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Hochschulpreis 2002

Der 2. Platz des Hochschulpreises der rheinland-pfälzischen Bauwirtschaft wurde in diesem Jahr dem ehemaligen Studenten der FH Trier, Dipl.-Ing.(FH) Peter Merten für seinen Entwurfsbeitrag zum Hauptbahnhof Trier verliehen.
Der 3. Platz ging an den ehemaligen Studenten der FH Trier Dipl.-Ing.(FH) Christoph Schulze - Kölln für seinen Entwurfs einer Kirche und eines Gemeindezentrums in Frankfurt.

 

2. Preis:

Peter Merten

Entwurf: Hauptbahnhof Trier
(Betreuer: Prof. Dipl.-Ing. Klaus Klever)


Aufgabenstellung:
Um eine optimale ÖPNV-Anbindung der östlichen Höhenstadtteile zu erreichen, plant die Stadt Trier eine Spurbusstraße einzurichten. Diese mehrgelenkigen Fahrzeuge werden direkt am Bahnhof mittels einer Rampe den Gleiskörper überwinden. Dies und die generell unbefriedigende Situation im und um den jetzigen Bahnhof gaben den Anlass, über eine neue Form des Bahnhofs nachzudenken.
Die große Auskragung des Nordarms bewältigt ein torsionsfreier Kastenträger. Diesee Röhre ist zugleich das innere Erschließungsprinzip, daher war das Ziel einer experimentellen Untersuchung die größtmögliche Öffnung der Wandung. Das Ergebnis ist eine Kaskade von gegeneinander versetzten Betonscheiben, die die gewaltige Querkraft zur gegenseitigen Verfestigung nutzen.

Beurteilung:
Die Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verknüpfung überregionaler, regionaler und städtischer Verkehrssysteme zu einem „intermodalen Knoten“ und seiner architektonischen Formulierung.
Der klassische Typus des Bahnhofs wird zugunsten eines sehr viel dynamischeren und offeneren baulichen Bildes von Bewegung und der Verflechtung von Bewegung aufgegeben. Hierbei entsteht keine Beziehungslosigkeit zu dem realen städtebaulichen Umfeld.
Die weitgespannte Primärkonstruktion zeigt einen kreativen, entwerferischen Umgang mit konstruktiven Prinzipien,  die im Modellversuch hinterfragt und abgesichert wurden. Konstruktion und architektonische Gestalt stehen in einem sehr selbstverständlichen Verhältnis zueinander.




3. Preis:

Christoph Schulze-Kölln

Entwurf: Gemeindezentrum in Frankfurt
(Betreuer: Prof. Dipl.-Ing. Rolf Hoechstetter)


Aufgabenstellung:
Neubau einer Kirche und eines Gemeindezentrums in Frankfurt.
Für die katholische Kirchengemeinde Allerh. Dreifaltigkeit in Frankfurt soll ein neues Gemeindezentrum errichtet werden, in dem das bestehende Pfarrhaus mit zu integrieren ist.

Beurteilung:
Die neue Kirche und das Gemeindezentrum bilden zusammen mit dem Pfarrhaus einen Eingangsplatz. Durch die skulpturale Ausformung der Baukörper kann sich das Ensemble in der heterogenen, zum Teil sehr großmaßstäblichen Bebauung der Nachbarschaft gut behaupten.
Entsprechend des jeweiligen Inhalts ist die Kirche mit integriertem Turm expressiver im Ausdruck, das Gemeindezentrum dagegen zurückhaltender, überleitend zur Alltagsarchitektur des bestehenden Pfarrhauses.
Der Innenraum der Kirche und die Lichtführung sind von hoher Qualität. Der Bezug der Gemeinderäume zum großen Garten garantiert eine hohe Nutzungsqualität. Der Qualität des Entwurfs entspricht auch die gesamte Darstellung in Modell und in den Plänen. Die Kombination von freien Zeichnungen und CAD über Photoshop ist geradezu vorbildlich.

 

June 28, 2016