Gestaltung
Edelstein und Schmuck

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11.09.06 12:52 Alter: 12 Jahre

Achat+

Von: Thomas Dierks

Dieses Projekt schafft einen Zugang zur Auseinandersetzung mit traditionellen und modernen Techniken der Edelsteinbearbeitung und thematisiert die Problemlage der regionalen Edelstein- und Schmuckwirtschaft.

Es möchte dazu anregen, neue Technologien zu testen und einzusetzen und forschend und entwickelnd tätig zu werden, um die Zukunftsfähigkeit dieses Wirtschaftszweigs sicherzustellen. Auch regionale Technologieunternehmen, die nicht selten ihren Ursprung in o.g. Wirtschaftszweig haben, gelangen so ins Blickfeld der Öffentlichkeit.

Die Idee

Als Grundstein der Edelsteinbearbeitung und Edelsteinindustrie in Idar-Oberstein nimmt der Achat auch heute noch einen festen Platz in Handel und Gewerbe ein. Er ist der Schicksalsstein einer ganzen Region und wird wieder zum Ausgangsmaterial und Ausgangspunkt für eine regionale Initiative „Zukunftsszenario“ im Cluster Edelstein.

Als natürliches Material bietet der Achat einen anspruchsvollen Einstieg in das Thema der maschinellen Bearbeitung von Edelsteinen und stellt große Anforderungen an die Fertigungs- und Produktionstechnologie wie auch an die Gestaltung.

Am Beispiel des Materials Achat soll ein Dialog zwischen Hochschule und Wirtschaft eingeleitet werden. Es ensteht eine Plattform des Austauschs, der sich im Idealfall auch auf andere Material- und Fertigungsbereiche der Edelstein- und Schmuckindustrie ausweitet. Somit kann die Basis für die Entwicklung einer Vision der zukünftigen Edelstein- und Schmuckbearbeitung geschaffen werden.

Das Vernetzen von Kompetenzen, das Zusammenführen von verschiedenen Produktionsfirmen, Technologieunternehmen und Hochschulen soll im Ergebnis zu einer Kompetenzsteigerung aller Beteiligten führen.

Das Ziel

Am Beispiel der Entwicklung von innovativen, zur Serienfertigung geeigneten Produkten aus Calcedon soll mit Hilfe neuester Fertigungstechniken eine Ausweitung der Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten von Serienprodukten aus Edelstein allgemein erreicht werden. Jedoch ist es nicht das Ziel des Projekts, Gestaltungsvarianten von schon Bekanntem zu entwickeln.

Es wird eine Plattform für einen intensiven Dialog zwischen Hochschule und Wirtschaft geschaffen. Dieser Dialog wird eingeleitet, indem Kooperationspartner aus Wirtschaft und Hochschule unter dem Dach eines gemeinsamen Projekts zusammengeführt werden. Es entsteht eine neue Ebene und Struktur der Zusammenarbeit: partnerschaftlich, problemorientiert, zukunftsweisend.

In Kooperation zwischen den externen Partnern des Projekts und den Studierenden des Fachbereiches Edelstein- und Schmuckdesign entstehen Prototypen, innovative Produkte aus Calcedon, zur Serienfertigung geeignet. Durch die intensive Zusammenarbeit ergibt sich eine Vernetzung von Hochschule und regionaler Wirtschaft.

Die Aufgabe

„Achat – das Projekt“ wird im Rahmen der Lehrveranstaltungen „Computer unterstütze Gestaltung“ am Fachbereich Edelstein- und Schmuckdesign der Fachhochschule Trier über den Zeitraum eines Jahres durchgeführt.

„Achat – das Projekt“ startet zum Sommersemester 2005. Bis zu seinem Ende im März/April 2006 wird es von 3-4 Kursen im Fach Computerunterstütze Gestaltung bearbeitet werden.

Neben den fachspezifischen Seminaren und Vorlesungen wird das Projekt von verschiedenen Vorträgen, Seminaren, Workshops und Infoveranstaltungen durch Gastdozenten und Kooperationspartner begleitet.

Die zu duchlaufenden Projektphasen für jeden einzelnen Kurs sind: Recherche, Konzeption, Entwurf, Konstruktion, Darstellung und Fertigung (in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern).

Als Ausgangssituation neuer Formentwicklung dienen Studien und Untersuchungen einfacher Gegenstände der Alltagswelt.

Das gewählte Material Achat steht als solches nicht im Vordergrund der Gestaltung, es dient als Träger der gestalterischen Botschaft und wird ausschließlich wegen seiner physikalischen Eigenschaften und seiner guten Bearbeitbarkeit eingesetzt, jedoch nicht auf Grund seiner eigenen ästhetischen Wirkung.

Der Einsatz von Techniken zur farblichen Veränderungen des Materials wird ausdrücklich gewünscht.

Auf dem Weg zum fertigen Produkt werden mehrere Präsentationen mit den Kooperationspartnern stattfinden. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern werden die entwickelten Entwürfe an das technisch Umsetzbare angepasst und für die Produktionsmittel der beteiligten Firmen vorbereitet.

Das Projekt endet für die Kursteilnehmer mit einer abschließenden Präsentation jeweils zum Semesterende. Präsentiert werden bis zur Serienreife entwickelte Produkte mittels 2D Präsentationsmitteln (Poster & Booklet) und Sichtmuster oder Prototypen.

Die Fertigung einer Auswahl der entwickelten Produkte findet im Anschluß an das jeweilige Semester in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern statt. Eine Begleitung der Produktion durch den Designer wird erwartet.


16. Januar 2015