Gestaltung
Edelstein und Schmuck

NEWS

22.02.06 00:00 Alter: 12 Jahre

1. Platz und Belobigungen für Absolventin und Studentin bei mineralART

Von: Valeska Link

1. Platz, Claudia Adam

Belobigung, Simone Werkle

Achat, Silber, Edelstahl, Claudia Adam

Achat, Silberkette, Simone Werkle

Für den runderneuerten Gestaltungswettbewerbs "mineralART" wurden mit dem Thema "Faszination Achat" im Rahmen der Inhorgenta 2006 die Preise verliehen.

Claudia Adam aus Stipshausen erhielt den mit 2.000 € ausgelobten ersten Preis.

Die Designerin und Absolventin der Fachhochschule in Idar-Oberstein bekam die begehrte Auszeichnung bereits zum 2. Mal. Ihren Achatschmuck mit Nadel aus Edelstahl sahen alle Juroren als herausragende Arbeit des Wettbewerbs an.

 Als herausragende Arbeit erkannte die Jury einstimmig den von der Schmuck- und Edelsteindesignerin Claudia Adam aus Stipshausen eingereichten „Achatschmuck mit Nadel aus Edelstahl und 925/-Silber“. Er ist gefertigt aus dem Herzstück eines auf den ersten Blick eher unauffällig daherkommenden hellgrau gebänderten Naturachats mit gelblichen Einfärbungen. Einfühlsam folgt Claudia Adam im Schliff dem natürlichen, farblichen Verlauf in der Maserung und bringt so den dezenten Adel des Steins zu Geltung. In überzeugender Weise gibt sie dem üblicherweise zweidimensional bildhaft daherkommenden Achat eine plastische Dimension, indem sie ihn nicht plan bearbeitet, sondern rechtwinklig abknickt. Dadurch nimmt sie dem Stein die Schwere und entmaterialisiert ihn zu einer leichten und eleganten Skulptur. Durch die innere Knickkante und den Hohlraum in der Mitte des Achats führt sie als formales Gestaltungselement und als genialisch einfache Befestigung eine Nadel.

 Eine weitere Auszeichnung ging an Simone Werkle aus Saarbrücken, Studentin im Studiengang „Edelstein- und Schmuckdesign“ an der Idar-Obersteiner Fachhochschule hat ein „Collier aus 6 Achatschnörkeln mit Silberkette“ eingereicht. Die raumgreifenden und hauchzart geschliffenen Schnörkel strahlen eine Leichtigkeit und Luftigkeit aus, die die Schwere des Materials völlig  überwindet. Mit großem Gespür für die innere Struktur des Minerals hat sie hellgraue Achatstücke mit zarten dunklen Streifen ausgewählt und meisterhaft bearbeitet. Die Juroren sprachen Simone Werkle eine mit 250 € dotierte Belobigung aus.

Insgesamt 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reichten 87 Arbeiten ein. 

Zur Jury gehörten: Landrat Axel Redmer, Oberbürgermeister Hans-Jürgen Machwirth, KSK-Vorstandsvorsitzender Joachim Köls, FH- Professorin Ute Eitzenhöfer, Jörg Lindemann, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Edelstein- und Diamantindustrie, Willi Lindemann, künstlerischer Leiter von "Idar-Oberstein leuchtet", der Edelstein- und Schmuckgestalter Bernd Munsteiner, Edelsteingraveurmeister Erwin Pauly, Diplom- Desiger Klaus Schäfer, Lehrer an der Fachschule für Edelstein- und Schmuckgestaltung, und Manfred Wild vom Kuratorium des Deutschen Edelsteinmuseums.

 Die Preisverleihung fand am Sonntag, 19. Februar 2006 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der inhorgenta europe 2006 in München, Forum Silberschmiede, Halle C2 statt.

 Die preisgekrönten Arbeiten sowie die Wettbewerbsarbeiten, die bei der Jurierung in die letzte Runde kamen, werden auf der inhorgenta europe 2006 in Halle C1.304A ausgestellt.

 Alle eingereichten Arbeiten werden vom  23. Februar bis 10. März 2006 in der Kreissparkassenfiliale Idar, Hauptstraße 80, 55743 Idar-Oberstein ausgestellt.

Veranstalter des Wettbewerbs mineralART:

 Kreissparkasse Birkenfeld

(Birkenfelder Landesbank)

Auf der Idar 2

55743 Idar-Oberstein

 

in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Birkenfeld und der Stadt Idar-Oberstein

 

 Die Fotos wurden aufgenommen von Lichtblick Foto-Design, Hiltrud und Jürgen Cullmann, Schwollen.


16. Januar 2015