Gestaltung
Edelstein und Schmuck

NEWS

12.02.15 01:54 Alter: 4 Jahre

Doppelpunkt: 10 AbsolventInnen auf der Inhorgenta 2015

 

„: Doppelpunkt“ ist eine Präsentation auf der Inhorgenta 2015 in München. Sie zeigt die Abschlussarbeiten der Absolventen des letzten Jahres der Fachrichtung Edelstein und Schmuck der Hochschule Trier in Idar-Oberstein.

Tala Yuan

Christina Erlacher

Lena Todorovic

Typhaine le Monnier

Was wir in der Ausstellung „: Doppelpunkt“ zeigen ist zweierlei: einerseits Fazit und Zusammenfassung der vergangenen Studienjahre und die Richtung der eingeschlagenen Wege, die wir gehen werden.

„: Doppelpunkt“ bezeichnet andererseits das, was vor uns liegt: der Anfang unseres eigenständigen künstlerischen Lebens.


Wir, die teilnehmenden Studierenden, kommen aus verschiedenen Teilen der Welt und sprechen viele verschiedene Sprachen – nicht nur künstlerisch. Wenn man morgens die Hochschule betritt, hört man Folgendes: Good morning, buenos días, bonjour, dobroe utro, bon dia, kalimera, bokr tov, ni-hao, hola, ciao, halo, hello und Guten Morgen. Warum sind wir hierher gekommen in diese kleine Stadt im Südwesten Deutschlands?


Es gibt mehr als einen Grund: Es gibt hier Steine, Edelsteine. Nirgendwo sonst in der Welt gibt es eine solche Menge zur Verfügung stehenden Materials und gleichzeitig so viel komprimiertes Wissen und technische Möglichkeiten, dieses Material zu bearbeiten. Es gibt Berge an rohen Edelsteinen in den hier ansässigen Firmen und Mengen an altem überliefertem Wissen bei den hier lebenden Steinschleifern, Steingraveuren und Goldschmieden. Aber es gibt auch Ruhe und Platz zum Arbeiten in großem Umfang. Es gibt nicht viel Ablenkung von außen, aber eine Menge Input innerhalb der inselähnlichen Hochschulgemeinschaft. Die neu eingerichteten "Fine Arts"-Abschlüsse ermöglichen Freiräume, Schmuck und Edelsteine in einen größtmöglichen gesellschaftlichen Rahmen zu stellen, Grenzen zu durchbrechen und diese neu zu definieren.


Die Hochschule in Idar-Oberstein ist so der perfekte Ort zu entdecken, wer wir sind, was wir sagen wollen und wie man dies in die eigene künstlerische Arbeit übersetzen kann. Und währenddessen entwickeln wir intensive Verbindungen zu Menschen aus der ganzen Welt und lernen andere Kulturen aus nächster Nähe kennen.


So verschieden wie unsere Sprachen und Herkünfte sind, so verschieden sind auch unsere Arbeiten, aber wir verdanken die Entwicklung dieser Arbeiten demselben Ort: Idar-Oberstein.


16. Januar 2015