Gestaltung
Edelstein und Schmuck

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21.03.11 11:34 Alter: 8 Jahre

„Talente 2011“ - Deborah Rudolph wurde auf der IHM ausgezeichnet

Von: Valeska Link

Deborah Rudolph erhielt für ihre „Bergsteigerkette“ und zwei weitere Broschen eine Auszeichnung auf der Sonderschau „Talente“.

Collier: Deborah Rudolph-Bergsteigerkete, Bergkristall, Silber, Faden

Gewinnerin Deborah Rudolph

Die Sonderschau „Talente“ auf der Internationalen Handwerksmesse in München zeigt seit 1979 die herausragenden Arbeiten junger DesignerInnen und KunsthandwerkerInnen aus aller Welt. Dieses Jahr wurden Arbeiten aus vierzehn unterschiedlichen Gewerken wie Holz, Textil, Metall, Keramik, Papier oder Glas präsentiert. „Talente“ gilt international als eines der wichtigsten Handwerks- und Designforen. Hier können Studierende sowie Absolventinnnen und Absolventen ihre Arbeiten einem großen internationalen Publikum präsentieren. Aufgrund der starken Resonanz innerhalb der Designszene und der hochkarätige Jury gilt  die Sonderschau „Talente“ als sensibler Gradmesser für junge Designer.

Die Bedeutung des Wettbewerbs ist an der großen Beteiligung abzulesen. Über 500 Bewerbungen aus 30 Ländern gingen für die Ausstellung „Talente“ ein. Aus den Einsendungen wurden 96 Gestalterinnnen und Gestalter aus 28 Ländern ausgewählt und eingeladen, ihre Arbeiten in München auszustellen.

Bei den eingereichten Arbeiten fiel der Jury auf, dass der Nachwuchs sich in besonderem Maße  sowohl mit Traditionen als auch modernen Herstellungsverfahren auseinandergesetzt hat. Es wurden neue Materialien erforscht, auf Nachhaltigkeit gesetzt und viele ließen sich von der Natur inspirieren. So verwendeten die Nachwuchsgestalterinnen und -gestalter auch im Werkbereich Schmuck Materialien wie Holz, Kiesel oder Knochen, um Emotionen, Stimmungen und Erlebnisse von bestimmten Landschaften zu erwecken. Auch Fundstucke und ungewöhnliche Materialien fanden im Schmuck großen Einsatz.

In der Kategorie „Schmuck“ konnten 31 Gestalter und Gestalterinnen ihre Arbeiten auf der Sonderschau vorstellen. Darunter auch drei Studierende und Absolventinnen der Fachhochschule Trier, Fachrichtung Edelstein- und Schmuckdesign: Matthias Dyer, Sachiyo Higaki und Deborah Rudolph. Bei der Preisverleihung am 19. März 2011 wurde schließlich Deborah Rudolphs Arbeiten – insbesondere die „ Bergsteigerkette“ - mit folgender Begründung der Jury ausgezeichnet:

„Deborah Rudolphs Arbeiten beruhen auf der Suche nach dem Material, die Teil des Entstehungsprozesses ist. Die Bearbeitung orientiert sich an dem "Wesen" der Steine, stellt sie in den Mittelpunkt und betont ihre spezifischen Materialqualitäten. Aus den Steinen und der Art ihrer Zusammenfügung ergeben sich interessante Effekte; die Art der Zusammenfügung vermittelt zugleich eine Rhythmisierung der Oberfläche und eine lineare Struktur.“

Nach ihrem Diplom wurde Deborah Rudolph bereits mit dem "Zonta-Preis" für die beste Diplomarbeit des Fachbereichs Gestaltung und dem im Bereich Autorenschmuck sehr wichtigen "Marzee Graduate Prize" durch die Galeristin Marie-José van den Hout ausgezeichnet. Ihre Diplomarbeiten und ihr Buch mit dem Titel "Es lässt mich nicht los", indem sie die unterschiedlichen Aspekt der Faszination Stein in Interviews beleuchtete, stellte Deborah Rudolph im letzten Herbst in der KSK Idar dem hiesigen Publikum vor.

Die Jury der Ausstellung und Preisvergabe „Talente 2011“setzte sich wie folgt zusammen:

- Carole Collet (Großbritannien)
- Gabi Dewald (Deutschland)
- David Huycke (Belgien)
- Renate Luckner-Bien (Deutschland)
- Chequita Nahar (Niederlande)
- Karen Pontoppidan (Dänemark)
- Kuno Prey (Italien)

(Text: Julia Wild)


16. Januar 2015