Frauen in der Informatik

Die erste Programmiererin und Computerpionierin war Ada Lovelace. Augusta Ada King Byron, Countess of Lovelace, schrieb 1843 den ersten Algorithmus für die „Analytische Maschine“ des Mathematikers Charles Babbage. Obwohl viele Frauen zur geschichtlichen Entwicklung in der Informatik beitrugen, sind sie noch heute in diesen Studiengängen unterrepräsentiert. Woran liegt das?

Das liegt primär an dem sozialen Negativbild des Informatikers: Oft wird  mit ihm die Vorstellung des vereinsamten Nerds verbunden, der rätselhafte Befehle in seinen Computer eingibt; nicht zuletzt verursacht durch diverse Negativdarstellungen des Informatikers in den Medien. Diese Vorstellung ist jedoch falsch!

Sie werden weder vereinsamt Soft- und Hardware entwickeln noch wird der Computer zu Ihrem alleinigen Kommunikationsmittel. Die Aufgaben und Tätigkeiten einer Informatikerin - und eines Informatikers - sind vielfältig, innovativ und interdisziplinär. 

Berufsbild der Informatikerin

Informatik ermöglicht Ihnen, die Zukunft auf vielfältige Weise mitzugestalten. Sie tragen zu Verbesserungen und Innovationen in diversen Bereichen der Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie bei. Sie konzipieren, präsentieren,  organisieren, analysieren, entwickeln, vernetzen, beraten und verkaufen. Dabei sind die Zusammenarbeit mit Personen aus unterschiedlichen Fachgebieten und der Kundenkontakt selbstverständlich.

Neben Ihren erworbenen Fachkenntnissen bringen Sie soziale Kompetenzen mit, die auch in der Informatikbranche unerlässlich geworden sind. Weil die Ziele, Vor­stellungen und Prioritäten einer Frau meist andere sind als die eines Mannes, bringen sie neue Ansichten und Ideen in Projekte ein. Daher sind Sie auch in der Informatikbranche willkommene Arbeitskräfte.

Berufsaussichten für Informatikerinnen

Das Erforschen und Entwickeln von Soft- und Hardware im Zusammenhang mit komplexen Systemen befindet  sich in einem steten Entwicklungsprozess. Dieser Prozess eröffnet eine Vielfalt an spannenden Tätigkeitsfeldern sowie weltweite Berufsaussichten für Frauen wie Männer in den unterschiedlichsten Bereichen, von Anforderungsmanagement über Softwareentwicklung bis hin zur Technischen Dokumentation.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist vielen Frauen wichtig und ausschlaggebend für die Berufswahl. Heute bieten viele Arbeitgeber Kinderbetreuung, Telearbeitsplätze, Teilzeitlösungen oder flexible Arbeitszeitmodelle an.  

Auch der Hochschule Trier ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Studium wichtig. Das Gleichstellungsbüro stellt ausführliche Informationen rund um das Studium mit Familie an der Hochschule Trier auf ihrer Familienseite bereit. Dort können Sie sich über die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung, über Rechte und Pflichten sowie über die Möglichkeiten der Kinderbetreuung informieren.

So ist die KITA Schneidershof direkt auf dem Campusgelände der Hochschule Trier ein idealer Ort, um Ihr Kind während Ihres Studiums betreuen zu lassen. Ausführliche Informationen über das Gesamtkonzept und Anmeldung finden Sie auf der Website der KITA.

Webredaktion Informatik, 20. April 2017

Stipendien

...für Studienanfängerinnen

Der Fachbereich Informatik möchte
mehr motivierte junge Frauen für
ein Studium gewinnen. Deshalb
vergibt er auch im kommenden
Semester Stipendien für Studien-
­an­fänge­rinnen (1. Hochschulsemester)
in den vier Bachelor-Studiengängen
des Fachbereichs.

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