Unternavigation / Sub Navigation

Standardverweise

Gesundheitsdokumentation

Inhalte
  • Ziele der medizinischen Dokumentation
  • Dokumentations- und Ordnungssysteme, semantische Interoperabilität, ICD-10, OPS, SNOMED-CT, G-DRG und Kodierrichtlinien, LOINC, ICF, ICHI (ICPM), EBM, GOÄ
  • Rechtliche Grundlagen, Datenschutz, Aufbewahrungsfristen
  • Dokumentation in Gesundheitsinformationssystemen
  • Syntaktische und semantische Interoperabilität, Standards, Kommunikationserver, HL7 V2, HL7 V3, CDA, FHIR, CCD, DICOM, IHE Profile
  • Sektoren-übergreifende Interoperabilität, Dokumente und Dokumentationen, eEPA, pEPA, EFA
  • Software als Medizinprodukt (Anbindung medizinischer Geräte)
Lernziele Dokumentation im Gesundheitswesen ist eine wesentliche Basis des medizinischen und pflegerischen Handelns der Akteure. Der dokumentierte Behandlungsverlauf inklusive Diagnosen und geplanten Maßnahmen dient als Gedankenstütze der Akteure, als Grundlage nachfolgender Handlungen, zur Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, zur Erfüllung gesetzlicher Nachweispflichten, zu Abrechnungszwecken, zur Qualitätssicherung und zum internen Rechnungswesen, in anonymisierter Form ebenso zu Studien- und Auswertungszwecken. Studienergebnisse führen oft zu wertvollen Erkenntnissen bei bestimmten Krankheitsbildern, gewichten Behandlungsoptionen in Form von Leitlinien und geben Auskunft über Präventionsmöglichkeiten. Die Studierenden lernen im Rahmen der Veranstaltung diese Zusammenhänge kennen. Sie erarbeiten sich Zusammenhänge der unterschiedlichen Aktenarten und deren Verwendungen.
Ausgangspunkt ist die Dokumentation innerhalb einer Gesundheitseinrichtung; Informationen über den Gesundheitszustand in Form von dokumentierten Diagnosen und erfolgten oder geplanten Maßnahmen müssen sowohl innerhalb einzelner Einrichtungen als auch zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern ausgetauscht werden. Da die beteiligten Akteure elektronische Daten erfassen und austauschen, ist die Einigung auf entsprechende Standards unumgänglich. Die Studierenden lernen die wesentlichen Ebenen der elektronischen Kommunikation kennen und können diese aufzeigen. Dokumentierte Informationen zum Gesundheitszustand sind dabei hoch sensibel und sehr persönlich. Daher erwerben die Studierenden entsprechende Grundlagen zum Datenschutz und entwickeln die Fähigkeit zur Übertragung dieser Erkenntnisse auf zukünftige Anwendungen, die sie als Informatiker in ihrem Berufsleben mitgestalten werden.
Die Teilnehmer können wesentliche Ziele der medizinischen Dokumentation benennen und diskutieren, sie kennen die aktuellen, rechtlichen Rahmenbedingungen von der Dokumentationspflicht bis hin zum Daten- und Persönlichkeitsschutz. Sie können Kommunikationsszenarien im Gesundheitswesen skizzieren, deren Besonderheiten im Hinblick auf den Datenschutz-konformen Austausch diskutieren und in den rechtlichen Kontext einordnen. Ihnen sind die technischen Aspekte der Kommunikation medizinisch-pflegerischer Daten zwischen Gesundheitseinrichtungen und hin zu Kostenträgern sowie zu Forschungs- und Auswertungszwecken bekannt. Weiterhin können die Studierenden Details zu den wichtigen Standards der Kommunikation und der Dokumentation benennen und erläutern: HL7-V2, HL7-V3, CDA, FHIR, DICOM, IHE Profile, SNOMED-CT, LOINC, ICD, ICF, OPS, ICPM, ICHI und die Abrechnungswerken EBM, GOÄ, die damit verbundenen DRGs, sowie deren Zusammenhänge untereinander (z.B. ICD10 zu EBM, DRG und mRSA) können von den Studierenden dargelegt werden. Die Frage, ob und wann Software ein Medizinprodukt ist, dient als Beispiel der Dokumention zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung bei der Entwicklung informationstechnischer Lösungen.
Durch praktische Pflichtübungen mit dem Krankenhausinformationssystem ORBIS und dem Kommunikationsserver Mirth Connect erfahren die Studierenden den notwendigen Praxisbezug.
Lehrform
Art und Umfang
Vorlesung
Übung
Seminar/Seminaristischer Unterricht (4 SWS)
Labor
Projekt
Voraussetzungen für die Teilnahme Beherrschung des Lehrstoffes des Moduls „Gesundheitsinformationssysteme“. Englische Texte lesen und bearbeiten können.
Prüfungsvorleistung Regelmäßige Teilnahme an der Vorlesung
Regelmäßige Teilnahme an den Übungen
Regelmäßige Bearbeitung von Haus-/Laborarbeiten
Bestehen von Leistungsstandkontrollen
Prüfungsform
Art und Umfang
Schriftliche Prüfung (60 Minuten Bearbeitungszeit)
Mündliche Prüfung
Prüfung am PC
Hausarbeit/Projekt mit Kolloquium
Verwendbarkeit
Informatik PF WPF
Informatik - Digitale Medien und Spiele (Schwerpunkt Medien) PF WPF
Informatik - Digitale Medien und Spiele (Schwerpunkt Spiele) PF WPF
Informatik - Sichere und mobile Systeme PF WPF
Medizininformatik PF WPF
Angebot Sommersemester Wintersemester Unregelmäßig
Arbeitsaufwand
ECTS-Punkte Kontaktzeit Selbststudium
5 60 Stunden 90 Stunden
Lehrende(r) Prof. Dr. S. Benzschawel
Modulverantwortliche(r) Prof. Dr. S. Benzschawel
Änderungsdatum 12.03.2018
Christian Bettinger, 12. März 2018