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1. Platz Hochschulpreis der Bauwirtschaft Rheinland - Pfalz 2017

1. Preis BACHELOR: Ilohna Ahmeti, B.A.

Kinderphilharmonie Köln, Bachelorthesis

Aus dem Gutachten:

Die Bachelor-Abschlussarbeit von Frau Ilona Ahmeti zeichnet sich durch eine große Selbstständigkeit aus ohne den Maßstab des Umfeldes zu negieren.

Zwei deutliche Baukörper mit entgegengesetzt ansteigender Höhenentwicklung und entgegengesetzt zulaufenden Grundrissen stellen sich frei in die Baulücke ein. Diese Höhen- und Breitenentwicklung wird genutzt um das differenzierte Raumprogramm mit Sälen, Nebenzonen und kleinen Übungsräumen geschickt zu zonieren. Deutliche Unterschnitte markieren an der Straße den Eingangsbereich und im rückwärtigen Bereich die Außenbühne. Die differenzierten Außenanlagen verzahnen geschickt die parkähnlichen Blockinnenflächen mit dem Straßenland.

Im Inneren organisiert und erschließt Frau Ahmeti die Musikschulräume um ein zentrales, lichtdurchflutetes Atrium und schafft so maximale Orientierung im Raum und übersichtliche Organisation aller Gebäudeteile und Raumzusammenhänge. Großen Stellenwert bekommen unterschiedlichste kind- und altersgerechte Spiel-, Aufenthalts- und Kommunikationsflächen.
Der publikumswirksame große Saal und die dazugehörigen Erschließungs- und Pausenflächen sind im Kopfbau gebündelt. Große Verglasungen im Saalfoyer und aus dem Saal Richtung Norden gewährleisten eine gewollte Interaktion mit dem städtischen Umfeld. Die Verwaltung und die Lehrerräume sind leicht auffindbar im Erdgeschoss nahe des Haupteingangs angeordnet.

Die Arbeit von Frau Ahmeti kann Dank der stadträumlichen und außenräumlichen Einbindung, der perfekten inneren Organisation, der kindgerechten Architektur und der sensiblen Durcharbeitung und Darstellung bis ins Detail überzeugen.

1. Preis MASTER: Maike Wildanger, M.A.

Wohnen und Arbeiten in der Metropole Wien, Masterthesis

Aus der Aufgabenstellung:
In der Idee einer prägnanten, lesbaren Einheit, soll ein Gebäude (oder eine Gebäudestruktur) entworfen werden, das/die vielfältige Flächen für Büro - basiertes Arbeiten, Flächen für unterschiedliche Formen des Wohnens, sowie für beide Nutzungen adäquate, zugeordnete Grünräume anbietet. Beide Nutzungsformen sollen auf möglichst einfachen, langfristig "robusten" Bau- und Organisa- tionsformen beruhen - die sowohl Neutralität wie Flexibilität, Teilbarkeit und Anpassungsfähigkeit über einige Jahrzehnte bieten. Hohe Bebauungsdichte und räumliche Qualität sind in Einklang zu bringen. Untersucht werden sollen mögliche Qualitäten von Dichte - also welche Abstände und Zwischenräume sind notwendig und sinnvoll -, was kann eine evtl. eigene Struktur vertikaler und horizontaler grüner Pufferäume leisten, die sowohl wohnungszugeordnet / privat, wie halböffentlich den Büro- und Arbeitsflächen dienen.

Maike Wildanger:
KONZEPT GRÜNDERZEIT 2.0
Die Dichte von städtischen Quartieren lässt sich nicht nur in Zahlen und Kennwerten messen. Dietmar Eberle bedient sich bei dieser Thematik eher der Definition der ,,Atmosphärischen Dichte‘‘.
Hierbei bezieht er sich auf seine jahrelangen Studien, welche unter anderem nachweisen, dass die beliebteste Stadtstruktur diejenige ist, die sich am Modell der Gründerzeit ( Fünf-Sieben-Geschosser) orientiert. Weiterhin verweist er auf die Wichtigkeit des Grüns im Öffentlichen Raum, welcher nicht nur der generellen Aufwertung der Stadt, sondern vielmehr dem direkten Nutzer zugedacht ist.
Die nun für Aufgabe ,,Wohnen und Arbeiten in Wien‘‘ vorgeschlagene Struktur referenziert auf diese, typisch Wiener gründerzeitliche Bauweise, also einem Blockrand mit flexiblem Sockel und höhere liegendem Wohnen.
Zur Straße wird die Kante und Höhe der begleitenden Bauten aufgegriffen, im rückwärtigen Teil öffnet sich das Baufeld ins Grün, im nordwesten streckt sich als Landmarke die Wohnscheibe empor. Durch verschiedene, gegenüberliegende Durchgänge im Sockel wird die Kubatur jedoch nicht als trennendes Element zwischen bestehender ,,Stadtwildnis‘‘ und neu angedachtem Park wahrge- nommen, sondern stärkt diese stadträumliche Verbindung. Die zweigeschossige, hochtransparente Sockelzone beherbergt das Gründerzentrum: Workshop-, Seminar und Veranstaltungsräume, sowie Co-Working- und Start-up-Flächen, trennbar zwischen 80 - 400 m2.
Zum Innenhof orientieren sich Café und Restaurant, welche durch die intime Verortung primär den Nutzern zugedacht sind, jedoch gleichwohl auch vom restlichen Quartier frequentiert werden können. Über eine Freitreppe und Laubengänge gelangt man zu zwei weiteren Geschossen, welche sich ebenfalls über die gesamte Länge strecken.
Hier gibt es hybride Wohnformen die direkten Zugang zu Arbeitsflächen haben. Diese sieben Typen weisen Wohnformen von 2-Raum- bis 4-Zimmerwohnungen (45 -120 m2) auf. Die Dachfläche dieses dritten Obergeschosses dient allen Nutzern als gemeinschaftlischer, privater Freiraum. Auf diesem vierten Obergeschoss befinden sich in den beiden unteren Ebenen der nordwestlichen Scheibe Kita- und Fitness-Räume.
Die fünf höheren Geschosse beherbergen wieder Wohntypen (45 -120 m2) und schließen mit einem Staffelgeschoss ab, welches Platz für vier Gästewohnungen bietet. Neben den dazugehörigen priva- ten Freiräumen sind an den vier Ecken des zwölften Obergeschosses Dachterassen für alle Bewohner vorhanden. Um die Klarheit der Kubatur nicht zu schwächen wird hier die äußere Struktur konsequent auch an der Dachterassen bis zur Gebäudeoberkante hochgezogen.
Das regelmäßige, leicht aufgelockert, individualisierte Betonraster der Fassade reagiert beruhigend auf das heterogene Umfeld und zeigt nach Außen eine klare Formsprache, während sie sich im Inneren durch die unterschiedlich ausgebildeten Laubengänge differenziert zeigt.

 

 

May 10, 2017