Gestaltung
Edelstein und Schmuck

NEWS

26.09.05 11:17 Alter: 12 Jahre

Workshop mit Peter Skubic in Garmischdorf, A

Von: Tabea Reulecke

In einem kleinen Dorf, zwei Stunden südlich von Wien, liegt der Hof von Peter Skubic.

Zusammen mit uns, Steffi Kalina, Ingrid Mattern und Tabea Reulecke, plante er ein kleines Schmucksymposium und Workshop in seinem Haus.

Peter Skubic

Ingrid und Peter

Da wir ohne bestimmte Materialien, sondern nur mit etwas Werkzeug gekommen waren, gingen wir auf die Suche nach brauchbaren Dingen. Wir stellten uns dabei ein eigenes Thema und wollten alle Dorfbewohner in irgendeiner Art und Weise mit einbeziehen.
Was jeder hat und doch für jeden etwas anderes bedeutet, sind die Menschen, Tiere und Dinge, die einen umgeben. Wir haben uns daher gefragt, was wohl das Wertvollste und das Wertloseste für die Bewohner sei, und starteten eine Befragungsaktion.
Am Wichtigsten waren für viele Befragte die eigene Familie, z. B. der Enkelsohn, der gerade in die Schule gekommen ist, die Mutter, die am besten kocht oder der Hund, der freudig bellt, wenn man  nach Hause kommt.
Als wir jedoch fragten, was das Wertloseste sei, waren wir überrascht, denn das was für sie keinen Wert mehr hatte, war für uns oft ein Schatz. So bekamen wir einen alten Strohhut, eine Waage mit Messeinheiten,  Badmintonschläger aus Holz, eine Stofftasche und viele andere Kleinigkeiten geschenkt. Aus diesen Materialien wollten wir ein Schmuckstück  bauen und entschieden uns für den Badmintonschläger, bei dem wir bereit waren, ihn in kleine Einzelteile zu sägen. Gearbeitet wurde an den Fensterbänken, so wie Peter es auch tat, und ausbreiten konnte man sich auf dem Esstisch oder in einem Nebenraum.
Die anderen Schätze teilten wir am Ende untereinander auf, denn keiner war bereit, sie in irgendeiner Weise zu verändern oder gar zu zerstören.
Abends redeten wir über unsere Entdeckungen, und fragten uns, zu was für einem Ergebnis wir wohl in einer Großstadt gekommen wären. Dabei aßen wir typische österreichische und ungarische Küche, die uns Peter herzlichst auftischte.


16. Januar 2015