Gestaltung
Edelstein und Schmuck

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07.12.04 18:45 Alter: 13 Jahre

Umsetzungsvorschläge des Ministers Prof. Dr. J. Zöllner für den Hochschulstandort Idar-Oberstein (Auszug)

Von: Theo Smeets

Nach Auffassung der Gutachter spricht Vieles dafür, den Fachbereich nach Trier zu verlagern und dort mit den Fachbereichen Design und Informatik, Modedesign und Innenarchitektur zu einer großen Einheit zusammen zu führen.

Minister Zöllner

Die Gutachter schlagen vor, diese Maßnahme unmittelbar umzusetzen und so den Standort Idar-Oberstein als Standort für den Fachbereich Edelstein- und Schmuckdesign aufzugeben. Denkbar wäre nach ihrer Auffassung die Schaffung eines Kompetenzzentrums in Idar-Oberstein für spezielle studienbegleitende Veranstaltungen und Angebote in Weiterbildung, Forschung und Transfer. In diesem Kompetenzzentrum könnten auch fachbezogene Sommerakademien, Kooperationsveranstaltungen mit der Edelstein- und Schmuckbranche und begleitende Praktika durchgeführt werden.

Umsetzungsvorschlag:

Nach Ansicht des Ministeriums ist die Entscheidung für den Standort Idar-Oberstein nicht nur unter hochschulpolitischen, sondern auch unter strukturpolitischen Aspekten zu sehen. Bei den Gesprächen des Ministeriums mit Vertretern der Fachhochschule und Repräsentanten der Region wurde Einvernehmen erzielt, dass das Studienangebot in Idar-Oberstein weiterzuentwickeln ist. Eine zukunftsweisende Überarbeitung des Studienangebotes in Idar-Oberstein ist durch die deutschland- und europaweite Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge ohnehin unumgänglich. Dabei wäre es nicht sinnvoll, den bisherigen Diplomstudiengang eins zu eins in ein Bachelor- und Masterangebot umzuwandeln. Dagegen spricht auch die Unterauslastung im bisherigen Diplomstudiengang.

Im Sinne des Gutachtens soll deshalb ein Bachelorstudiengang in Trier angeboten werden. Da der Studiengang in Bezug auf seine Inhalte breit gefächert auf den Bereich Design aufgebaut sein soll, bietet sich eine Verlagerung nach Trier an. Hier besteht die Möglichkeit mit den dortigen Design-Studiengängen zusammenzuarbeiten. Synergien können gegenseitig genutzt werden. Das zukünftige Bachelorangebot in Trier im Bereich Design soll den Studierenden eine breite Basisausbildung vermitteln und damit die Grundlage für einen größeren beruflichen Einsatz der zukünftigen Absolventinnen und Absolventen bieten. Der breite Bachelorstudiengang Design soll einen besondern Schwerpunkt Schmuck- und Edelstein beinhalten. Dieser Ausbildungsabschnitt kann nach wie vor in Idar-Oberstein durchgeführt werden, um die dort bestehenden besonderen Einrichtungen zu nutzen.

In Abweichung zur Gutachterempfehlung soll darüber hinaus auf der Masterebene, d.h. auf hohem Qualifikationsniveau, ein spezialisiertes Studienangebot Edelstein- und Schmuckdesign entwickelt werden. Dieses soll in Idar-Oberstein angeboten werden und dem Standort ein besonderes Renommee verschaffen. Ein solches Studienangebot trägt am Besten der Tatsache Rechnung, dass der Standort Idar-Oberstein einer Tradition im Bereich Edelstein- und Schmuckdesign verpflichtet ist. Deshalb sollen in Idar-Oberstein auch weiterhin Studierende für den Bedarf der regionalen und überregionalen Edelstein- und Schmuckindustrie ausgebildet werden – und zwar auf höchstem Niveau. Um den Bestand des Masterstudiengangs in Idar-Oberstein dauerhaft zu sichern, soll zwischen dem Wissenschaftsministerium und der Fachhochschule Trier eine Zielvereinbarung abgeschlossen werden. In dieser Vereinbarung könnten beispielsweise die Aufgaben und Dienstorte der Professoren geregelt werden, aber auch die Ausstattung des Kompetenzzentrums, das in Idar-Oberstein aufgebaut werden soll. Es soll in Weiterbildung, Forschung und Transfer Angebote des gesamten Fächerspektrums der Fachhochschule Trier bereitstellen. Dazu bittet das Ministerium die Fachhochschule um einen ersten Vorschlag zur Realisierung. Im Rahmen des Hochschulprogramms „Wissen schafft Zukunft“ sind zur finanziellen Unterstützung Mittel vorgesehen. 


16. Januar 2015