Applied Art
Gemstone and Jewellery
deutsch

speakers (german only)

[Translate to English:] Dr. Christina Threuter

[Translate to English:] „Ausgerechnet Bananen:
Die Ornamentfrage bei Adolf Loos oder die Evolution der Kultur“

In der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwerfen Künstler sowie Theoretiker der unterschiedlichsten Bereiche (Kunst, Philosophie, Anthropologie, Psychologie) Theorien zum Ornament, die eng verknüpft sind mit den Kategorien von Geschlecht und Rasse.

Diese unterschiedlichen Diskurse zum Weiblichen und zum Primitiven finden Eingang in die Ornamentdeutung und in die Vorstellungen von moderner Kunst und Architektur.

Im Zentrum des Vortrags wird die Arbeit des Wiener Architekten Adolf Loos stehen. Er ist einer der prominentesten Vertreter innerhalb des Streites um das moderne Ornament.

Sein Entwurf für ein Pariser Wohnhaus des Stars der „Negerrevue“ Josephine Baker im Théatre Music Hall und in den Folies-Bergère aus dem Jahr 1927 stellt den Ausgangspunkt des Beitrags dar. Von hier aus wird Loos’ Gleichsetzung von „Ornament und Verbrechen“ und sein Appell auf das Ornament zu verzichten, im Spannungsfeld der zeitgenössischen Diskurse zu Kunst, Rasse und Geschlecht erörtert.

zur Person Dr. Christina Threuter

Seit 1995 wissenschaftliche Arbeit in Forschung und Lehre an den Universitäten Trier, Gießen und an der TU - München. Tätigkeiten in Museen und im Ausstellungswesen, u.a. Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Stadtgalerie Saarbrücken und zur Zeit Mitarbeit in der Konstantin-Ausstellungsgesellschaft (Konstantin der Große, rheinland-pfälzische Landesausstellung Trier, 2007). Seit 1994 Mitherausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift „Frauen Kunst Wissenschaft“ (Jonas Verlag, Marburg). Zahlreiche kuratorische Tätigkeiten; derzeit Konzeption und Projektleitung von „Erinnerungsräume: Architekturen des Krieges in Trier und in der Großregion“ (Träger: FH-Trier/ multidisziplinäres Projekt im Rahmen des europäischen Kulturhauptstadtjahres „Luxemburg und Großregion 2007“).

Forschungsschwerpunkte: Visuelle Kultur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte Geschlechterdifferenz, Interkulturalität, Postkolonialismus, Architektur- und Kunsttheorie, politische Ikonographie.

Buchpublikationen (Auswahl)

Projektionen. Rassismus und Sexismus in der Visuellen Kultur. Annegret Friedrich, Birgit Haehnel, Viktoria Schmidt-Linsenhoff, Christina Threuter (Hrsg.). Marburg 1997

Um-Ordnung. Angewandte Künste und Geschlecht in der Moderne. Cordula Bischoff, Christina Threuter (Hrsg.). Marburg 1999

Visuelle Repräsentanz und soziale Wirklichkeit. Bild, Geschlecht und Raum in der Kunstgeschichte. Festschrift für Ellen Spickernagel. Hrsg. von Christiane Keim, Ulla Merle, Christina Threuter. Herbolzheim 2001

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[Translate to English:] Gijs Bakker

[Translate to English:] http://www.gijsbakker.com/

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[Translate to English:] Johannes Stüttgen

[Translate to English:] 1966 bis 1971 Studium bei Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie. 1967 war er an der Gründung der Deutschen Studentenpartei beteiligt. Im Jahr 1971 gründete er zusammen mit Joseph Beuys die Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung. Zwischen 1971 und 1980 arbeitete er als Kunsterzieher am Grillo-Gymnasium in Gelsenkirchen, wo er eine Arbeitsgruppe der Free International University (FIU) / Fluxus Zone West leitete.

Anschließend, von 1980 bis 1986 war er Geschäftsführer der Free International University (FIU) und Leiter des ehemaligen Ateliers von Beuys, „Raum 3“, in der Düsseldorfer Kunstakademie. Seit 1987 organisiert er als Gesellschafter den Omnibus für direkte Demokratie und seit 1990 die Projekte „Unternehmen Wirtschaft und Kunst – erweitert“ und „Aktion und Grundlagenforschung Erweiterter Kunstbegriff.“

Von 1992 bis 1993 war er als Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg für den Erweiterten Kunstbegriff tätig. Stüttgen lebt als freier Künstler in Düsseldorf.

Im September 2004 zeichnete ihn die Brooks University in Oxford mit der „Honorary Fellowship” für seine Arbeit an der „Sozialen Skulptur” aus.

Quelle: Wikipedia

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[Translate to English:] Dr. Burghart Schmidt

[Translate to English:] Burghart Schmidt ist Professor für Sprache und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Er studierte Biologie, Chemie, Physik, später Philosophie und Kunstgeschichte in Tübingen. Langjähriger Mitarbeiter von Ernst Bloch. Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst Wien und der Akademie der bildenden Künste in Wien. Er lebt seit 1997 in Offenbach am Main und Wien.

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[Translate to English:] Dr. Dr. h.c. Helmut Neunzert

[Translate to English:] „Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang“ (Rilke)

Anmerkungen zu Symmetrie und zu Symmetriebrüchen in Kognition und Ästhetik

Die Theorien von Chaos und von Fraktalen der letzten Jahrzehnte hat die Frage des Zusammenhangs von Gesetzmäßigkeit, Komplexität und Schönheit fuer viele interessant gemacht. Grundlegende Begriffe muessen dazu aber präzisiert werden, etwa der Begriff des „Verstehens“. Dazu sind Ideen des New Yorker Mathematikers und Psychologen Michael Leyton hilfreich; sie führen auf die Konzepte von Symmetrie und Symmetriebrüchen und ihre Bedeutung fuer die Kognition. Dieselben Konzepte – sie spielen auch in der Physik eine wichtige Rolle – können auch bei der Untersuchung unseres Schönheitsempfindens benutzt werden. Wieviel Symmetrie und wieviele Symmetriebrüche benötigen wir, um etwas als schön und (noch) nicht schrecklich zu empfinden? Hat Rilke in seiner ersten Duineser Elegie daran gedacht? Antworten darauf kann der Vortrag natürlich nicht geben, bestenfalls Denkanstöße.

 

Zur Person Dr. Dr. h.c. Helmut Neunzert

  • Geboren 1936 in München.
  • Studium der Mathematik und Physik an der Universität München.
  • Promotion 1965 an der RWTH Aachen mit Auszeichnung (Borchers-Medaille),
  • Habilitation 1971 an der RWTH Aachen.
  • Bis 1974 dort Professor für angewandte Mathematik.
  • 1974 bis 2004 Ordentlicher Professor an der Universität Kaiserslautern; Lehrstuhl für „Mathematische Grundlagen für Physik und Technik“;
  • „Erfinder“ des Studiengangs „Technomathematik“.
  • 1995 Gründer des „Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik“ (ITWM), welches 2001 in die Fraunhofer-Gesellschaft übernommen wurde.
  • Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter „Pioneer“-Preis des amerikanischen SIAM, Akademiepreis des Landes Rheinland-Pfalz und Ehrendoktorwürde für technische Wissenschaften der Johannes-Kepler-Universität Linz.
  • Autor von 4 Büchern und ca. 90 Veröffentlichungen; Herausgeber von verschiedenen Zeitschriften und mehreren Büchern.

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[Translate to English:] Peter Egli

[Translate to English:]

  • geb. 1933 in Bern
  • Maler, Plastiker, Tanztheatermacher, Schmuckschmied, Redakteur, Publizist

zeigte seine Arbeiten bereits 1961 auf der ersten "International Exhibition of Modern Jewellery" in London. Seit 1974 lebt er als freischaffender Autor, Künstler und Gestalter in Bern und Oberitalien.

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[Translate to English:] Lin Cheung

[Translate to English:] http://www.lincheung.co.uk

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[Translate to English:] Drs. Marjan Unger

[Translate to English:] Photograph of Marjan Unger

 

Marjan Unger is head of the post-graduate course in Applied Arts at the Sandberg Institute, which is affiliated to the Gerrit Rietveld Academy, Amsterdam. The course brings together people from diverse backgrounds in an environment where interdisciplinary work can flourish.

Marjan has always been fascinated by things: why they look the way they do; how they function; why you relate to the one and not the other.

She has studied design, tailoring, history of fashion and textiles, history of art and architecture as well as people and objects. A prolific writer Marjan has written numerous design-related books and catalogues as well as having edited Bijvoorbeeld, a Dutch design magazine. She is currently the editor of Morf.

In the summer of 2004 Marjan published the standard work Nederlandse sieraden in de 20ste eeuw (Dutch Jewellery in the 20th Century).

source: www.jmgansw.org.au/index-conf.html

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Theo Smeets, June 6, 2011