09.08.17 15:29 Age: 102 Tage

Auszeichnungen für die Hochschule Trier

By: Jutta Straubinger

Umweltministerin Ulrike Höfken hat das Engagement des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) und der Hochschule Trier bei der Sanierung der Hochschulgebäude C und D mit der Klimaschutzplakette „H.ausgezeichnet“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz gewürdigt. Im Rahmen ihrer Sommertour übergab sie in Anwesenheit von Bürgermeisterin Angelika Birk und zahlreichen Gästen die Plaketten an Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Künkler sowie den stellvertretenden Kanzler Jürgen Strupp.

Energieeffiziente Gebäude seien wichtige Bestandteile zur Klimaschutz-Zielerreichung der Landesregierung, so die Ministerin. Die Hochschule Trier befinde sich auf dem Weg zum klimaneutralen Campus, zuletzt durch die Sanierung zweier Bestandsgebäude.

Ein neues Heizkraftwerk versorgt über ein Fernwärmenetz den Campus, zur Hälfte mit Wärme aus erneuerbaren Energien. Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) übernahm die Planung und Umsetzung der Sanierung der beiden Gebäude sowie des Neubaus der Heizzentrale. „Die Zusammenarbeit mit dem LBB ist hervorragend gewesen“, bedankte sich Prof. Dr. Andreas Künkler. Der LBB und die Hochschule Trier sind stolz darauf, den CO2-Ausstoß durch die Sanierungsmaßnahmen erheblich gesenkt zu haben. Dank der Maßnahmen sank der Energieverbrauch der beiden Gebäude für Wärme um ca. 60 % gegenüber den Werten vor der Sanierung.

Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) unterschritten

Ziel der Maßnahme war die energetische Sanierung der Gebäudehülle sowie der technischen Ausrüstung, aber auch eine brandschutztechnische Ertüchtigung. Erreicht wurde dies durch eine Vorhangfassade aus HPL-Platten, eine 20 cm starke Dämmung aus Mineralwolle und neue dreifachverglaste Fenster. „Der sommerliche Hitzeschutz ist ein großes Thema beim LBB“, erläuterte Christophe Tusel die Verschattungsmaßnahmen, die die sanierten Gebäude gegenüber den noch nicht sanierten Gebäuden deutlich kühler machen.

Heizen mit Pellets

Die neue Heizzentrale ging im Frühsommer 2015 in Betrieb. Für den Sommerbetrieb und die Grundlast sorgen ein Gas-Blockheizkraftwerk sowie ein Pellet-Kessel. Etwa 50 % der Stoffe für die Wärmeerzeugung stammen von erneuerbaren Energieträgern. Das Ziel ist es, sich unabhängig(er) von fossilen Energieträgern zu machen. Einsparungen von rund 37 %, die sowohl durch die neue Heiztechnik als auch die durch Gebäudesanierung erreicht werden, teilen sich Eigentümer (LBB) und Betreiber der Anlage innerhalb des Intracting-Verfahrens. Die Studierenden der Hochschule Trier sollen in die weitere Entwicklung eingebunden werden: Im Rahmen von Praxisarbeiten können sie z.B. Vorschläge für die Optimierung der Pelletanlage erarbeiten.


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fht-WebRedaktion, December 2, 2011