Gestaltung
Edelstein und Schmuck

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21.10.05 10:52 Alter: 13 Jahre

Absolventen beim Deutschen Edelsteinpreis ausgezeichnet

 

36. Deutscher Schmuck- und Edelsteinpreis Idar-Oberstein 2005 "Mit allen Sinnen"

3. Preis: Florian Schmidt, Ring aus Chalcedon

Belobigung: Jörg Stoffel, Miniaturskulptur aus Bergkristall

Auf der Preisverleihung des diesjährigen Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreises in Idar-Oberstein erhielten 2 Absolventen der Fachhochschule Trier/Campus Idar-Oberstein Auszeichnungen im Hauptwettbewerb. Der 3. Preis samt Urkunde und 1.500,00 € Preisgeld gingen an Florian Schmidt aus Kleinich für seinen Ring aus Chalcedon. „Ein wunderschön gestalteter Ring, der sich auch gut tragen lässt. Da kein Widerstand fühlbar ist, verschmilzt der Ring gleichsam mit der Hand und lässt ein „Wohlfühlgefühl“ entstehen – so die Beurteilung der Jury. „Fühlring“ hat der Preisträger seine Arbeit genannt und lässt uns hierzu wissen: „Der Ring bekommt durch die Verschränkung der Seiten eine zusätzliche Raumausdehnung, welche ihn optisch schwerer erfassbar macht. Für die haptische Wahrnehmung ist diese Irritation nicht vorhanden, da sie der Linienführung folgt und „nur“ den harmonischen Verlauf wahrnimmt.“ Die Jury entschied mit großer Stimmenmehrheit. Ebenfalls ein Preisträger einer Belobigung im Hauptwettberwerb zum Thema "Mit allen Sinnen" ist Jörg Stoffel aus Stipshausen. Der Absolvent erhielt eine Urkunde dotiert mit 500€ für seine Miniaturskulptur aus Bergkristall. Nach Ansicht der Jury handelt es sich bei dieser Arbeit um ein „stilles Stück“, nicht unbedingt spektakulär aber bei näherem Hinsehen durchaus reizvoll, sinnlich und einen vorsichtigen Umgang fordernd. Gerade der Tastsinn wird angesprochen; mit der runden Seite könnte man sich auf angenehme Weise massieren lassen, während der Gegenpol, die filigran herausgearbeitete Bergkristallspitze eher zum Reizen eignet  – so die Jury. Der Preisträger sieht in der nach außen führenden Spitze einen Sensor für einströmende Sinneswahrnehmungen, die in das Innere des Kristalls geleitet werden. Die Jury entschied auch hier einstimmig.

 

Quellen: Texte: GZ-Sonderheft 12/2005, Fotos: Lichtblick-Fotodesign Hiltrud und Jürgen Cullmann, Schwollen


16. Januar 2015