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Standardverweise

Energietechnik – Regenerative und Effiziente Energiesysteme (B.Eng)

Seit dem Jahr 2012 bietet die Hochschule Trier den Bachelorstudiengang „Energietechnik – Regenerative und Effiziente Energiesysteme“ an. Die Fachrichtung „Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik“ erweiterte dadurch ihr Studienangebot, um der zunehmenden Bedeutung der effizienten Energieumwandlung und der Nutzung erneuerbarer Energien Rechnung zu tragen.

Abschluss:

Bachelor of Engineering (B. Eng.)

Regelstudienzeit:

7 Semester (einschließlich Abschlussarbeit)

Praxissemester:

ja, im 5 Semester

Zulassungs­voraussetzungen:

Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife, kein N.C., kein Vorpraktikum

Gebühren:

nur die üblichen Semesterbeiträge

Studienbeginn:

jährlich, zum Wintersemester

Berufsbild und Berufsaussichten

Berufsbild

Ingenieurinnen und Ingenieure werden mit ihren Ideen und Leistungen auch im 21. Jahrhundert die Zukunft gestalten. Die umweltverträgliche Versorgung mit Energie und deren effiziente Nutzung sind große Herausforderungen dieses Jahrhunderts, denn die wachsende Weltbevölkerung wird nur dann eine menschenwürdige Zukunft haben, wenn trotz der begrenzten Reserven an fossilen Energieträgern und der Umweltbelastung durch ihre Nutzung weltweit eine nachhaltige Entwicklung erreicht werden kann.

Die Lösung dieser Aufgabe erfordert neben verstärkten Anstrengungen zur Entwicklung neuer Technologien auch die verstärkte Einbindung vorhandener Technologien in neue oder modifizierte Prozesse. Auf die konkrete Technik bezogen müssen neue Geräte und Anlagen zum Einsatz gebracht werden, die den Kriterien der Energieeffizienz und der Nutzung regenerativer Energiequellen besser entsprechen als die vorhandene Technik.

Ingenieurinnen und Ingenieure der Energietechnik werden heute und verstärkt in der Zukunft regional und weltweit benötigt. Grundsätzlich lässt sich die anzustrebende nachhaltige Versorgung der Menschheit mit der benötigten Energie nur durch verstärkte Einbindung regenerativer Energiequellen in den Energiemix bei gleichzeitiger Realisierung möglichst effizienter Umwandlungsprozesse erreichen.

Damit kennzeichnen zahlreiche interessante Herausforderungen das breite Tätigkeitsfeld der Ingenieurinnen und Ingenieure der Energietechnik. Es umfasst die Forschung und Entwicklung in den Bereichen der Energiesysteme, des Energiemanagements, und der Technologiebewertung bis zur konkreten objektbezogenen Energieberatung. Auch Tätigkeiten in Planung, Konstruktion, Bau und Betrieb von gebäudetechnischen Anlagen sind möglich.

Die Qualifikation durch den Studiengang "Energietechnik - Regenerative und Effiziente Energiesysteme" befähigt die Absolventen, Systemzusammenhänge energietechnischer Systeme systematisch nach den Kriterien der Energieeffizienz und Ressourcenschonung zu analysieren und zu bewerten. Diese Qualifikation wird von Unternehmen der Versorgungstechnik, Planungsbüros und auch öffentlichen Arbeitgebern zunehmend nachgefragt.

Berufsaussichten

Der Arbeitsmarkt für Ingenieurinnen und Ingenieure der "Energietechnik - Regenerative und Effiziente Energietechnik" ist nach wie vor sehr gut. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei

  • Ausführenden Firmen der Heizungs-, Klima-, Lüftungs-, Kälte- und Sanitärtechnik
    • Akquise, Planung, Bauleitung, Abnahme
  • Herstellern von Anlagenkomponenten (Heizgeräte, Klimageräte, Kältegeräte, usw.)
    • Vertrieb, Schulung, Forschung+Entwicklung
  • Planungsbüros
    • Akquise, Beratung, Planung
  • Beratungsfirmen
    • Akquise, Analyse, Beratung, Berichterstattung
  • Stadtwerken
    • Betrieb, Wartung, Planung, Einkauf, Verkauf
  • Kraftwerken
    • Betrieb, Instandhaltung, Optimierung
  • Wasser- und Abwasserwerken
    • Betrieb, Instandhaltung, Optimierung
  • Industrie
    • Betrieb, Instandhaltung, Optimierung

Die Einstiegsgehälter von Berufsanfängerinnen und -anfängern lagen im Jahr 2014 nach Branche zwischen 40.000 € und 50.000 € (Brutto-Jahresentgelt). Bei Ingenieuren mit mehr als zwei Jahren Berufserfahrung betragen die Jahresgehälter zwischen 50.000 € und 75.000 € (brutto). Je nach Tätigkeitsgebiet und Verantwortungsbereich können aber auch deutlich höhere Gehälter erreicht werden.

Quelle: www.ingenieurkarriere.de/gehaltstest

Studienverlauf

Der Bachelorstudiengang umfasst 7 Semester. In den ersten drei Semestern des Studienganges stehen die naturwissenschaftlichen Grundlagen sowie das technische Basiswissen im Mittelpunkt. Ergänzt wird dieser Ausbildungsabschnitt durch Fächer, in denen die für den Ingenieur unerlässlichen betriebswirtschaftlichen und juristischen Kenntnisse vermittelt werden. Weiterhin gehört zu diesem Studienabschnitt die Informatikausbildung.

In den höheren Semestern erfährt das Studium eine stärkere fachspezifische Ausrichtung. Hier stehen die Kernfächer der Energietechnik wie z.B. Regenerative Energiesysteme und Effiziente Energiesysteme zur Verfügung. Ergänzt wird dieses Fächerspektrum durch Wahlpflichtmodule. Wahlpflichtmodule wählen die Studierenden selbst aus, wobei Prüfungsleistungen in einer bestimmten Anzahl dieser Fächer erbracht werden müssen. Im Rahmen dieser Wahlpflichtmodule können auch Lehrveranstaltungen anderen Studiengänge der Hochschule Trier oder anderer Hochschulen besucht werden.

Das 5. Semester ist ein Praxissemester, in dem die Studierenden ihre bis dahin erworbenen Fähigkeiten erstmals in einem Unternehmen beispielsweise der Energiewirtschaft oder der Versorgungstechnik anwenden. Anstelle des Praxissemesters ist auch ein Studiensemester an einer ausländischen Hochschule möglich. Dazu wurde mit dem Bachelor-Studiengang "Energie et Environment" der Universität Luxembourg ein Kooperationsabkommen geschlossen. Mit der Einführung des Praxissemesters wurde auf das früher obligatorische Vorpraktikum verzichtet.

Den Abschluss des Studiums bildet im 7. Semester die Bachelor-Abschlussarbeit, die zum überwiegenden Teil bereits außerhalb der Hochschule in einem Unternehmen der Energiewirtschaft angefertigt wird. Mit der Abschlussarbeit stellen die Studierenden unter Beweis, dass sie in der Lage sind, erfolgreich ein Fachproblem innerhalb einer vorgegebenen Frist selbständig mit wissenschaftlichen Mitteln zu bearbeiten und zu lösen.

Studieninhalte

Die Vorlesung im Studiengang "Energietechnik - Regenerative und Effiziente Energiesysteme" umfassen folgende Themen:

Grundlagenfächer

  • Lern- und Studientechnik, Wissenschaftliches Arbeiten
  • Physik
  • Mathematik
  • Technische Thermodynamik
  • Technische Fluidmechanik
  • Technische Mechanik
  • Werkstofftechnik
  • Anlagenelemente
  • Wärmeübertragung
  • Kraft- und Arbeitsmaschinen
  • Grundlagen der Gastechnik
  • Grundlagen der chemischen Verfahrenstechnik
  • Mechanische und thermische Verfahrenstechnik
  • Elektrotechnik
  • Einführung in die Betriebswirtschaft
  • Umweltrecht
  • Ingenieurwissenschaftliche Methoden zur Systemanalyse
  • Informatik und angewandte Programmierung

Technische Hauptfächer

  • Regenerative Energiesysteme Grundlagen/Solarthermie
  • Regenerative Energiesysteme Windenergie/Photovoltaik
  • Regenerative Energiesysteme - Biomasse
  • Effiziente Energiesysteme
  • Heizungstechnik
  • Turbinen und Verbrennungsmotoren
  • Mess- und Regelungstechnik

Wahlfächer

  • Chemie
  • Klimatechnik
  • Kältetechnik
  • Gastechnik in der Gebäudeausrüstung
  • Wasseraufbereitung und -versorgung
  • Sanitärtechnik
  • Elektrische Energieverteilung
  • Elektrische Anlagen
  • Effiziente Drucklufttechnik
  • Abwasser- und Abfalltechnik
  • Schweißtechnik
  • Grundlagen Recht, insbesondere Vertragsrecht und VOB
  • Technisches Englisch

Bewerbung und Zulassung

Zulassungsvoraussetzungen

Für einen Bachelor-Studiengang benötigt man grundsätzlich die Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife

In den Master-Studiengängen benötigt man grundsätzlich einen ersten qualifizierten Hochschulabschluss (z.B. Bachelor, Diplom). Die weiteren Voraussetzungen ergeben sich aus den jeweiligen Prüfungsordnungen.

Bewerbung

Die Bewerbung und Einschreibung zum Studium an der Hochschule Trier erfolgt über unser Opens external link in new windowOnline-Portal.

Der Studienbeginn ist zum Wintersemester möglich.

Bewerbung für Studierende höherer Semester

Natürlich müssen auch bei Bewerbungen für höhere Fachsemester die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sein. Über die Einstufung in das jeweilige Semester entscheidet der Fachbereich auf Grundlage der bisher erbrachten Leistungen an der vorherigen Hochschule.

Bewerbung zum Zweitstudium

Ein Zweitstudium ist gegeben, wenn bereits ein mit Erfolg abgeschlossenes Erststudium vorliegt. In diesem Falle ist der Bewerbung zusätzlich eine beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses sowie bei N.C.- Studiengängen eine Begründung des Zweitstudienwunsches beizufügen.

Bewerbungsfristen

Die aktuellen Bewerbungsfristen finden Sie Opens external link in new windowhier.

Alternative und Weiterführende Studiengänge

Alternativer Studiengang

 Durch die großen Gemeinsamkeiten ist während der ersten Semester des Studiums ein Wechsel in den Studiengang "Technische Gebäudeausrüstung und Versorgungstechnik" möglich.

Weiterführende Studiengänge

Opens internal link in current windowEnergiemanagement (M. Eng.) 

Opens internal link in current windowNetztechnik und Netzbetrieb, berufsbegleitend (M. Eng.)

Ansprechpartner

Leiter der Fachrichtung Gebäudetechnik, Versorgungstechnik, Energietechnik
Prof. Dr. Jens Neumeister
Tel. +49 651 8103-359
Fax +49 651 8103-377
Büro: A/303
J.Neumeister(at)hochschule-trier.de
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Webredaktion-GVE, 30. November 2017