Qualitätssicherung und zerstörungsfreie Prüfung

Hierbei sollen verschiedene qualitätssichernde Prüfmethoden vermittelt werden, die sowohl im metallischen Bereich als auch teilweise bei Kunststoffen angewendet werden.

Die Eindringprüfung (nach DIN EN 571-1: Eindringprüfung, allgemeine Grundlagen) ist eine zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, bei der die Kapillarkräfte von feinen Oberflächenrissen und Poren genutzt werden, um diese sichtbar zu machen. Unterschieden wird zwischen der Farbeindringprüfung und der fluoreszierenden Eindringprüfung.

Die Magnetpulverprüfung (nach DIN EN ISO 9934 ff) ist ein Verfahren zum Nachweis von Rissen in oder nah der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe. Für die Prüfung muss das Werkstück magnetisiert werden. Bei großen Werkstücken, bei denen eine komplette Magnetisierung nicht möglich ist, wird nur der zu prüfende Teilbereich magnetisiert.

Bei der Sichtprüfung werden fehlerbehaftete Schweißnähte nach ISO 5817 ausgewertet und nach verschiedenen Qualitätsstufen bewertet. Weiterhin erfolgt die Identifizierung von Anzeigen bei Durchstrahlungsaufnahmen (nach DVS-Katalog) und deren Bewertung.

Sowohl metallische Bauteile bzw. Bauteile aus Kunststoffe werden mit dem Ultraschallverfahren auf vorliegende Fehler geprüft und nach der AVG-Methode sowie der Vergleichskörpermethode bewertet.

Die Schallemissionsprüfung erlaubt eine integrale Prüfung von Bauteilen mit gleichzeitiger Lokalisierung von Fehlern, die akustische Signale emittieren. Neben Ortungsversuchen an großen metallischen Flächen werden elektrische Geräte, fehlerbehaftet und fehlerfrei, mit der Schallemission untersucht und nach Fehlerverhalten klassifiziert.