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1. Preis Concrete Design Competition 2013/14

Mehr als 140 Studierende von 27 deutschen Hochschulen reichten ihre Arbeiten zum Thema "Elegance - Exploring Intelligent Solutions" ein.

Die interdisziplinäre Jury zeichneten im Deutschen Architekturzentrum DAZ die Arbeit unserer Studierender Michael Wagner und Pol Firmenich mit einem von drei gleichrangigen 1. Preisen aus. Neben dem Preisgeld in Höhe von jeweils 800€, erhalten die drei Gewinner-Teams eine Einladung zur Teilnahme an der einwöchigen internationalen Concrete Design Masterclass im August 2014 in Dublin.

Folgende Projekte werden als gleichrangige Preisträger ausgewählt:

PM 308 - Irminensteg Trier
Michael Wagner und Pol Firmenich

Hochschule Trier

AK 014 - SINUS
Sarah Behrens, Milan Groß, Simon Treml

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

EN 345 - RUINS
Gonzalo Lizama, Lukas Specks, Onur Oezdemir

Technische Universität Berlin


Jury

Michaela Boguhn
Christiane Bohlmann
Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann
Prof. Martin Fröhlich
Prof. Christine Remensperger


Preisträger - PM 308 - IRMINENSTEG
Michael Wagner und Pol Firmenich | Hochschule Trier

Begründung der Jury

Der Entwurf für eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Mosel beantwortet die Frage des Wettbewerbs nach schönen Lösungen, die auch technisch und wirtschaftlich überzeugen, mit bestechender Einfachheit und Eleganz. Form, Konstruktion und Material sind zu einer äußerst gelungenen Einheit gebracht. Ein Ingenieurbauwerk entsteht, welches neben der Funktionserfüllung zugleich als bereicherndes Element der Landschaftsgestaltung und künstlerische Skulptur gelesen werden muss.

Die Entwurfsverfasser zeigen eine große Sensibilität für die empfindliche Flusslandschaft. Das Bauwerk integriert sich nicht nur, sondern überträgt das Wesen des Ortes in eine neue Wahrnehmungsebene, die Betrachtern und Nutzern den Charakter der Landschaft präsent macht. Dieser Effekt wird erreicht, indem die technischen und gestalterischen Möglichkeiten des Schalentragwerks verstanden, interpretiert und zum Überspannen der beiden Flussarme genutzt werden. Der Einsatz von Schalentragwerken für Brückenbauten ist trotz ihrer gestalterischen Möglichkeiten eher selten, sodass der Entwurf hier auch einen Beitrag dazu leistet, diese Konstruktionsweise wieder ins Bewusstsein zu rücken. Die sehr elegante Form der Brücke, die das Öffnen und Schließen als Reaktion auf die Umgebung thematisiert, überzeugt. Zugleich ist sie statisch sinnvoll gewählt, sodass die Übereinstimmung von Gestalt und Tragverhalten auf einfache, elegante Weise erreicht wird.

Über seine gestalterischen Qualitäten hinaus überzeugt der Entwurf durch die Thematisierung und Durchdringung technischer Fragen bis hin zur Fertigung und Montage. Vorgeschlagen wird eine Segmentbauweise, bei der jeweils 5 m breite, vorgefertigte Elemente vor Ort über Vorspannung gefügt und montiert werden. Dieser Lösungsvorschlag könnte unter Nutzung digital gesteuerter Fertigungsprozesse sinnvoll und zukunftweisend sein.

Die Arbeit zeichnet sich durch eine große Reife aus. Souverän werden die Entwurfsprinzipien dargestellt und eingängig verständlich gemacht. Insgesamt ist der Entwurf ein in jeder Hinsicht herausragender Beitrag zum Thema des Wettbewerbs.

www.concretedesigncompetition.de

www.competitionline.com

 

 

June 28, 2016