Mit dem Informatik-Fernstudium zur Promotion

Mittwoch, 24.06.2020, war für unseren ehemaligen Fernstudenten Marcus Schneider ein besonderer Tag. An diesem Tag fanden der öffentliche Vortrag und das anschließende wissenschaftliche Gespräch zu seinem Promotionsthema „Methodik für Wissens- und Prozessmanagement bei der interaktiven kollaborativen Montage variantenreicher Produkte“ statt. Durchgeführt wurde das Promotionsvorhaben am Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) unter der Betreuung von Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jivka Ovtcharova. Als externer Doktorand konnte Herr Schneider hierbei seine Kenntnisse und Teile seiner Forschungsergebnisse einbringen, die er als Mitarbeiter der Seeburger AG im BMBF-geförderten Projekt „KoKoMo (Konsolidierung von Lebenszyklusinformationen für die kollaborative Montage variantenreicher Produkte)“ aufbaute.

Das Referat für die Zweitgutachterschaft wurde von Prof. Dr. Andreas Lux von der Hochschule Trier übernommen. Bei ihm hatte Marcus Schneider bereits im Jahre 2015 seine Masterarbeit im Master-Fernstudiengang Informatik (Aufbaustudium) mit sehr gutem Erfolg absolviert. 

Im Zentrum der Dissertation von Marcus Schneider stand der sog. Manufacturing Integration Bus (MIB) als zentrale Plattform zur Integration der in der interaktiven kollaborativen Montage beteiligten Systeme und Prozesse. Dazu wurden der Umgang mit Digitalen Zwillingen, die Steuerung der kollaborativen Montage und die Persistierung sowie das Monitoring und die Analyse der Prozessdaten untersucht. Die Praxistauglichkeit seines vorgestellten Ansatzes wurde durch drei ausgewählte Anwendungsszenarien validiert und in Form von prototypischen Implementierungen realisiert.

„Ich bin froh, dass ich in relativ kurzer Zeit und unter den gegebenen Rahmenbedingungen (Vollzeitbeschäftigung, Familie) die Promotion erfolgreich ablegen konnte“, sagte ein glücklicher Marcus Schneider nach dem Promotionsvortrag. Nach der Veröffentlichung der Arbeit darf Herr Schneider dann auch offiziell den Dr.-Ing.-Titel führen.

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