Bildungstechnologie aus. Darüber hinaus hat Herr Amore seiner Ergebnisse auf einer internationalen Fachkonferenz präsentiert und ein wissenschaftliches Paper geschrieben,“ erläuterte Prof. Dr. Michael Striewe, Betreuer der Abschlussarbeit.
Bedeutung der Auszeichnungen
„Die Prämierung herausragender Arbeiten stellt für die ausgezeichneten Studierenden eine besondere Anerkennung dar. Sie bestätigt nicht nur die hohe fachliche Qualität, sondern zeigt auch, dass ihre Projekte über den akademischen Rahmen hinaus als relevant und innovativ wahrgenommen werden,“ betonte Prof. Dr. Striewe.
Gleichzeitig sind die Auszeichnungen ein wichtiges Signal für den Fachbereich und die Hochschule insgesamt. Sie unterstreichen, dass die Absolventinnen und Absolventen in der Lage sind, komplexe reale Problemstellungen eigenständig zu bearbeiten und dabei kreative sowie nachhaltige Lösungen zu entwickeln.