Gestaltung
Edelstein und Schmuck
englisch

Thema

"Schmuck als Attribut"

SchmuckDenken 2009 setzt den Fokus auf den Schmuck als Objekt. Schmuck kann vieles sein: Er gehört auf jeden Fall in die Kategorie der geliebten Objekte (Habermas), zu denen sein Besitzer einen ganz persönlichen Bezug entwickelt. Als personales Objekt, das der Person seines Trägers zugeordnet ist, unterstützt es ihn bei der Konstituierung seines Selbsts und der Profilierung seiner Persönlichkeit nach innen und außen. Manchmal wird Schmuck zum Fetisch und erwirbt dadurch sogar eine eigene Handlungsmächtigkeit. Auf jeden Fall kann Schmuck als Attribut bezeichnet werden. Schmuck im Sinne eines Attributs stellt die Frage nach der Identifikation. Marjan Unger reflektiert die Theorien von Allison Lurie, wenn sie schreibt: „Ich möchte nicht so sehr betonen, dass „Schmuck“ sich wie „Sprache“ verhält, sondern eher, dass er eine Sprache beinhaltet. Der Wortschatz wäre die Arten des Schmucks, ergänzt mit der Symbolik der Formen, Farben, Motive und jeglicher anderer Verweise. Die Grammatik wäre die Art und Weise sowie wann der Schmuck getragen wird, aber auch wer welche Stücke besitzt – wer nicht, kurz gesagt: wie man mit Schmuck umgeht.“

Das wissenschaftliche Colloquium SchmuckDenken 5 untersucht die vielschichtigen Beziehungen von Schmuck zu seinem Träger – und umgekehrt.

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Theo Smeets, 20. Dezember 2011