Gestaltung
Edelstein und Schmuck

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27.01.07 14:08 Alter: 11 Jahre

Ankündigung SchmuckDENKEN 3

 

PROGRAMMVORSCHAU

Am 22. und 23. Mai findet zum dritten Mal das jährliche Symposium SchmuckDENKEN statt: „SchmuckDENKEN 3“ - Unterwegs zu einer Theorie des Schmucks

Wilhelm Lindemann

SchmuckDENKEN 2005

Hinter dem vielleicht etwas befremdlich klingenden Titel „SchmuckDENKEN“ verbirgt sich der Versuch, darüber zu reflektieren, was Schmuck sei. Es geht um eine interdisziplinäre Annäherung jenseits der einschlägigen Kategorien Handwerk oder Kunst, angewandt oder frei: um die Erkundung, was Schmuck ausmacht - nicht, wie er aussieht.

2005 hatten vor allem Ethnologen, Philosophen, Kultur- und Naturwissenschaftler im interdisziplinären Diskurs erste Denkansätze gesammelt. 2006 erfolgte die Annäherung mehr über die Auseinandersetzung mit Werken und Aktionen konzeptionell arbeitender Schmuckkünstler. Der Österreicher Manfred Nisslmüller stellte eigene Arbeiten und Positionen zur Diskussion. Ebenso Suska Mackert sowie die Britin Jivan Astfalck, die als Referenten dabei waren und zugleich an zwei der vier parallel zum Kolloquium in Idar-Oberstein eröffneten Ausstellungen mitwirkten.

Das dritte Kolloquium „ SchmuckDENKEN “ 2007 bleibt weiter auf der „Suche nach einer Theorie des Schmucks“, wendet sich dabei dem vielschichtigen Verhältnis zwischen „Schönheit und Uniformität“ zu. Als Element des Strebens nach Anerkennung kann Schmuck Werkzeug des Konformismus sein. Mittel des Nonkonformismus kann Schmuck werden, wenn er etwa als provokativer Versuch der Abgrenzung von der Gesellschaft eingesetzt wird. Was allerdings auch wieder seine konformistische Kehrseite hat, insofern der Schmuck die Zugehörigkeit zur subkulturellen Gruppe manifestiert.

 

Programm

Dienstag, 22. Mai 2007

18.00 Uhr Grußworte

18.30 Uhr Wilhelm Lindemann, Tagungsleiter, Idar-Oberstein
Prolog

19.00 Uhr Lucy Sarneel, Schmuckkünstlerin, Amsterdam
The mystery of beauty

20.00Uhr Bernhard Schobinger, Künstler, Zürich
Wider den Methodenzwang in der angewandten Kunst

21.00 Uhr Get together - Party

Mittwoch, 23. Mai 2007

10.00Uhr Prof. Dr. Winfried Menninghaus, Peter Szondi-Institut für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Freie Universität Berlin
Vom Nutzen und Nachteil des Schmückens für das Leben
oder: Vive la différence! Zur Psychologie des Schmucks

11.00 Uhr Prof. Dr. Birgit Richard, mag. Jan Grünwald, Institut für Kunstpädagogik, JWG Universität Frankfurt/Main
pimp me up! Accessoires und Schmuck in Jugendkulturen

12.00 Uhr Dr. Uwe Voigt, Lehrstuhl Philosophie 1, Universität Bamberg
Kopfschmuck – Eine Theorie der Theorie des Schmucks

13.00 Uhr Pause

14.00 Uhr Manuel Vilhena, Schmuckkünstler, London
Beauty – the last taboo in jewellery?

15.00 Uhr Iris Bodemer, Schmuckkünstlerin, Pforzheim
Silence

16.00 Uhr Kadri Mälk, Künstlerin und Leiterin der Schmuckklasse, Estonian Academy of Arts, Tallinn
Love-Affair – love and fear in jewellery

17.00 Uhr Abschlussplenum


16. Januar 2015