Gestaltung
Edelstein und Schmuck

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15.07.03 23:05 Alter: 15 Jahre

Kooperationsprojekt "Kuscheltiere mit Duft"

Von: Prof. Dr. Ulrich Kern

Studierende des Fachbereichs Edelstein- und Schmuckdesign entwickelten im SS 2003 Kuscheltiere mit Duft. Die Praxisaufgabe wurde im Fach Design-Management /-Organisation (Prof. Dr. Ulrich Kern) bearbeitet.

Das studentische Team

Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit der HBK Hochschule für Bildende Künste Saar (Prof. Harald Hullmann), Saarbrücken, und dem Unternehmen Bärenwelten (Geschäftsführer Frank Grenzler), Moers, statt.

Die Aufgabe für die Studierenden lautete, "Spieltiere der Zukunft" für Kinder in der Altersgruppe zwischen sechs Monaten bis drei Jahre zu entwerfen und zu realisieren. Besonderheit ist die Ausstattung der Spielobjekte mit Duft. In die Felle eingelagerte Cyclodextrine (Zuckermoleküle) setzen bei Berührung angenehme Duftstoffe frei und verbessern die hygienischen Eigenschaften des Materials. Die technische Innovation wurde von dem Unternehmen Bärenwelten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Textilzentrum, Krefeld, entwickelt und auf Teddybären übertragen.

Das studentische Team der FH Trier (Julia Bocola, Petra Moras-Thiel und Tabea Reulecke) griff für ihren Entwurf eines Spieltiers auf die Grundform des Eis zurück: Ein Objekt der Natur, einfach, aber perfekt. Das "Ei" ist der Grundbaustein, die Ausführung variabel. Das "Ei" passt in verschiedene Taschen und kann so immer wieder neu kombiniert werden, zum Beispiel als Blume oder als Frucht wie Erdbeeren oder Himbeeren. Die dabei eingesetzten Düfte werden von den Kleinkindern mit den visuellen Formen in Verbindung gebracht und folgerichtig assoziiert. Variabel ist das "Ei" auch insofern, als es zwei Gesichter hat: ein schlafendes und ein waches. So kann es von Eltern pädagogisch als Einschlaf- oder Weckhilfe eingesetzt werden.
Durch das Anklipsen eines Trägerbands ist das "Ei" mobil. Es ist damit stets - ob unterwegs oder zu Hause - ein kindgerechter Begleiter. Sogar um einen TÜV-geprüften Schnuller-Clip kann das Spielzeug ergänzt werden. Selbstverständlich ist das "Ei" frei von harten Kanten oder Knöpfen, sondern einfach nur rundum weich, kuschelig und wohlriechend.
Zu sehen waren die Ergebnisse der Kooperation von Praxis, Forschung und Hochschulen am 3. Juni 2003, anlässlich des 10. Innovationstages der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.) in Berlin Pankow.


16. Januar 2015